Salzzitronen-Gnocchi mit brauner Salbeibutter

Zitronengnocchi-Salbei

Ich bin gerade total verrückt nach eingelegten Zitronen. Ich habe ein Glas geschenkt bekommen, werde sie aber bald selber einlegen. Hier werden sie mit in den Gnocchiteig eingearbeitet, was beim Draufbeißen ein echtes Oho-Erlebnis hinterläßt. „Salzzitronen-Gnocchi mit brauner Salbeibutter“ weiterlesen

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Spaghetti mit Pimientos und Feigen

Pimientos-Feigen

Yeay!!! Ich habe gerade URLAUB gebucht! Und zwar für den nächsten Sommer. Ich hatte ja berichtet, das wir armen Nordlichter direkt vom Frühling in den Herbst gesprungen sind. Der Sommer war woanders.

Und da bin ich doch sowas von in Urlaubslaune, dass ich mir das Mittelmeer ganz schnell auf den Teller gezaubert habe. Glücklicherweise waren mir ein paar Pimientos und ne Feige im Kühlschrank behilflich. Es ging so ratzfatz, dass es fast schneller zubereitet als gegessen war:

Spaghetti kochen. Währenddessen die Pimientos anbraten. Eine Mischung von Saft einer halben Zitrone, Olivenöl, 1 EL Lavendelhonig und einigen Chiliflocken sowie Salz dazu geben und kurz einkochen. Eine geachtelte frische Feige für einen ganz kleinen Moment dazu geben und mit den abgetropften Spaghetti vorsichtig vermischen. Mit Serranoschinken und Basilikum, Pfeffer und Salz auf den Teller bringen, (ich: schnell knipsen) und rein mit der Sommersonnenpasta!

Draussen wütet übrigens ein Sturm. 3 Pflanzkübel und ein Stuhl sind umgekippt. Ich guck raus und freu mich auf den Sommer im nächsten Jahr!

Offene Pilzlasagne

BildIch bin in letzter Zeit mittags irgendwie schlapp. Ohne ein winziges Schläfchen geht es zuweilen gar nicht. Aber so ganz hängen lassen ist ja auch blöde. Also gab ich  mir einen Ruck und dachte, Nudelnselbermachen würde mich über den toten Punkt hieven. Und während ich so den Teig knetete merkte ich, dass ich keine Lust auf Nudelmaschinenmotorumgebaue habe. Denn nach jeder Nudelplatte muss ich den Motor rausoperieren und ihn in ein anders Loch friemeln um ihn dann sogleich wieder umzubauen. Ich Faule! Aber da fiel mir die Lösung ein: einfach nur eine Platte durchziehen und die Mononudel schick als offene Lasagne verkaufen. Schon war ich wieder guter Dinge.

Zuerst bereitete ich die Pilze und die Sauce zu.

Pilze: Geschnittene Austernpilze und eingeweichte Herbsttrompeten mit einer klein gemachter Schalotte und Knoblauch anbraten. Rosmarin dazu geben und mit dem Pilzeinweichwasser ablöschen. Würzen.

Sauce: Weißwein mit Thymian reduzieren lassen, mit Kalbsfond (oder Gemüsefond) auffüllen, wieder reduzieren, Creme double und ein Spritzer Cognac dazu und ggf mit etwas Mehlbutter abbinden. Mit Salz, Pfeffer, Cayenne würzen.

Die Nudelplatte vorsichtig  2 Minuten in kochendem Wasser garen, herausnehmen und mit Olivenöl versehen um ein die Wirkung von Kohäsion und/oder Adhäsion zu vermeiden. Dann die Platte auf einem Teller langlegen, die Pilze portionsweise einschlagen und mit Sauce umspülen. Noch ein paar frische Kräuter drauf. Das hat mich so erschöpft, dass ich mich auch langlegte, und mich in eine Decke schlug. Inspirierend, so eine Lasagne.

