Spargel-Mousse mit Räucherforellensalat

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Meine Omi hat immer „Sparjel“ gesagt. (mit einem spitzem „Sp..“) Das mochte ich sehr. Meine Omi mochte ich natürlich auch sehr. Und immer wenn ich an Spargel denke, denke ich an Sparjel und an meine Omi. In diesen Tagen besonders oft und besonders gerne. Denn ich könnte täglich Spargel essen und bemühe mich auch, es zu tun. Gestern Abend gab es ein wahres Spargelfest: mit Kratzete und Hollandaise. Für vorweg hatte ich ihn anders zubereitet, nämlich als zart schmelzende Mousse:

Dazu habe ich 300g weißen Spargel gekocht und püriert.

150g Ricotta mit etwas Joghurt und dem Mark einer halben Vanilleschote, Salz, Limettensaft, einer Prise Cayennepfeffer und Pfeffer verrührt.

Das abgekühlte Spargelpüree dazu, sowie 300ml geschlagene Sahne.

4,5 Blatt Gelatine aufgelöst und darunter gerührt. In eine Form (ich hatte eine kleine Springform) geben und mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Für den Salat habe ich geräucherte Räucherforelle mit Gurke, Birne, Frühlingszwiebel, Zitronensaft und neutralem Öl vermischt und mit Salz/Pfeffer abgeschmeckt. Etwas Kresse dazu.

Ach Omi, das hättest du auch gerne gegessen, auch wenn du vielleicht „Sparjelpudding“ dazu gesagt hättest.

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Das Innere von Sommerrollen im Reisblattkörbchen

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Man ahnt beim Titel dieses Gerichts schon, dass da irgendwas nicht geklappt hat. Ich hatte mich so drauf gefreut: meine ersten selbst gemachten Sommerrollen. Beim Einschlafen gestern malte ich es mir so schön aus: Schwarze Reisnudeln und buntes Gemüse in Reisblätter gewickelt, in die schwarzer Sesam eingelassen war. Im Geiste rollte ich, dippte und biss ich diese kleinen Köstlichkeiten, bis mich die Realität einholte.

Dabei war alles gut:

Karotten und Gurken durch die V-Reibe gestemmt, mit Fischsauce, Limettensaft und Sesamöl gewürzt.

Reisnudeln gekocht.

Garnelen ausgelöst, klein geschnitten, mit Ingwer und Knoblauch angebraten, abkühlen lassen.

Grünen Salat, Koriander und Minze zerkleinert und mit allen vorherigen Zutaten gemischt.

Dip aus Reisessig, Reiswein, Zucker, Chili und Limettensaft gekocht.

Reisblatt mit Wasser benetzt und auf ein Küchentuch gelegt. ……….. und gewartet, dass es weich wird …… wurde nicht weich….. war wie Autoreifen …… völlig uneinrollbar.

Panik machte sich breit.

Irgendjemand im Internet behauptete, in der Mikrowelle würde es nach einer Minute knusprig. Und tatsächlich, es klappte. Puh. Schnell wurde umdisponiert und die Sommerrollenfüllung nannte sich jetzt Sommersalat der Dip wurde zum Dressing und die Rollenhülle zum Teller. Geht doch!?

Sobanudeln mit Sesamspinat

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Sehr ihr ihn, den dicken schwarzen Schatten unter dem Teller? Leute! Die Sonne scheint! aahhhhrrrrgggg! Und nicht nur das, es ist auch total warm! Letzte Woche bin ich noch durch den Schnee gestiefelt und nun das! Ich hab vorhin Blumen gekauft und gleich leg ich mich für ein Momentchen in den Liegestuhl und grunze vor Freude. Was haben wir uns das aber auch verdient! Weg mit dem ganzen Winterkram und -speck! Her mit dem ganzen Grün, aber zackig!

Los geht es mit diesem Sommersalat. Zuerst hab ich Sobanudeln gekocht und kalt abgespült. Dann ein Dressing aus Sojasauce, Zucker, Salz, Mirin gemischt. Sesamsaat angeröstet und dazugegeben. Frischen Spinat eine Minute blanchiert, eiskalt abgeschreckt, ausgedrückt und klein geschnitten. Sauce, Nudeln und Spinat mit gehackten Frühlingszwiebeln und Zuckerschoten vermischt zum Essen draußen eine Sonnenbrille aufgesetzt.

