Süßkartoffelpüree mit Stremellachs

suesskartoffel_Stremellachs

Gestern habe ich mich total verkocht. Es war so furchtbar, dass ich noch Stunden später „Buäh-buäh-buäh!“-schimpfend durch die Wohnung wackelte. Sollten Süßkartoffel-Rote Bete Rösti werden und waren ekelhaft. Aber gut erzogen wie ich bin, aß ich alles auf. Gar nicht gut. Es waren keine Rösti sondern angebratener Matsch, zudem wahnsinnig versalzen. Ich konnte gar nicht so viel trinken wie mir durstig war.

Anders heute. Total anders und sehr sehr befriedigend. Ausgegangen bin ich nochmal  von Süßkartoffel und Roter Bete. Bei dem Trauma von gestern hilft nur Konfrontationstherapie.

Eins nach dem anderen:

  • Rote Bete in Stückchen schneiden und mit Wasser, Weißweinessig und einem Löffelchen Lavendelhonig al dente kochen. Salzen.
  • Eine Süßkartoffel und eine kleine Pastinake weich kochen lassen. Mit Butter, Muskat und etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Saure Sahne leicht würzen und mit frischem Dill vermischen
  • Stremellachs im Ofen was anwärmen und zerrupfen.

Es waren so viele leckere Geschmackskombis auf dem Teller: Räucher mit sauer, Sauer mit süss, süß mit frisch, frisch mit Fisch, Fisch mit süß…… alles war gut.

Knusper-Spargel mit Süsskartoffeln

Bild

Ich war am Wochenende in Genf. Und es war sehr schön. Ein wunderbar entspanntes Zusammendrein mit liebsten Freundinnen. Das Wetter lud weniger zu Wandertouren auf den Bergen als zu Storechecks in die französischen und schweizerische Supermärkte ein. Aber da wir alle Freundinnen feiner Produkte sind, ging das für uns absolut in Ordnung.

An einem Grillabend bei Freunden meiner Freundin gab es als Beilage Süßkartoffelchips aus dem Ofen. Sie sollten knusprig sein, waren es aber nicht. Aber das war das Herrliche daran. Ich verputzte das halbe Blech. Ein Wunder, denn ich hatte bereits 2 Merguez, 2 Lammkoteletts und 10 Rippchen, Brot und Salate intus, aber ich war wie im Wahn. Hab ich mal von meiner fehlenden Fresssperre erzählt? Hier kam sie wieder voll zum Tragen.

Logisch, dass das heute nochmal auf den Tisch musste. Also hobelte ich (leider nur) eine Süßkartoffel in feine Scheiben, gab Olivenöl und Salz darauf und stellte sie in den Ofen. Unterdessen kochte ich Spargel al dente, briet ihn kurz an und schwenkte ihn noch in mit getrocknetem Chili und Knoblauch versetzten Semmelbröseln. Zusammen auf den Teller, Salzen, Pfeffern. Mehr war es nicht. Aber auch nicht weniger. Mir reichte es zum Glücklichsein.

Süßkartoffel Tortilla mit Avocado Dip und Orangenöl

Bild

Ich habe so Phasen. Im Moment stecke ich in einer fest und komm da nicht raus. Will ich auch gar nicht, denn ich bin grade total auf Orangen und Zitrusfrüchte. In allen Formen. Angestachelt wurde ich zusätzlich von Magentratzerl, die auf ihr Gratin Mandarinenöl geträufelt hat. Ich, in meiner Phase, rannte sofort los und besorgte mit auch so’n Öl im Bioladen. Allerdings war es Orangenöl, was meiner momentanen Gier auf diese Früchte natürlich zupass kam. So gabs heute das hier:

Vollreife Avocado auskratzen und mit Joghurt, grüner Pepperoni, einem Büschel frischem Koriander, Limettensaft, Salz, Cayennepfeffer (die Chili war mir zu mild), mischen.

