Feigen-Ziegenkäse-Ravioli mit Rotweinbutter

Feigenravioli-Rotweinbutter

Was ist zu tun: den Rest Rotwein von gestern wegkippen (zu schade), austrinken (zu früh am Tage) oder verkochen? Da neben dem Rest Rotwein auch noch ein Rest selbstgemachter Nudelteig vom Wochenende im Kühlschrank weilte, beantwortete sich die Frage von alleine.
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Servietten-Käseknödel mit Apfel-Zwiebelkompott und Salbei

Käseknödel mit Apfel-SalbeiAllerliebste Alpenländler. Die liebe Susanne hat dieses schöne Blogevent ins Leben gerufen:

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Und ich möchte hiermit meinen kleinen Beitrag liefern. Ich war zwar dieses Jahr im Sommer in Frankreich, aber im Winter immerhin zum Skilaufen in Österreich und kürzlich zum Baden im Genfer Seefreibad. Grund genug, sich eurer herrlichen Küche zuzuwenden. So grob zumindest. Vermutlich werdet ihr bei diesem Rezept eure rot-weißen Händchen über dem Kopf zusammenschlagen, ich habe nämlich rumexperimentiert. Ich hoffe sehr, ihr fühlt euch in eurer kulinarischen Tradition nicht verhohnepipelt. Denn ich möchte euch nächstes Jahr wieder besuchen und mich an euren Käse-, Eier- und allen anderen Spezialitäten gütlich tun. Gerne dürft ihr als Gegenoffensive auch Labskaus verunkochen.

Wie auch immer. Ich kann keine Knödel. Das habe ich schon einmal an dieser Stelle erwähnt. Serviettenknödel sind allerdings auch für Dummies zu bewältigen. Keine Ahnung, ob es überhaupt erlaubt ist, Käseknödel auf diese Art und Weise zuzubereiten. Ich habe es mal gemacht:

200g Knödelbrot (Österreich-Import), mit in warmer Milch aufgelöster Butter, 3 Eiern, Salz und Muskatnuss mischen. Dann eine handvoll Bergkäse in Würfel schneidn und ebenfalls untermengen. Auf Alufolie geben und zu einer Wurst rollen, Enden eindrieseln. Etwa 25 Minuten in köchelndem Wasser gar ziehen.

In der Zwischenzeit eine Zwiebel und einen Apfel würfeln und in Butter anschmoren. Mit Safran, Salz, Pfeffer und einem Lorbeerblatt würzen und mit Weißwein ablöschen. 15 Minuten schmoren lassen. Reichlich Salbeiblätter frittieren.

Knödel aus dem Alu pellen, aufschneiden und noch einmal knusprig braten. Apfel-Zwiebelkompott, Knödelzylinder und Knuspersalbei zusammen bringen und ganz fest an den Urlaub denken.

Wenn ich es schaffe, liebe Susanne, kommt auch noch was aus Frankreich!

Blitz-Gazpacho

GazpachoIch habe jetzt Schulkinder. Mit zitterndem Kinn und mächtig viel Stolz haben wir sie gestern hinaus in die Welt geschickt. Hach …..

Und heute morgen hab ich das erste Mal Schulbutterbrotdosen befüllt. Kein leichtes Unterfangen bei zwei mäkeligen Kindern. Einer wollte Brot mit Kräutern. Als ich ihm gerade eins mit Pesto beschmiert hatte, schnappte er sich ne Schere, rannte auf den Balkon und schnitt einen Schnittlauch ab. Er wollte kein Pesto, sondern schließlich „mit Kräutern“, und ich schmierte hauchdünn Butter auf eine neue Scheibe, auf die er erst den Schnittlauch und dann noch etwas Kresse bastelte.

Da saß ich nun auf dem Pestobrot. Aber auch noch auf ein paar klein geschnittenen Gemüsen. Es ist immer noch warm draußen und ich hatte überhaupt keine Zeit und nur die paar Reste. So zauberte ich die folgende Gazpacho, die sehr schnell ging. Eigentlich.

Eine kleine Dose Tomaten mit einem halben TL Piment d’Espelette, einer Frühlingszwiebel, ein bisschen Gurke sowie Paprika, Sherryessig, Salz, 2 Knoblauchzehen, Pfeffer und ein bisschen gecrushtem Eis pürieren.

Das wäre die ganz schnelle Version gewesen. Der Genuss verzögerte sich noch ein bisschen, da ich beim Öffnen des Eisschranks ich erst einmal 2 geplatzte Bierflaschen entdeckte, die sich über das gesamte Gefriergut ergossen haben. Grrrr. Nun, nachdem das zähneknirschend beseitigt war, konnte es weitergehen. Ich würfelte das verschmähte Brot und briet es mit Buttter knusprig.

Suppe in Teller, Paprika, Frühlingszwiebeln und Gurken dazu, schönes Olivenöl drüber, Croutons daneben und lecker!

Übrigens habe ich das Kräuterbrot gerade unangerührt in der Brotdose gefunden ….