Linsen mit Paprika und Büffelmozzarella

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An manchen Tagen passt nichts, an manchen alles. Was hilft es, wenn dein Gehirn sagt: „Iß Sellerie!“, dein Körper aber nach einem Schweinebraten schreit? Nicht, dass mein Körper heute „Linsen!“ brüllte, aber ich habe heute vielleicht rein intuitiv alles richtig gemacht, denn mir hat es hier, heute, gerade eben so ausgezeichnet geschmeckt, so dass ich, jedenfalls zumindest kurzzeitig, rundum zufrieden bin.

Es gab mal wieder einiges zu verbrauchen: die Linsen waren bereits abgelaufen und die Paprika schon schrumpelig. Gestern Abend hab ich die Paprika geviertelt, mit der Innenseite nach unten auf einen geölten Teller geben und die Haut unterm Grill verkokeln lassen. Wenn man die Paprika dann rausnimmt und ein feuchtes Küchenkrepp drüber legt, lässt sich die Haut prima abziehen.

Heute hab ich die (Puy-) Linsen in Wasser mit einem Lorbeerblatt gekocht. Als sie gar waren, wurden sie abgegossen und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Aceto Balsamico, Granatapfelsirup und der Gewürzmischung Za’atar (hab ich heute aus Thymian, Sumach, Oregano, Majoran und gerösteten Sesamkörnern gemischt) gewürzt.

Die Paprika von gestern hab ich in Streifen geschnitten. Die kamen dann mit roten Zwiebeln und Olivenöl in eine Pfanne. Salzen, pfeffern. Linsen und Paprika und ein ganzer Büffelmozzarella kamen auf den Teller. Dort wurde noch Olivenöl, Petersilie und Pfeffer drüber gegeben. Dazu hatte ich Brot, mehr brauchte ich nicht zum Glücklichsein. Ich habe mich selbst vor Freude glucksen hören.

Bei mir waren Linsen und Paprika noch warm, aber als Salat ist das auch sicherlich denkbar.

Salatsuppe

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Morgen geht es in Heimat und heute werden Reste abgearbeitet. Ich wollte dringend mal Salatsuppe machen, insofern kamen mir die beiden kleinen übrig gebliebenen Romanasalatköpfe wie gerufen. Es gibt da rumänische und Italienische Varianten dieser Suppe, ich hab mal sowas dazwischen versucht und damit genau meinen persönlichen Geschmack getroffen. Es war mal wieder einer dieser Suppen, die man beim Löffeln verblüfft anschaut und fragt „warum schmeckst du eigentlich so gut?“

So gehts: im Topf aus etwas Mehl und Butter eine Mehlschwitze rühren. Mit kräftiger Rinds- oder Gemüsebrühe ablöschen. Ein Schlückchen Weißwein dazu, eine gepresste Knoblauchzehe und den geschnittenen Salat hinein geben. Köcheln lassen. Wenn der Salatbiss genehm ist, den Topf von der Platte ziehen und die Suppe mit einem Eigelb vorsichtig legieren. Geriebenen Parmesan ebenfalls einrühren. Als Topping habe ich knusprig gebratenen Räucherspeck verwendet.

Currymatjes mit Cranberries

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Ich war gestern aus. Erst lecker essen, dann lecker trinken. Heute war daraufhin Matjes fällig. Unter anderem um den Salzhaushalt wieder auszugleichen und schon mal vorzutesten, was man am 1.1. zur Rekonvaleszenz reichen kann. Und weil ich heute Abend eigentlich wieder komplett hergestellt war, hab ich den Fisch ein bisschen lecker abgeschmeckt, anstatt ihn einfach nur aufs Brot zu legen.