Kochbananen-Gnocchi mit Mohnpesto und Berberitzen

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Hallo, hier bin ich auch mal wieder. Ich wünsche euch allen ein feines und leckeres Neues Jahr! Ich habe mir vorgenommen, wieder regelmässiger zu posten. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich mittags wieder mampfenderweise vorm Rechner sitze und noch nicht einmal sehe, was ich esse. Damit muss wieder Schluss sein und was Anständiges auf die Gabel kommen. Heute habe ich damit mal angefangen. „Kochbanane“ fiel mir neulich mitten in der Nacht ein und ich schreckte hoch. Kochbanane hab ich noch nie gegessen und demnach noch nie zubereitet. Aber das sollte sich heute ändern. In einer weiteren schlaflosen Nacht fielen mir Gnocchi aus Kochbananen ein und gestern vorm Einschlummern grübelte ich über den Rest des Rezepts nach.

So habe ich es dann gemacht: eine Kochbanane schälen und mit einer Kartoffel weich dämpfen. Die Banane braucht einen Tacken länger, also kann sie früher in den Dampf. Durch eine Kartoffelpresse drücken und einem halben Ei, etwas Salz sowie einem ordentlichen EL Mehl verkneten. Zu Kugeln kugeln und mit der Gabel drüberrollen  um die typische Form zu erhalten.

Für das Pesto habe ich Mandeln und Haselnüsse blanchiert und enthäutet. Dann trocken mit Mohn und Sesam in einer Pfanne angeröstet. In einem Zerkleinerer den Pfanneninhalt mit Olivenöl, Pistazienöl, , 1TL Honig, Chilischote und Salz pestoisieren.

Berbertzen in Butter anschwenken und die Gnocchi dazugeben und nochmal erhitzen. Geschmacklich war das wow! Die milden, aber nicht kartoffeligen Gnocchi mit dem nussig-scharf-süßem Pesto und den herb-sauren Butterberberitzen. Viele Geschmäcker, mannomann! Aber zusammen echt ne Wucht. Zumindest für mich. Und es wurde natürlich nicht vorm Rechner, sondern gesittet am Tisch im Esszimmer gegessen.

Cima-Quitten-Cannelloni

cannelloni Cima di rapa Quitte

Nachbarn sind schon was Feines! Und noch dazu welche, die einen Kleingarten haben. Veronika und Familie hat einen Garten und einen Quittenbaum. Und nun habe ich einen Haufen dieser herrlichen Früchte rumliegen, der die ganze Wohnung parfümiert. Ich bin jetzt nicht so die Expertin, werde aber gerade zu einer ausgesprochenen Liebhaberin dieser eigenartigen Frucht. Und so wird alles erdenkliche ausprobiert, z.B. dieses hier: Neulich beim Gemüsemann sah ich mal wieder Cima di Rapa und griff intuitiv zu. Ich erinnere mich, im letzen Jahr gab es einen wahren Hype um dieses Gemüse – „wo gibts den denn?“, „ich finde keinen“,“will auch“, „habe nur ollen gefunden“ waren die verzweifelten Kommentare im Bloggerorbit.

Juht. Ich hab ihn mit den Quitten kombiniert und fand es eine absolut perfekte Mischung … das süßsauer-herbe von der Quitte mit dem Bitteren des Stängelkohls. Ich freute mich total über den Geschmack aber vor allem auch, ENDLICH mal wieder was Anständiges mitttags auf den Tisch gebracht zu haben.

Eine kleine handvoll grob zerkleinerter Haselnüsse anrösten, beiseite stellen. 1/2 kein geschnittene Zwiebel in Butter angehen lassen. Eine fein gewürfelte ungeschälte Quitte dazu geben, nach 5 Minuten den zerkleinerten Cima di Rapa sowie eine halbe oder so (je nach Schärfe) Chilischote. Mit den Nüssen zusammenbringen, abschmecken und fertige Cannellonihülsen befüllsen. Dann Sahne mit Weißwein aufkochen, geriebenen Parmesan dazu, würzen und über die Rollen schütten. Im Ofen garen lassen. Leckest.

