Spaghetti mit Pimientos und Feigen

Pimientos-Feigen

Yeay!!! Ich habe gerade URLAUB gebucht! Und zwar für den nächsten Sommer. Ich hatte ja berichtet, das wir armen Nordlichter direkt vom Frühling in den Herbst gesprungen sind. Der Sommer war woanders.

Und da bin ich doch sowas von in Urlaubslaune, dass ich mir das Mittelmeer ganz schnell auf den Teller gezaubert habe. Glücklicherweise waren mir ein paar Pimientos und ne Feige im Kühlschrank behilflich. Es ging so ratzfatz, dass es fast schneller zubereitet als gegessen war:

Spaghetti kochen. Währenddessen die Pimientos anbraten. Eine Mischung von Saft einer halben Zitrone, Olivenöl, 1 EL Lavendelhonig und einigen Chiliflocken sowie Salz dazu geben und kurz einkochen. Eine geachtelte frische Feige für einen ganz kleinen Moment dazu geben und mit den abgetropften Spaghetti vorsichtig vermischen. Mit Serranoschinken und Basilikum, Pfeffer und Salz auf den Teller bringen, (ich: schnell knipsen) und rein mit der Sommersonnenpasta!

Draussen wütet übrigens ein Sturm. 3 Pflanzkübel und ein Stuhl sind umgekippt. Ich guck raus und freu mich auf den Sommer im nächsten Jahr!

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Romanesco mit Orangen Zabaione

Hallo, ich melde mich mal eben zurück. Seit gefühlten 4 Monaten wollte ich eben endlich mal wieder etwas posten (Cima di Rapa-Quitten Cannelloni), da finde ich doch noch dieses unveröffentlichte Rezept. Das will ich euch nicht vorenthalten.

Da ich seit vielen Wochen beruflich total zugezogen bin und auch jetzt eigentlich keine Zeit habe, kommt es unformuliert daher. Einfach so, wie ich es schnell runterschrieb, um nicht zu vergessen, wie ich es gemacht habe. Den Geschmack hab ich jedoch nicht vergessen. Lecker war’s.

Und gleich kommen noch die Cannelloni…..

Romanesco und Safranzabaione

Safran warm Wasser auflösen

mit Eigelb, Orangensaft, Muskat, Salz, frischen Z-Thymian aufschlagen

Gedämpfter Romanesco dazu

Petersilie und Olivenöl drüber

Spaghetti mit Rosa Sauce

Immer wieder mecker ich, dass meine Kinder so schlecht essen. Tun sie auch. Bis auf ihr absolutes Lieblingsessen. Da hauen sie rein wie die Ortsarmen. Sie hatten es bestimmt 4 Tage nicht, also wurde es heute mal wieder allerhöchste Zeit. Das Rezept ist eigentlich keins. Aber es schmeckt zugegebenermaßen tatsächlich leider lecker. Wie man hier sieht …

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Schneller gekocht als verspeist: Tomatenmark mit Sahne verquirlen und mit etwas Wasser aufkochen. Eine Knoblauchzehe reindrücken und Salz, „bloß kein Pfeffer“.

Mama? Warum gibts das nicht immer?

Bin satt. kannich aufstehn?
Bin total satt. Kann ich aufstehn?

Spaghetti mit Garnelen und Meeresspargel

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Der eine Queller ist noch nicht verdaut, da rutscht schon der nächste nach. Und damit es nicht zu langweilig klingt, nenn ich ihn mal anders. Meeresspargel oder Glasschmelz, Salicorne, Perce Pierre, haricot de mer … klingt alles besser als Queller. Aber die deutsche Sprache tendiert ja zu so hässlichen Worten. „Schüttrutsche“, „Straßenkreuzer“, „Achtung“ sind nur Spontaneinfälle von mir. Die Liste reicht von hier bis nach Neudorf-Platendorf.

Gut, dass Queller nicht so unappetitlich schmeckt wie es klingt. Schon gar nicht so, wie ich ihn eben hatte. Was hab ich gemacht? Folgendes:

Kirschtomaten halbieren und mit frischen Knoblauchzehen in Olivenöl bei mittlerer Hitze angehen lassen. Die Tomaten karamellisieren dann ein bisschen, das ist toll. Wenn der Knoblauch schön weich ist, Zwiebelringe und Rosmarin dazu geben und weiter schmoren. Mit Weißwein ablöschen. Zum Schluss die Garnelen und den Queller dazu und nochmal ganz kurz richtig brodeln lassen. Man kann die Garnelen natürlich auch nebenbei braten und später drauflegen, aber so haben sie noch Saft abgegeben, was der Sauce und mir gefiel. Mit Pfeffer, Zitronensaft und einer Spur Vanillezucker würzen (wenn salzen, dann vorsichtig, denn der Queller ist ja an sich schon salzig). Die Spaghetti unterheben und schön langsam genießen.