Matjes abspülen und in Würfelchen schneiden. Ebenso einen kleinen Apfel. Madrascurrypulver, Joghurt, Schmand, Mango Chutney und klein geschnittene Cranberries zu den Würfeln geben und eine halbe Stunde durchziehen lassen. Dazu gab es Kartoffeln, ebenfalls gewürfelt, roh zu Bratkaröffelchen gebraten.

Spaghetti mit Feldsalatpesto

Einer meiner Superschnell-Superlecker Lieblinge! Kommt alle paar Wochen auf den Tisch, weil ich nach diesem nussig-frischen Pesto praktisch süchtig bin. Bei der Vermischung fällt das Verhältnis Pesto zu Nudel immer zugunsten der Sauce aus. Viel ist viel lecker und der Rest wird mit Brot aufgeditscht.

Feldsalat waschen, putzen, schleudern. Zusammen mit einer handvoll Walnüssen, einer Knoblauchzehe, Abrieb einer Zitrone, Olivenöl, Arganöl oder Walnussöl, einem Spritzer Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Parmesankäse und eventuell etwas Wasser mit dem Pürierstab zu Pesto zerkleinern. Mit den Spaghetti mischen. Ach, wie schön! Mein Bauch ist glücklich! Und ich auch.

Radicchiostrudel

Am Wochenende war bei meinen Eltern (Magen)-Verwöhnprogramm: Am Freitag durfte ich an einem Degustationsmenu in einem Sterne-Restaurant teilnehmen. 5 Gänge zum Niederknien mit Weinen zum Dahinschmelzen. Am Samstag dann Grünkohl mit Pinkel und Kassler, am Sonntag Tafelspitz mit Apfel-Kren, ein Spezialrezept meines Vaters. Schwelgen ohne Ende.

Heute wollte ich mal wieder fleischlos essen und kam auf folgendes Rezept: Radicchio klein schneiden, Zwiebel würfeln und in Olivenöl mit einer durchgepressten Knoblauchzehe anbraten. Etwas Honig unterrühren. Salzen und Pfeffern. Drei Filoteigblätter mit Olivenöl bestrechen und übereinander schichten. Radicchio darauf verteilen, ebenso einige durchgeschnittene kernlose Weintrauben sowie Ziegenfrischkäse. Das Ganze dann einrollen, nochmal mit Olivenöl bestreichen und im Ofen goldbraun backen. Das Verwöhnprogramm ging hiermit also fröhlich weiter!

Tomatensalat mit Datteln und ein Dankeschön

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Ich habe mich heute so gefreut! Vor dem Kindergarten, (die Jungs rannten schonmal vor, ich schlurfte hinterher) bekam ich von einer lieben Freundin und Kindergartenmama ein hübsches Gläschen mit frischem Pesto in die Hand gedrückt. „Haben wir gestern gemacht, is lecker.“ Ich war ganz baff und voll gerührt. Schwupp, war sie schon weg und ich hocherfreut. Prima, mittag ist geritzt, dachte ich mir und freute mich schon ein bisschen vor.

Ich hätte also heute nichts zu posten gehabt, wäre da nicht dieser Tomatensalat, den ich gestern schon für Freunde machte und heute einfach toll zu den Spaghetti mit Pesto passt.

Dressing herstellen aus: Olivenöl, Weißweinessig, Orangensaft, Senf, Frühlingszwiebeln, Salz+Pfeffer. Getrocknete Datteln kleinschneiden und mitsamt dem Dressing und ein paar gerösteten Pinienkernen über die Tomaten geben. Die Nudeln mit dem tollen Pesto und der Tomatensalat schmeckten herrlich. Vielen lieben Dank! Ich revanchiere mich ganz bald!

Melonen-Gurken Salat mit Fisch

Es ist ja Sommer, also soll er auch so schmecken.

Salatdressing herstellen aus:

Ingwer

Chilischote

Limettensaft

braunem Zucker (oder Honig)

neutralem Öl

frischer Minze (oder Koriander)

roter Zwiebel.

Von der Gurke das schlabberige Innere entfernen, den Rest in Würfel schneiden. Die Wassermelone ebenfalls würfeln. Alles vorsichtig vermengen. Dazu ein Stückchen Fisch braten. Wer besonders hungrig ist, bekommt noch Reis gereicht.