Flens

Spargel-Mousse mit Räucherforellensalat

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Meine Omi hat immer „Sparjel“ gesagt. (mit einem spitzem „Sp..“) Das mochte ich sehr. Meine Omi mochte ich natürlich auch sehr. Und immer wenn ich an Spargel denke, denke ich an Sparjel und an meine Omi. In diesen Tagen besonders oft und besonders gerne. Denn ich könnte täglich Spargel essen und bemühe mich auch, es zu tun. Gestern Abend gab es ein wahres Spargelfest: mit Kratzete und Hollandaise. Für vorweg hatte ich ihn anders zubereitet, nämlich als zart schmelzende Mousse:

Dazu habe ich 300g weißen Spargel gekocht und püriert.

150g Ricotta mit etwas Joghurt und dem Mark einer halben Vanilleschote, Salz, Limettensaft, einer Prise Cayennepfeffer und Pfeffer verrührt.

Das abgekühlte Spargelpüree dazu, sowie 300ml geschlagene Sahne.

4,5 Blatt Gelatine aufgelöst und darunter gerührt. In eine Form (ich hatte eine kleine Springform) geben und mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Für den Salat habe ich geräucherte Räucherforelle mit Gurke, Birne, Frühlingszwiebel, Zitronensaft und neutralem Öl vermischt und mit Salz/Pfeffer abgeschmeckt. Etwas Kresse dazu.

Ach Omi, das hättest du auch gerne gegessen, auch wenn du vielleicht „Sparjelpudding“ dazu gesagt hättest.

Vichy Karotten mit Giersch-Pesto

Vichy Karotten

Ich war schon wieder in der Heimat. Es galt Fussballspiele zu besuchen, Geburtstage zu feiern, Fahrradtouren zu machen und bei einem Reitturnier zuzuschauen. Letzteres war mein erstes dieser Art und die ganze Familie erwartete den Auftritt der knapp 10-Jährigen Nichte, Schwester, Tochter, Enkelin. Es zog sich gewaltig. Wir alle hatten schon eine Bratwurst und ein Stück Torte intus und starrten auf herausgeputze Zossen und Kinder im adretten Dress, die ihre Kreise drehten und „Teehhrab“ machten. Ich schaute mich ein bisschen um und erspähte Giersch. Ich hatte eine Aufgabe. Während die anderen weiter zuschauten, machte ich mich begeistert über die gerade geschlüpften kleinen Blättchen her und sammelte gerade soviel, dass es für ein mittelgroßes Glas Pesto reichte. Nachdem endlich auch meine Nichte an die Reihe kam und ihre Sache prima gemacht hatte, trug ich freudestrahlend meine Beute nach Hause. Dem Rest der Familie war das ein bisschen unangenehm, aber mir war das ein bisschen egal.

Giersch, dieses von Gärtnern verhasste Kraut, schmeckt kräftig, ein bisschen nach Petersilie und ein bisschen nach Karotte. Zum Pesto verarbeitete ich ihn mit Mandeln, neutralem Öl und einem halb-daumengroßen Stück Ingwer.

Mir war heute nach frischen Karotten und so entstand dieses einfache Mittagserlebnis: eine halbe Zwiebel würfeln und mit Butter abschwenken. Karotten, Frühlingszwiebeln und ein bisschen Zucker dazu. Dann mit Mineralwasser angießen, salzen und warten, bis das Wasser und die Butter sich zu einer homogenen Sauce verbunden haben und die Karotten gar sind. Schnell ein Löffelchen vom Giersch-Pesto dazu und mit Kartoffeln und Spiegelei (ich hatte einen Zwilling 🙂  anrichten. Ich fürchte, das mittelgroße Glas ist bald alle. Gut, dass am Wochenende auch Bärlauchjagd abgesagt war und von dem daraus gefertigten Pesto auch noch das eine oder andere Gläschen im Kühlschrank lauert.

Spaghetti mit Garnelen und Meeresspargel

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Der eine Queller ist noch nicht verdaut, da rutscht schon der nächste nach. Und damit es nicht zu langweilig klingt, nenn ich ihn mal anders. Meeresspargel oder Glasschmelz, Salicorne, Perce Pierre, haricot de mer … klingt alles besser als Queller. Aber die deutsche Sprache tendiert ja zu so hässlichen Worten. „Schüttrutsche“, „Straßenkreuzer“, „Achtung“ sind nur Spontaneinfälle von mir. Die Liste reicht von hier bis nach Neudorf-Platendorf.

Gut, dass Queller nicht so unappetitlich schmeckt wie es klingt. Schon gar nicht so, wie ich ihn eben hatte. Was hab ich gemacht? Folgendes:

Kirschtomaten halbieren und mit frischen Knoblauchzehen in Olivenöl bei mittlerer Hitze angehen lassen. Die Tomaten karamellisieren dann ein bisschen, das ist toll. Wenn der Knoblauch schön weich ist, Zwiebelringe und Rosmarin dazu geben und weiter schmoren. Mit Weißwein ablöschen. Zum Schluss die Garnelen und den Queller dazu und nochmal ganz kurz richtig brodeln lassen. Man kann die Garnelen natürlich auch nebenbei braten und später drauflegen, aber so haben sie noch Saft abgegeben, was der Sauce und mir gefiel. Mit Pfeffer, Zitronensaft und einer Spur Vanillezucker würzen (wenn salzen, dann vorsichtig, denn der Queller ist ja an sich schon salzig). Die Spaghetti unterheben und schön langsam genießen.