Spaghetti Gorgonzola mit Langpfeffer-Birnen

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Mein Mann hat Schluckbeschwerden. Irgendwas Unschönes ist mit seinem Zäpfchen los und feste oder knusprige Nahrung quält sich nur unter Schmerzen daran vorbei. Also wird dem geschundenen Körper und dem vermaledeiten Gaumenlappen ein geschmeidiges, weiches, gut schluckbares Essen bereitet.

Einfacher geht’s nicht: Birnen würfeln und mit Zitronensaft und gestoßenem Langpfeffer marinieren. Ich mag diesen Pfeffer sehr gerne, er hat etwa die gleiche Schärfe wie normaler schwarzer Pfeffer, hat aber eine süßliche und säuerliche Note. Die ganze Küche duftet, wenn man in frisch mörsert!

Gorgonzola in Sahne schmelzen lassen, etwas Zitronensaft, Pfeffer, Zitronenabrieb, Salz dazu. Dann gewaschenen und gezupften Spinat in die Sauce und zusammenfallen lassen. Abschmecken und mit gekochten Spaghetti mischen. Dann die Birnen ganz kurz in Butter schwenken und auf dem Teller über die Pasta geben.

Nicht nur, dass der Langpfeffer ganz toll duftet und schmeckt, er soll auch ein als Heilmittel verwendet werden und wird, soweit ich weiß, in der Ayurvedischen Küche häufig benutzt. Ob er nun bei ollem Zäpfchen hilft, ist allerdings nicht verbürgt.

Schwarze Reisnudeln mit Garnelen, Ingwersabayon und Korianderpesto

SAMSUNGIch wollte Tintenfisch machen und bekam keinen. Stattdessen kaufte ich am Marktstand nebenan aus Frust ein Büschel Koriander. Kann man ja immer gebrauchen. Ich hatte eine vages Bild von köstlich aussehender Pasta von lebonheurgouteux im Kopf, sowas in der Art wollte ich machen. Eigentlich sollte ich in der letzten Woche vor Weihnachten kochtechnisch mal die Bälle flacher halten, aber es gelingt mir irgendwie nicht. Vor drei Tagen fand ich im Adventskalender, den mein Mann mir gebastelt hat, einen schicken neuen Schneebesen, der eingeweiht werden wollte.

Schwarze Reisnudeln und eingefrorene Garnelen waren noch im Hause. Jetzt fehlte nur noch Ingwer. Den hatte ich vergessen zu besorgen und startete eine Umfrage in der Nachbarschaft. Biete Mittagessen gegen Ingwer gegen. Nach 3 Minuten kam die erste SMS – „Ich bin grade einkaufen, kann dir was mitbringen“. So kam meine liebe Nachbarin mit Ingwer und genügend Zeit zu gemeinsamen kochen und quatschen.

Bevor sie kam machte ich das Korianderpesto: Ein Büschel Koriander mit einer handvoll gerösteter ungesalzener Erdnüsse, grüner Chili, 1 Knoblauchzehe, Limettensaft und neutralem Öl pürieren. Ein wenig Salz und ein Tröpfchen Sesamöl dazu, fertig.

Für die Sabayon habe ich eine Schalotte mit Ingwer und den Schalen der Garnelen, sowie Schubecks „Karibisches Scampi- und Fischgewürz“ in etwas Butter angehen lassen. Mit Fischfond abgelöscht und ziemlich einreduziert. Durch ein feines Sieb gegeben um den Sud zu erhalten. Den habe ich mit zwei Eigelb im Wasserbad schaumig aufgeschlagen. Etwas Salz dazu, auch fertig. Auf den verbliebenen Herdplatten wurden einerseits die Reisnudeln gekocht, andererseits die Garnelen gebraten und am Ende alles zu Teller gebracht. War ich froh das ich nicht alleine war und das feine Essen teilen konnte!

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Spaghetti mit Feldsalatpesto

Einer meiner Superschnell-Superlecker Lieblinge! Kommt alle paar Wochen auf den Tisch, weil ich nach diesem nussig-frischen Pesto praktisch süchtig bin. Bei der Vermischung fällt das Verhältnis Pesto zu Nudel immer zugunsten der Sauce aus. Viel ist viel lecker und der Rest wird mit Brot aufgeditscht.

Feldsalat waschen, putzen, schleudern. Zusammen mit einer handvoll Walnüssen, einer Knoblauchzehe, Abrieb einer Zitrone, Olivenöl, Arganöl oder Walnussöl, einem Spritzer Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Parmesankäse und eventuell etwas Wasser mit dem Pürierstab zu Pesto zerkleinern. Mit den Spaghetti mischen. Ach, wie schön! Mein Bauch ist glücklich! Und ich auch.