Gegrillte Aubergine mit Olivencouscous

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Gasgrilli und ich sind gute Kumpels. Gestern mittag war uns mediterran zumute und wir hatten Lust auf frisches Gemüse. So kamen Auberginen und Tomaten aufs Feuer. Grilli machte alles heiß und ich durfte es essen. Wir sind schon ein gutes Team.

Olivencouscous machte ich so: Couscous mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Orangenöl und Olivenöl würzen. Dann klein geschnittene grüne und schwarze Oliven, Basilikum und frische Minze dazu geben. Keine Zitrone oder so. Irgendwie schmeckt mein Couscous dann sonst immer „metallisch“, ich kann das nicht anders beschreiben.

Joghurtsauce einfach aus Joghurt, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen. Die Auberginen habe ich in Streifen geschnitten und in Olivenöl und mit einem georgischen Gewürzsalz (den Namen hab ich leider vergessen) von meiner Nachbarin gewürzt. Baharat oder ähnliches geht natürlich auch. Ab auf den Grill. Das Ganze wurde am Ende in ein dünnes Fladenbrot gewickelt.

In 5 Wochen geht es in den Urlaub. So sollte er schmecken!

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Spaghetti mit Oliven und Chilibröseln

BildAch menno. Bin immer noch matschepampe und das Schmecken fällt mir schwer. Ziemlich frustrierend, weil ich einige leckere Pläne hatte. Was also tun, wenn olfaktorisch Sendepause ist?! Ich konzentriere mich auf die Texturen im Mund und denk mir die Aromen dazu. So heute Mittag. Spaghetti sind immer angenehm und die Knusperbrösel bieten einen prima Gegensatz. Meine Nachbarin aß mit und bescheinigte Leckerness.

Es war schnell und einfach zubereitet, das kam mir und meiner Schlaffheit sehr entgegen.

Ein trockenes Brötchen zerschreddern und mit Öl und Chili in einer Pfanne knusprig braten. Spaghetti kochen. Zwiebeln in Ringen, zerkleinerter Knoblauch und Oliven in Olivenöl bei mittlerer Hitze schmurgeln. Salzen, Pfeffern, Spaghettiwasser angießen. Nochmal auf gewünschte Konsistenz einkochen und mit den Spaghetti mischen. Knusperbrösel und frischen Basilikum drauf und das Mouthfeeling genießen.

Cima di Rapa Graupensuppe

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Ich drömelte heute mal kurz auf meinen Lieblingsblogs herum und himmelte irgendwann die Kohlroulade von der Wilden Henne an. Sowas wäre es jetzt. Buchweizen hab ich nicht und Weißkohl ist aus. Was hab ich denn so, was so ähnlich ist? Graupen und Cima die Rapa. Hmm.

Nicht, dass das, was ich dann gemacht habe, irgendwas mit ihrer köstlichen Kohlroulade zu tun hätte, aber irgendwie hat sie mich um drei Ecken immerhin zu dieser Suppe inspiriert, die ich mir grade wohlwollend einverleibt habe.

Eine kleine Zwiebel und kleingeschnittenen Cima die Rapa (Stängelkohl) in etwas Olivenöl angehen lassen. Fleisch- oder Gemüsebrühe dazu geben und 15-20 Minuten kochen lassen. Zwischendurch ein paar halbierte Kirschtomaten, rote Chili, Thymian und Pfeffer dazu. Abschmecken. Ich konnte wieder nicht anders und musste noch ein Tröpfchen Orangenöl (ich befinde mich doch grade in einer Zitrusfrüchtephase) dazu geben. Auf dem Teller gabs auch noch einen Klecks Tapenade, also Paste aus schwarzen Oliven und schon war meine „Kohlroulade“ bereitet.

Nachschlag: heute, einen Tag später, gabs die Aufwärmung mit einer abgegniddelten Hähnchenkeule vom gestrigen Abend. AUCH NICHT SCHLECHT!!

Lammrücken mit Oliven-Möhren

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Es war so köstlich! Es macht ja doch mal Sinn, sich Rezepte nicht immer selbst auszudenken, sondern sich auf die zu verlassen, die echt was können. Seit kurzem drömel ich auf anderen Foodblogs herum und habe bei http://lamiacucina.wordpress.com etwas Tolles gefunden. Wir hatten einen Lammrücken eingefroren, der mal aufgetaut werden musste. In Sewekow in Brandenburg schlachtet „Onkel Dieter“ seine Tiere und wir durften einen Lammrücken haben. Seine Tiere laufen auf einer Wiese rum, die bis zum Horizont reicht. Sie mampfen Gras, Kräuter und Äpfel, die mein Patenkind über den Zaun schmeißt. Verständlich, dass dieses Fleisch eine Sonderbehandlung verdient.

Den Lammrücken hab ich vorsichtig vom Knochen gelöst und einige Stunden in einer Marinade aus Pfeffer, Senf, Kardamom und Salz sich selbst überlassen. Dann mit Rosmarin in einer Pfanne angebraten und anschließend bei 85 Grad im Ofen etwa 90 Minuten garen lassen.

Für die Sauce wurde etwas Zucker karamellisiert, mit Rotwein abgelöscht und zusammen mit abgezupften Zitronenthymian zu Sirup eingekocht. Dann hab ich Kalbsfond dazu gegeben und mit Salz abgeschmeckt. Das wurde dann erstmal beiseite gestellt.

Dann hab ich Kartoffelgratin zubereitet. In kleinen Gläschen hab ich feine Kartoffelscheibchen mit Sahne, Salz und Muskatnuss bestrichen und mit Bergkäse abwechselnd geschichtet. Im Ofen wurden die kleinen Gratins bei 200 Grad goldbraun gebacken. (ich habe das vor dem Fleisch gemacht und später nochmal mit zum Fleisch gestellt)

Zu den Möhrchen: die Rüben in Scheiben geschnitten und mit Butter und Zucker in einer Pfanne vorsichtig angebraten. Mit Noilly Prat abgelöscht. Klein geschnittene schwarze Oliven dazu gegeben, mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Kurz vor dem Anrichten hab ich die Sauce mit Butter gebunden.

Ich weiß, dass hört sich für meine Verhältnisse ein bisschen aufwändig an, aber es hat sich sowas von gelohnt! Und was gibt es Schöneres, als an einem grauen Tag in der Küche rumzupusseln und was echt Tolles zu kochen!?