Das Innere von Sommerrollen im Reisblattkörbchen

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Man ahnt beim Titel dieses Gerichts schon, dass da irgendwas nicht geklappt hat. Ich hatte mich so drauf gefreut: meine ersten selbst gemachten Sommerrollen. Beim Einschlafen gestern malte ich es mir so schön aus: Schwarze Reisnudeln und buntes Gemüse in Reisblätter gewickelt, in die schwarzer Sesam eingelassen war. Im Geiste rollte ich, dippte und biss ich diese kleinen Köstlichkeiten, bis mich die Realität einholte.

Dabei war alles gut:

Karotten und Gurken durch die V-Reibe gestemmt, mit Fischsauce, Limettensaft und Sesamöl gewürzt.

Reisnudeln gekocht.

Garnelen ausgelöst, klein geschnitten, mit Ingwer und Knoblauch angebraten, abkühlen lassen.

Grünen Salat, Koriander und Minze zerkleinert und mit allen vorherigen Zutaten gemischt.

Dip aus Reisessig, Reiswein, Zucker, Chili und Limettensaft gekocht.

Reisblatt mit Wasser benetzt und auf ein Küchentuch gelegt. ……….. und gewartet, dass es weich wird …… wurde nicht weich….. war wie Autoreifen …… völlig uneinrollbar.

Panik machte sich breit.

Irgendjemand im Internet behauptete, in der Mikrowelle würde es nach einer Minute knusprig. Und tatsächlich, es klappte. Puh. Schnell wurde umdisponiert und die Sommerrollenfüllung nannte sich jetzt Sommersalat der Dip wurde zum Dressing und die Rollenhülle zum Teller. Geht doch!?

Orangen Arancini und ein Nachtisch

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Orange galore.

Gestern Abend gabs Orangen-Lauch Risotto, davon war noch etwas übrig. Da ich meine Jungs kenne, war klar, entweder ich nehm mich dem Rest an oder er kommt nach 3 Tagen weg. Viel war es ja nicht gerade … Also versuchte ich mich an diesen kleinen frittierten Risottobällchen, den Arancini, die übersetzt „kleine Orangen“ heißen. Optisch haut das ja immer hin, bei mir sogar geschmacklich.

Risottoreis in Öl anschwenken. Klein geschnittenen Lauch dazu geben und noch ein bisschen weiter brutzeln. Mit Gemüsefond und Orangensaft ablöschen und rühren und rühren und Flüssigkeit nachkippen und rühren und rühren. Würzen. Am Ende ein paar kleine Stückchen filetiertes Orangenfruchtfleisch dazu geben. Abkühlen lassen.

Dann habe ich geriebenen Parmesan drunter gehoben, kleine Bällchen geformt, ein Stück Mozzarella reingedrückt und wieder schön verschlossen. Dann in Mehl, Ei und Semmelbröseln gewendet und in tiefem Fett ausgebacken, auf Küchenkrepp entölt und rein mit den leckeren Knusperdingern! Leider ist mir ein Bällchen auf dem Weg vom Küchenkrepp zum Teller auf die Erde geplumpst (was ein lustiges Geräusch machte). Geschmacklich tippitoppi aber optisch nichts für euch. Deshalb zeig ich euch nur einen Arancino, wie es korrekterweise heißt.

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Vom Risotto war noch eine halbe Orange übrig geblieben, so gabs noch einen schnellen aber überaus leckeren Nachtisch: griechischen Joghurt mit dem letzten Bisschen (heul) Holundersirup vom Vorjahr vermischen, Orangenfilets und Granatapfelkerne drauf. Schneller kann man sich nicht glücklich machen.

Wassermelonensorbet

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Wir haben eine Eismaschine. Und dabei brauche ich gar keine. Noch dazu steht sie mitten im Esszimmer und blockiert das einzige Plätzchen, wo man mal was schön dekorieren könnte. Sei’s drum. Ich hab das Ding vorhin angeschmissen. Nicht das letzte Mal, fürchte ich.

Wassermelone entkernen und pürieren. Zucker in Wasser aufkochen, abkühlen lassen. Alles zusammen mit einem Schuß Limettensaft in der Eismaschine zubereiten. Schmeckt ganz entzückend, irgendwie.