Gewürfelte Süßkartoffel in einer kleinen Pfanne anbraten. Mit Kurkuma, Zimt, Korianderpulver, Salz, Pfeffer würzen. Eine kleine geschnittene Zwiebel dazu geben und auf kleiner Flamme kurz vor gar brutzeln. 2 Eier verrühren, würzen und mit den Kartoffeln in der Pfanne vermischen. Nicht mehr anrühren, auf kleiner Flamme mit Deckel einfach stocken lassen. Wenn das Ei fest ist, vorsichtig die Tortilla auf einen Teller stürzen. Anrichten und mit dem superoberleckerem Orangenöl bekleckern.

Grünkohl-Süßkartoffel-Gratin

Bild

Liebe Norddeutschen, ihr müsst jetzt ganz tapfer sein. So wie ihr kannte ich Grünkohl nur mit Pinkel, Kassler, Kochwurst, Bregenwurst, was auch immer. Es war für mich die einzig denkbare Verwendung für dieses bodenständige Gewächs, dass mancherorts liebevoll „Ostfrisische Palme“ genannt wird. Einerseits wohl, weil die Pflanze optisch ein wenig daran erinnert, anderseits wohl auch, da wir hier oben meteorologisch, gelinde gesagt, ein wenig gehandicapt sind und uns somit den Traum vom Süden ein bisschen in die heimischen Vierwände holen.

Meine Freundin in Berkeley (gebürtige Hamburgerin) erzählte mir neulich hocherfreut, sie hätte tatsächlich Grünkohl gekocht. Schön traditionell unter der Sonne Californiens ein Hauch von Heimat. Sie erzählte außerdem, dass in den USA Grünkohl DAS In-Gemüse ist. Total „nutricious“, total voller „vitamins“, total „detox“, total total. Allerdings kann man sich den figurbewussten Küstenamerikaner nicht so recht mit einem dicken Pinkel vorstellen. Da bereitet man ihn eben anders zu. Z.B. mit Süßkartoffeln. So ich heute auch. Ein bisschen skeptisch war ich schon, war aber so gespannt, dass ich es ausprobieren musste. Was soll ich sagen? Es schmeckte ausgesprochen fein! Weit entfernt von dem, was man kennt und und als das „einzig Wahre“ begreift.

Grünkohl putzen, rupfen und in einer Pfanne in sich zusammenfallen lasssen. Mit Salz, Pfeffer und Koriander würzen. Süßkartoffelscheiben in einer ofenfesten, gebutterten Form auslegen, darauf den Kohl sowie eine weitere Lage Süßkartoffeln. Ricotta mit Sahne und Milch glatt rühren, kräftig würzen und über das Gemüse geben. Schwarzkümmel drüber werfen. Im Ofen bei 200 Grad gratinieren bis die Kartoffeln gar sind.

So Leute, jetzt schaut mal alle über’n Deich und wagt euch vertraut-fremde Genüsse! Alns kloor!?

Süßkartoffel Pommes

Bild

Kartoffeln mit Quark – naja, nach meinem Geschmack immer ein bisschen mupfig und dröge. So als Beilage ok, aber mehr auch nicht. Das kann man hiervon nicht behaupten, denn es wurde alles eingesetzt, was der Gewürzeschrank so hergibt. Rausgekommen ist ein echt aufregendes „Kartoffeln mit Quark“, das als Hauptgericht absolut taugt und total glücklich macht.

Süßkartoffeln schälen und kleinschneiden, ich habe die Pommesform gewählt. Eine Paste mischen aus Öl, zerdrücktem Knoblauch, (Madras) Curry, Salz, Cayennepfeffer. Die Kartoffelstücke rundum damit marinieren. In den Ofen damit und ca. 20 Minuten garen.

Für den Quark habe ich Kräuterquark mit Joghurt, Kreuzkümmel, Honig, gemahlenem Kardamom, frischem Koriander, und grünen Chilis, Zitronensaft und Salz verrührt.

Es war süß und scharf und frisch und wärmend. Von allem was und vor allem superlecker!