Als nächstes gibts Quittenbrot, Quittenlikör, Quittegeöns. Ich freu mich schon!

Brennesselnudeln mit Speck und Garnelen

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Spitze. Es regnet seit geschlagenen 2 Tagen ohne Pause und ich bin mit den Nerven am Ende. Nach dem Winter haben wir das definitiv nicht verdient. Übers Wetter meckern ist sowas von gähn, aber ich werde echt irre. Vorhin habe ich meine Wollpuschen angezogen. Das nur dazu.

Ich brauche was Wärmendes, Feistes, Belohnendes. Speck statt Salätchen. Fett statt Vinaigrette. Und wenn ich morgen 80 Kilo mehr wiegen würde, wäre mir das egal.

Mit Wut und Hunger im Bauch briet ich in Olivenöl klein geschnittenen Bacon an. Dazu kam Chili und Knoblauch. Später die Garnelen und Frühlingszwiebeln. Zuletzt das Olivenkraut, dass seinen Namen wirklich verdient hat.

Die Nudeln hab ich gestern schon hergestellt. 1 Ei mit 100g Mehl und etwas Hartweizengries, sowie blanchierten und pürierten Brennesselblättern verkneten. Da die Blätter etwas Feuchtigkeit mitbrachten, hab ich noch das eine oder andere Bisschen Mehl dazu genommen. Ruhen lassen, durch die Nudelmaschine orgeln. Die gekochten Nudeln mit in die Pfanne geben und alles mit Pfeffer, geriebenem Parmesan und fettglänzendem Kinn verputzen.

Pastasotto mit Spargel und Berberitzen

Fregola pastasotto Spargel

Gestern bummelte ich so durch meine Lieblingsblogs und blieb bei Magentratzerl hängen. Es lächelte mir dort so ein saftiges, grünes Risotto entgegen. Mein Mittagsplan für heute stand. Grüner Spargel wurde besorgt, alles andere wähnte ich in der Vorratskammer. Ich wühlte mich durch verklippse Tüten und Päckchen. Zwischendurch fand ich ein Rolle Smarties, von denen sofort einige in meinen Mund kollerten. Nur – kein Risottoreis. Aber – Fregola Sarda! Och, die gehen doch auch. Außerdem fand ich ein Büdelchen Berberitzen.  Also wurde umdisponiert und es wurde aus einem grünen Risotto ein herzhaftes Pastasotto, das mich voll und ganz glücklich machte.

Eine Schalotte ganz klein schneiden. Mit getrockeneten Fregola in Olivenöl angehen lassen. Mit Noilly Prat ablöschen und (Rinder-)bouillon angießen. Auf mittlerer Flamme kochen lassen und immer wieder etwas Flüssigkeit nachkippen, wenn die Nudeln drohen, auf dem Trockenen zu liegen. Parallel grüne Spargelstückchen und Berberitzen in Butter knackig garen. Salzen, Pfeffern. Wenn die Nudeln fertig sind und die Flüssigkeit soweit verdampft ist, etwas Parmesan sowie Spargel-Berberitzengemisch unterheben. Die säuerlichen Beeren machen das ansonst herzhafte Gericht schön frisch frühlingsfreundlich. Vielen Dank, liebe Susanne, für deine tolle Inspiration!

Spaghetti mit Garnelen und Meeresspargel

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Der eine Queller ist noch nicht verdaut, da rutscht schon der nächste nach. Und damit es nicht zu langweilig klingt, nenn ich ihn mal anders. Meeresspargel oder Glasschmelz, Salicorne, Perce Pierre, haricot de mer … klingt alles besser als Queller. Aber die deutsche Sprache tendiert ja zu so hässlichen Worten. „Schüttrutsche“, „Straßenkreuzer“, „Achtung“ sind nur Spontaneinfälle von mir. Die Liste reicht von hier bis nach Neudorf-Platendorf.

