Blitz-Gazpacho

GazpachoIch habe jetzt Schulkinder. Mit zitterndem Kinn und mächtig viel Stolz haben wir sie gestern hinaus in die Welt geschickt. Hach …..

Und heute morgen hab ich das erste Mal Schulbutterbrotdosen befüllt. Kein leichtes Unterfangen bei zwei mäkeligen Kindern. Einer wollte Brot mit Kräutern. Als ich ihm gerade eins mit Pesto beschmiert hatte, schnappte er sich ne Schere, rannte auf den Balkon und schnitt einen Schnittlauch ab. Er wollte kein Pesto, sondern schließlich „mit Kräutern“, und ich schmierte hauchdünn Butter auf eine neue Scheibe, auf die er erst den Schnittlauch und dann noch etwas Kresse bastelte.

Da saß ich nun auf dem Pestobrot. Aber auch noch auf ein paar klein geschnittenen Gemüsen. Es ist immer noch warm draußen und ich hatte überhaupt keine Zeit und nur die paar Reste. So zauberte ich die folgende Gazpacho, die sehr schnell ging. Eigentlich.

Eine kleine Dose Tomaten mit einem halben TL Piment d’Espelette, einer Frühlingszwiebel, ein bisschen Gurke sowie Paprika, Sherryessig, Salz, 2 Knoblauchzehen, Pfeffer und ein bisschen gecrushtem Eis pürieren.

Das wäre die ganz schnelle Version gewesen. Der Genuss verzögerte sich noch ein bisschen, da ich beim Öffnen des Eisschranks ich erst einmal 2 geplatzte Bierflaschen entdeckte, die sich über das gesamte Gefriergut ergossen haben. Grrrr. Nun, nachdem das zähneknirschend beseitigt war, konnte es weitergehen. Ich würfelte das verschmähte Brot und briet es mit Buttter knusprig.

Suppe in Teller, Paprika, Frühlingszwiebeln und Gurken dazu, schönes Olivenöl drüber, Croutons daneben und lecker!

Übrigens habe ich das Kräuterbrot gerade unangerührt in der Brotdose gefunden ….

Flens

Asiatische Nudelsuppe mit viel Grün

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Attacke! Ich habe den Kanal gestrichen voll! Heute mach ich mich gesund, auf Gedeih und Verderb. Aus den Augenwinkeln sah ich letzte Woche, als noch üppige, köstliche, österreichische Krawummsspezialitäten auf dem Speiseplan standen, dass sich Eva  „Phở bò – Vietnamesisches Lebenselixier“ gekocht hat. Was für den Vietnamesen gilt, gilt sicherlich auch für die Mutti und so kochte ich heute diese sowas von delikate Suppe. Ich spür praktisch schon, wie sie wirkt. 

1 l Rinder- oder Gemüsebrühe, 2 Sternanis, 2 Pimentkörner, 1 Zimstange, 1 Kardamomkapsel, 1  Stück Ingwer, geschält, in Scheiben geschnitten, 1 EL Fischsauce und eine winzige Prise Zucker eine halbe Stunde köcheln lassen. Ich hab noch eine halbe gehäckselte Chilischote und einige Limettenblätter dazu gegeben. Durchseihen und wieder auf den Herd stellen. Statt Fleisch hab ich nun allerlei Grünzeug dazu gesellt: Frühlingszwiebeln, Edamame (grüne Sojabohnen), Zuckerschoten, sowie 2 nicht so grüne Champignons und eingeweichte Reisnundeln. Nochmal kurz durchziehen lassen. Der Duft hat mich schon gleich aus den Latschen gehoben! Ahh! Ich rieche wieder was! Direkt vor dem Essen habe ich noch Limettensaft drüber geträufelt. Sie war sehr sehr gut und wandert in mein ewiges Lieblingsgerichtegedächtnis! Danke liebe Eva, ich glaube, du hast mich gerettet!

Fenchelsuppe mit Lachsklößchen und Orangenschaum

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Nachdem ich kulinarisch in den letzten Tagen nicht viel zu lachen hatte, gab es grade was ganz was Feines. Ich griff gestern zu Fenchel, nicht wissend, was damit zu tun sei. Heute überkam mich dieses Rezept, bei dem ich viel Neues ausprobiert habe und positiv überrascht war, was ja nicht immer so ist.

Die Suppe ist schnell erzählt: 2 Fenchel und 2 Kartoffeln und eine Schalotte anschwitzen, mit Gemüsebrühe ablöschen. Aus Ermangelung an Pernod hab ich etwas Sambuca für den Anisgeschmack dazu gekippt, was die ganze Chose einen tucki zu süß machte. Also wurde mit Zitronensaft gegen gesteuert. Prima. Ein bisschen Safran dazu, etwas Pfeffer, Salz, pürieren. Dann hab ich mir die Mühe gemacht, alles durch ein feines Sieb zu streichen, was in diesem Falle absolut notwendig war um die letzten Fasern vom Fenchel auszusieben.