Spaghetti mit Oliven und Chilibröseln

BildAch menno. Bin immer noch matschepampe und das Schmecken fällt mir schwer. Ziemlich frustrierend, weil ich einige leckere Pläne hatte. Was also tun, wenn olfaktorisch Sendepause ist?! Ich konzentriere mich auf die Texturen im Mund und denk mir die Aromen dazu. So heute Mittag. Spaghetti sind immer angenehm und die Knusperbrösel bieten einen prima Gegensatz. Meine Nachbarin aß mit und bescheinigte Leckerness.

Es war schnell und einfach zubereitet, das kam mir und meiner Schlaffheit sehr entgegen.

Ein trockenes Brötchen zerschreddern und mit Öl und Chili in einer Pfanne knusprig braten. Spaghetti kochen. Zwiebeln in Ringen, zerkleinerter Knoblauch und Oliven in Olivenöl bei mittlerer Hitze schmurgeln. Salzen, Pfeffern, Spaghettiwasser angießen. Nochmal auf gewünschte Konsistenz einkochen und mit den Spaghetti mischen. Knusperbrösel und frischen Basilikum drauf und das Mouthfeeling genießen.

Shakshuka

BildDer Herr Ottolenghi in seinem Buch „Genußvoll vegetarisch“ macht das schon ganz gut. Und Claudia von Foodviewberlin hat mit ihrem „French Twist“ noch eins drauf gesetzt. Nun wollte auch ich dieses einfache und durchaus würzige kleine Gericht ausprobieren und hatte ein wirklich delikates Mittagessen. Ich habe mich an das Rezept aus dem Buch gehalten (nichts für ungut, Claudia!), aber dafür hatte ich alle Zutaten im Hause.

Kreuzkümmel ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Olivenöl und Zwiebeln dazu geben, anbraten. Geschnippelte rote und gelbe Paprika dazu geben. Ebenso etwas Safran, 1Tl Zucker, Thymian,Salz, Pfeffer, 1 Lorbeerblatt, (Petersilie, aber die hatte ich nicht) und ein bisschen rote Chili. Dann kamen noch grob geschnittene Tomaten (frische oder aus der Dose) hinzu und das Ganze brodelte schön weich. Ggf. muss  noch ein bisschen Wasser dazu gegeben werden, es soll eine Art Tomatensauce werden. Abschmecken. Dann vorsichtig zwei Eier in die Sauce gleiten lassen, Deckel auf die Pfanne und vorsichtig stocken lassen. Frischen Koriander drauf, das war’s schon. Dazu gabs bei mir Baguette.

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Zwiebel-Apfel-Vanille-Confit mit Sellerieschnitzel

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Eigentlich wollte ich „Sellerieschnitzel mit Zwiebel-Apfel-Vanille-Confit“ vorstellen, aber da die Beilage so köstlich war, muss ich sie einfach zuerst nennen. Das Zeug hat das Zeug zu einem ganz großen Liebling von mir zu werden, da ich es mir zu praktisch allem vorstellen kann. Ob zu Käse, Fleisch, Kartoffeln oder wie hier zu Sellerie. Es ist eine absolute Allzweckwaffe!

Also: Drei Zwiebeln klein schnippeln und mit Butter und Zucker in einem Topf anschwitzen. Dann frischen Rosmarin, Salbei und Thymian dazu geben, mit Rotwein und etwas Balsamico ablöschen. Eine Vanilleschote auskratzen und mitköcheln lassen, Flüssigkeit vollkommen reduzieren. Kurz vor Ende einen halben säuerlichen Apfel in kleine Würfel schneiden und einmal richtig erhitzen. Salzen, Pfeffern, und sich zwingen, nicht alles vorher schon aufzuessen.

Für die Sellerieschnitzel das Gemüse in Scheiben schneiden, in Salzwasser blanchieren und auf Küchenkrepp abdampfen lassen. Salzen, Pfeffern und erst in Ei, dann in Parmesan und wenn es zu matschig ist, in ein paar Semmelbröseln panieren. In einer nicht zu heißen Pfanne ausbraten.

Ich dachte, den Rest gibt es heute Abend zum Käse, aber das wird leider nichts …

Rote Bete aus dem Ofen und Frischkäsecreme

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Ich muss gestehen, dass ich noch nie Rote Bete im warmen Zustand gegessen habe. Kalt schon, auch sehr gerne, aber das war was Neues für mich. Köstlich. Wieder was aus der Kategorie Seelenwärmer.

Rote Bete (vakuumverpackt), Kartoffeln und Zwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden. Mit Olivenöl, Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen und eine gute halbe Stunde in den Ofen stellen.

Ziegenfrischkäse mit Naturjoghurt und etwas Ahornsirup vermischen. Den gibt’s als Klacks dazu.