Gut, dass Queller nicht so unappetitlich schmeckt wie es klingt. Schon gar nicht so, wie ich ihn eben hatte. Was hab ich gemacht? Folgendes:

Kirschtomaten halbieren und mit frischen Knoblauchzehen in Olivenöl bei mittlerer Hitze angehen lassen. Die Tomaten karamellisieren dann ein bisschen, das ist toll. Wenn der Knoblauch schön weich ist, Zwiebelringe und Rosmarin dazu geben und weiter schmoren. Mit Weißwein ablöschen. Zum Schluss die Garnelen und den Queller dazu und nochmal ganz kurz richtig brodeln lassen. Man kann die Garnelen natürlich auch nebenbei braten und später drauflegen, aber so haben sie noch Saft abgegeben, was der Sauce und mir gefiel. Mit Pfeffer, Zitronensaft und einer Spur Vanillezucker würzen (wenn salzen, dann vorsichtig, denn der Queller ist ja an sich schon salzig). Die Spaghetti unterheben und schön langsam genießen.

Sobanudeln mit Sesamspinat

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Sehr ihr ihn, den dicken schwarzen Schatten unter dem Teller? Leute! Die Sonne scheint! aahhhhrrrrgggg! Und nicht nur das, es ist auch total warm! Letzte Woche bin ich noch durch den Schnee gestiefelt und nun das! Ich hab vorhin Blumen gekauft und gleich leg ich mich für ein Momentchen in den Liegestuhl und grunze vor Freude. Was haben wir uns das aber auch verdient! Weg mit dem ganzen Winterkram und -speck! Her mit dem ganzen Grün, aber zackig!

Los geht es mit diesem Sommersalat. Zuerst hab ich Sobanudeln gekocht und kalt abgespült. Dann ein Dressing aus Sojasauce, Zucker, Salz, Mirin gemischt. Sesamsaat angeröstet und dazugegeben. Frischen Spinat eine Minute blanchiert, eiskalt abgeschreckt, ausgedrückt und klein geschnitten. Sauce, Nudeln und Spinat mit gehackten Frühlingszwiebeln und Zuckerschoten vermischt zum Essen draußen eine Sonnenbrille aufgesetzt.

Tagliatelle mit Bacon Bits

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Heute Mittag bekam ich schon wieder Besuch. Ach wie schön. Schon das dritte Mal in dieser Woche. (ich glaube, ich sollte ein Pop Up Lunch Restaurant eröffnen). Meine schwangere Freundin Claudia kam vorbei und es gelüstete ihr nach Fleisch. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es keinen Sinn macht, Menschen in diesem Zustand zu widersprechen, also plante ich gleich die doppelt gemoppelte Packung: Steak und Speck. Für Karnivoren immer erste Sahne. Der Clou und der für mich heimliche Star dieser Mahlzeit waren die selbst gemachten Bacon Bits, die es in den USA aus Knuspergedöns und Fleischaroma hergestellt, auch fertig gibt.

Dafür hab ich einfach eine Packung Frühstücksspeck bis zur totalen Knusperness ausbraten lassen. Auf Küchenkrepp abtropfen und abkühlen lassen um ihn dann einfach zu zerstoßen.

Den Nudelteig aus 200g Mehl und 2 Eiern hab ich gestern hergestellt. Mit der Nudelmaschine wurden die hübschen Tagliatelle geschnitten, und sogleich gekocht. Edamame (grüne Sojabohnen) hab ich vorgegart und aus den Schalen geschnippt. In einem Topf wurde dann die Bärlauchbutter von vorgestern aufgelöst, mit den Bohnen und den Nudeln vermischt.

Damit Claudia auch was zwischen die Zähne bekam, hab ich ein Huftsteak angebraten und bei 80 Grad im Ofen nachgaren lassen. Das klappte nicht so richtig. Das Fleisch war nicht so dolle (entschuldige Claudia) und man hätte auch gut und gerne drauf verzichten können. Aber „TATATATA“ die Bacon Bits waren ja noch da und hoben das Essen noch mit einer geballten Ladung Umami.

Bacon Bits