Sellerie-Ingwerpüree mit Chilifisch

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Aaaah! Was war das denn eben? Eine wunderbar zarte, mildwürzige Beilage, die den Namen „Beilage“ nicht verdient. Das Püree war eher so eine Art Hauptlage, wenn ihr versteht, was ich meine. Sowas von lecker und überhaupt nicht selleriig. Es hat den Fisch in den Schatten gestellt. Ich fand mich verzückt auf den Teller starrend und das nicht aufgrund meiner gediegenen Deko.

1/4 Sellerieknolle mit einer Kartoffel, einem halbdaumengroßen Stück Ingwer und einem halben TL gemahlenem Koriander in etwas Wasser weich kochen. Abgießen, abdampfen und mit 2 EL Kokosmilch (da ist doch immer ein bisschen Dickes in der Dose, das habe ich genommen) fein pürieren. Mit Salz abschmecken und lächeln. Den Fisch habe ich mit Limette und Chiliflocken gewürzt und dazu gebraten. Zuckerschoten sorgten für frische Farbe.

Sellerieflan mit gebratener Kaki und Ziegenkäse

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Beim Hin- und Herschreiben mit Claudia von le bonheur gouteux kamen wir drauf, Knollensellerie mit Kaki zu kombinieren. Einfach nur so, weil wir beide beides zufällig grade im Hause hatten. Das ist doch ein Mini Blogevent wert.

Ich habe mich das erste Mal an Flan gemacht. Oho, so zart, so fein, so simpel!

Gestückelten Knollensellerie (so’ne knappe halbe Knolle) in Salzwasser weich kochen, abgießen, pürieren und durch ein feines Sieb streichen (wenn man will). 2 Eigelb und ein Schlückchen Sahne reinrühren, etwas Salz, Pfeffer und Zitronenschale hinein reiben. In gefettete Timbale- oder Muffinformen füllen und im Ofen bei 160 Grad im Wasserbad (80 Grad warmes Wasser) etwa 35 Minuten stocken lassen.

Kurz vor Schluss hab ich einfach zuerst die Kaki, dann die mit Mohn panierten Ziegenkäserollen gebraten. Als Clou hab ich noch ein wenig Granatapfelsirup drumrum geträufelt.

Es war feinifein! Wir haben es sehr genüsslich gegessen, auch mein Mann. Der hat aber darauf aufmerksam gemacht, dass er doch auch gerne mal Hausmacherkost essen würde. Sonntag gibts Schnitzel. Versprochen.

 

Zwiebel-Apfel-Vanille-Confit mit Sellerieschnitzel

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Eigentlich wollte ich „Sellerieschnitzel mit Zwiebel-Apfel-Vanille-Confit“ vorstellen, aber da die Beilage so köstlich war, muss ich sie einfach zuerst nennen. Das Zeug hat das Zeug zu einem ganz großen Liebling von mir zu werden, da ich es mir zu praktisch allem vorstellen kann. Ob zu Käse, Fleisch, Kartoffeln oder wie hier zu Sellerie. Es ist eine absolute Allzweckwaffe!

Also: Drei Zwiebeln klein schnippeln und mit Butter und Zucker in einem Topf anschwitzen. Dann frischen Rosmarin, Salbei und Thymian dazu geben, mit Rotwein und etwas Balsamico ablöschen. Eine Vanilleschote auskratzen und mitköcheln lassen, Flüssigkeit vollkommen reduzieren. Kurz vor Ende einen halben säuerlichen Apfel in kleine Würfel schneiden und einmal richtig erhitzen. Salzen, Pfeffern, und sich zwingen, nicht alles vorher schon aufzuessen.

Für die Sellerieschnitzel das Gemüse in Scheiben schneiden, in Salzwasser blanchieren und auf Küchenkrepp abdampfen lassen. Salzen, Pfeffern und erst in Ei, dann in Parmesan und wenn es zu matschig ist, in ein paar Semmelbröseln panieren. In einer nicht zu heißen Pfanne ausbraten.

Ich dachte, den Rest gibt es heute Abend zum Käse, aber das wird leider nichts …

Dorsch mit Selleriepüree und Kaffeeöl

BildIch gebe zu, ich bin ein Abgucker. Beim Wühlen in anderen Blogs habe ich bei Robert und Sybille dieses merkwürdige, aber sehr spannende Kaffeeöl gefunden, und da es in der Herstellung sehr einfach ist, hab ich es kurzerhand mal gemacht:

1 Tl Espressopulver in etwa 100ml Olivenöl erwärmen und abkühlen lassen. Das war es schon. Jetzt geht es beim gedanklichen Durchschmecken ans Eingemachte. Was passt dazu? Ich fand Rezepte mit Kaffeeöl und Fisch. Aha, dachte ich mir, das ist ein Versuch wert. Ich hüpfte schnell zum Markt und erstand ein wunderschönes Stück Dorsch, hüpfte zurück und los gings.

Für das Selleriepüree hab ich einen halben Sellerie und 3 mehlig kochende Kartoffeln gedämpft, mit Salz, Muskat und Creme Fraiche und etwas Milch püriert.

Den Dorsch hab ich in Butter leise glasig gedünstet. Kurz vor dem Ende noch etwas Zitronensaft angegossen um die Butter ein bisschen zu bräunen. Das Püree auf den Teller, den Fisch nebendran und dann ein Löffelchen oder zwei von dem Kaffeeöl drüber träufeln. Oh là là! Ich brauchte einige Momente, um das Probierte zu kapieren. Toll! Unbeschreiblich, irgendwie nussig ….  Ich dröppel das jetzt überall drauf. Es ist so spannend, was die Geschmacksknospen da zusammenzaubern!

Überbackener Bleichsellerie

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Am Wochenende hab ich Fisch gekocht. Das Rezept verlangte nach einer Stange Bleichsellerie. Da man diese Gemüse ja nur im Ganzen kaufen kann, saß ich heute da mit 14 weiteren Stangen, nicht wissend, was man damit machen könnte. Nur so knuspern fand ich aufgrund trüben Regenwetters nicht herz- und körpererwärmend genug. Auflauf ist in so einer Situation immer eine gute Wahl, und so kam es zu diesem wirklich delikaten Essen:

Bleichsellerie putzen und in kleine Stückchen schneiden. Ebenso Kartoffeln und Porree. Das Gemüse in einem Topf anbraten, mit etwas Sahne (oder ohne), Orangensaft, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer so lange kochen, bis die Flüssigkeit reduziert ist und das Gemüse gar. In einer Schale ein Ei mit körnigem Frischkäse verrühren, ordentlich würzen und unter das Gemüse heben. Dann das Ganze in eine Auflaufform und in den Ofen und warten, bis es lecker blubbert und fertig aussieht. Wer mag, drapiert noch Tomatenstückchen darauf. Sieht zumindest besser aus.