Für die Lachsklößchen hab ich ein Stück Lachs (etwa 100g) mit einem halben entrandeten Toastbrot, einem Eiweiß, etwas Salz und Pfeffer und etwas Zitronensaft mit einem Mixer zu einer teigartigen Paste zerkleinert. Mit 2 Esslöffeln Nocken abgestochen und in leise kochendes Salzwasser gleiten lassen. 5 Minuten zogen sie darin vor sich hin.

Für den Orangenschaum habe ich meinen elektrischen Milchaufschäumer mißbraucht. Einfach etwas H-Milch, Salz und Orangenöl hinein und anstellen. Das war klasse! Ich schäume jetzt alles! Das war irgendwie festlich heute.

Und auch ein bisschen traurig. Denn es war das vorerst letzte Mittagessen mit Cilli. Cilli ist die kleine dicke Katze von meinen Eltern. Während die nämlich sich in Südafrika den Winter versüßen, lungern sie und ihr Kumpel Cato bei uns rum. Morgen kommen die Urlauber zurück und nehmen uns die Kätzchen. Cilli ist uns besonders ans Herz gewachsen, denn sie ist sehr freundlich. Im größten Getobe schmeißt sie sich mit an die Front und wenn sie etwas von der leckeren Malzpaste haben will, redet sie mir einem: „Meeehhhrrr!“ Das ist eindeutig zu verstehen. Nun, heute saß sie wie immer mit am Tisch und ich hab ihr etwas vom Süppchen angeboten. Da sie aber nichts sagte, dann wollte sie wohl nichts. Aber das ist auch gut so. Denn das Foto täuscht. Man muss sie sich wie einen Eisberg vorstellen. Das, was man sieht ist verhältnismäßig viel kleiner, als das, was man nicht sieht.

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Cima di Rapa Graupensuppe

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Ich drömelte heute mal kurz auf meinen Lieblingsblogs herum und himmelte irgendwann die Kohlroulade von der Wilden Henne an. Sowas wäre es jetzt. Buchweizen hab ich nicht und Weißkohl ist aus. Was hab ich denn so, was so ähnlich ist? Graupen und Cima die Rapa. Hmm.

Nicht, dass das, was ich dann gemacht habe, irgendwas mit ihrer köstlichen Kohlroulade zu tun hätte, aber irgendwie hat sie mich um drei Ecken immerhin zu dieser Suppe inspiriert, die ich mir grade wohlwollend einverleibt habe.

Eine kleine Zwiebel und kleingeschnittenen Cima die Rapa (Stängelkohl) in etwas Olivenöl angehen lassen. Fleisch- oder Gemüsebrühe dazu geben und 15-20 Minuten kochen lassen. Zwischendurch ein paar halbierte Kirschtomaten, rote Chili, Thymian und Pfeffer dazu. Abschmecken. Ich konnte wieder nicht anders und musste noch ein Tröpfchen Orangenöl (ich befinde mich doch grade in einer Zitrusfrüchtephase) dazu geben. Auf dem Teller gabs auch noch einen Klecks Tapenade, also Paste aus schwarzen Oliven und schon war meine „Kohlroulade“ bereitet.

Nachschlag: heute, einen Tag später, gabs die Aufwärmung mit einer abgegniddelten Hähnchenkeule vom gestrigen Abend. AUCH NICHT SCHLECHT!!

Salatsuppe

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Morgen geht es in Heimat und heute werden Reste abgearbeitet. Ich wollte dringend mal Salatsuppe machen, insofern kamen mir die beiden kleinen übrig gebliebenen Romanasalatköpfe wie gerufen. Es gibt da rumänische und Italienische Varianten dieser Suppe, ich hab mal sowas dazwischen versucht und damit genau meinen persönlichen Geschmack getroffen. Es war mal wieder einer dieser Suppen, die man beim Löffeln verblüfft anschaut und fragt „warum schmeckst du eigentlich so gut?“

So gehts: im Topf aus etwas Mehl und Butter eine Mehlschwitze rühren. Mit kräftiger Rinds- oder Gemüsebrühe ablöschen. Ein Schlückchen Weißwein dazu, eine gepresste Knoblauchzehe und den geschnittenen Salat hinein geben. Köcheln lassen. Wenn der Salatbiss genehm ist, den Topf von der Platte ziehen und die Suppe mit einem Eigelb vorsichtig legieren. Geriebenen Parmesan ebenfalls einrühren. Als Topping habe ich knusprig gebratenen Räucherspeck verwendet.

Brotsuppe mit Cima di Rapa, 4.0

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Gestern musste ich zur Post und entschied mich in das kleine Postamt im Schanzenviertel zu gehen. Ich habe dort lange Jahre gewohnt und ich nahm mir die Zeit, einen Bummel durch die vertrauten Strassen zu machen. Am Ende blieb ich bei „meinem“ türkischen Gemüsehändler stehen und bewunderte die Auslage. Cima di Rapa! Den gibt’s aber selten. Er wurde sofort gekauft und nach Hause gebracht. Nun unternahm ich heute Recherche, wie man ihn denn lecker zubereiten kann. Zuerst stieß ich bei Claudio, dann bei der Wilden Henne und schließlich noch bei Robert auf das Rezept der Stunde. Recherche beendet, die Suppe kommt heute auf den Tisch. Vielen Dank!

Hierbei soll unbedingt altes Brot verwendet werden. Leider hatte ich aber keins, So hab ich mir frisches Weißbrot in grobe Stücke zerpflücken und in Olivenöl erst einmal knusprig gebraten. Aus der Pfanne genommen, und in weiterem Olivenöl Knoblauch, Peperoncini und Thymian zum Zischen gebracht. Den klein geschnittenen Cima di Rapa dazu geben und kurz mit anschwenken. Dann Gemüsebrühe dazu  und 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Anrichten ein bisschen Röstbrot auf einen Suppenteller gegeben, dann die Suppe, dann weitere Brotbrocken. Ich mag es, wenn das Brot nicht komplett durchgeweicht ist, sondern noch hier und da ein bisschen kracht. Parmesanspäne drüber. Das war’s schon. Es war tolltolltoll und meine Premiere mit Cima die Rapa fand ich voll gelungen.

Kokossuppe mit Garnelen

BildIch fror schon den ganzen Tag. Und fieberte dem Mittag entgegen, da ich heute Nacht beschlossen hatte, Kokosnusssuppe zu kochen. Und weil ich heute mal gar keine Lust auf aufwändiges Rumgemache hatte, war das Süppchen auch schnell gezaubert.

Laksapaste, ein paar wenige Chiliröllchen und Zitronengrasstängel in Kokosmilch und Fischfond aufkochen. Mit Salz, Fischsauce und Limettensaft abschmecken. Klein geschnittene Möhren und Frühlingszwiebeln mit hinein geben und bissfest garen lassen. Kurz vorm Servieren rohe Garnelen hinein geben und kurz durchziehen lassen. Alles mit viel frischem Koriander bestreuen. Schon ist mir nicht mehr so kalt!

Steckrübensuppe mit Kardamom und Chili

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Ich bin kein guter Abendbrotesser. So eine warme Kleinigkeit ist mir immer lieber. Und sei es nur eine Suppe. Wie diese hier. Aus einer übrig gebliebenen Steckrübe gezaubert ist sie schön scharf und exotisch.

Steckrübe und Zwiebel anrösten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Frischen (Zitronen-) Thymian und Chili dazu geben und weich kochen. Nach dem Pürieren mit etwas Sahne, Kardamom, etwas Zitronen- und Orangensaft und Salz abschmecken. Ein Geschmack für Fortgeschrittene!

Tomatensuppe mit Garnelen

So eine Suppe ist schon was Feines. Nicht nur, weil schicke Garnelen drin schwimmen, sondern weil sie wunderbar abgeschmeckt ist. Zimt und Zitronengras machen aus so einer simplen Tomatensuppe ein Erlebnis!

Eine halbe Zwiebel kleingeschippelt  und in Olivenöl glasig anbraten. Eine Dose (Kirsch-) tomaten sowie Gemüsebrühe dazu geben und auf kleiner Flamme eine Weile kochen lassen. Pürieren und mit Salz, Pfeffer, Zimt, Chili und etwas Zucker abschmecken.

Garnelen in einer Pfanne 1-2 Minuten braten. Mit Salz und getrocknetem Zitronengras (ich hatte Glück, dass ich beides zusammen in einer Gewürzmühle geschenkt bekommen habe) und geriebener Zitronenschale würzen.  Wie kann ich  ich beschreiben, wie – oh so lecker – das war?! Probiert es aus!

Minestrone mit Salsiccia und Graupen

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Als Kind mochte ich keine Graupensuppe. Nicht so der Rest der Familie. Also gab es sie, ob ich wollte oder nicht. Es ging so weit, dass ich meiner Mutter zum Muttertag einen Gutschein über „10 x Graupensuppeessen ohne Meckern“ schenkte. Sie freute sich sehr. Die Graupensuppe ist nach wie vor ein Standard bei meinen Eltern und mittlerweile freue ich mich, wenn wir zu Besuch sind und irgendwo noch ein Rest rumsteht, den ich verputzen kann.  Ich kann sie leider nicht so gut kochen wie meine Mami, also koch ich hier mal mein eigenes (Graupen-) süppchen:

Grüne Bohnen, Kartoffeln, Zucchini putzen, klein schneiden und in Gemüsebrühe kochen lassen. Aus einer frischen Salsiccia-Wurst habe ich das Brät herausgedrückt, zu kleinen Knüdeln geformt und dazu gegeben. Thymian und Pfeffer ebenfalls. Parallel kochen Graupen in einem anderen Topf. Sind Graupen und Gemüse gar? Dann werden sie zusammengebracht und aufgetischt. Ich hab noch etwas Olivenöl und Parmesan darüber gegeben. Ich habe so viel gemacht, da kann ich drei Tage von essen. Mach ich auch gerne!