Maronenspätzle, äh -knöpfle mit Haselnüssen

Bild

Ich habe ein Herz für Tiere. Ehrlich. Aber heute habe ich dem Eichhörnchen, dem wir ins Vogelhäuschen immer Nüsse legen, die Winternahrung weggegessen. Toto heißt es. Die Jungs haben es vor 3 Jahren so getauft und seitdem kommt Toto und holt sich seine Nüsschen ab. Wir gehen davon aus, dass wir schon Generationen von Totos durch den Winter gebracht haben, aber die Jungs glauben an „ihren einen“ Toto und wir wollen sie auch nicht desillusionieren.

Auf die Maronenspätzle knöpfle kam ich, weil ich in der hintersten Ecke des Kühlschranks noch ein Päckchen eingeschweißte Maronen aus der Weihnachtszeit vorfand. Uha – die müssen jetzt aber mal endlich weg. Ich stellte mir ihren süßlichen Geschmack ganz prima in Spätzle Knöpfleform vor und so schritt ich zur Tat:

Ein Päckchen Maronen (knapp 200g) im Mixer zu Mehl zerkleinern. Mit 3 Eiern, Salz, ca. 150g Mehl und etwas Wasser zu einem Teig verrühren. Schön kräftig rühren, bzw. schlagen. Dann mithilfe eines Spätzlehobels (oder ich Spätzlequetsche) in sprudelndes Wasser laufen lassen, abseihen, abspülen. Wie man sieht, sind meine Spätzle Knöpfle ein bisschen klein geraten. Woran das lag, keine Ahnung. Aber ich bin hier in Hamburg auch nicht in Spätzle Knöpfleland und da verzeih ich mir mal großzügig.

Eine gute handvoll Haselnüsse (Totos letzte Ration) wurde geknackt und gehackt. In einer Pfanne ohne Fett angeröstet. Dann Speck ausgelassen, die Nüsschen dazu, die Spätzle Knöpfle dazu und anbraten. Ordentlich würzen. Dann halbierte Kirschtomaten (ich weiß, es ist keine Saison, ist mir aber egal) und frischen Basilikum hineingeben und noch kurz ziehen lassen. Ich fands lecker und ich hoffe, Toto verzeiht mir …

Spaghetti mit Wirsing, Maronen und Schinkenchips

So, heute sollte es nun was Einfaches geben. Ich hatte da so ein paar Reste, die ich mir gut zusammen vorstellen konnte, und schon hab ich losgelegt. Das mit dem „einfach“ war so’ne Sache, denn ich habe nicht damit gerechnet, dass die Maronen ziemlich friemelig abzupulen sind, aber ansonsten war’s echt schnell.

Schinkenchips: einfach ein paar zerrupfte Parmaschinkenfitzel in einer Pfanne auslassen und auf ein Küchenkrepp legen.

Die Maronen hab ich eingeritzt und in Wasser gekocht. Abgeschreckt und mühsam abgepult. (Vielleicht hat ja jemand ja einen Tipp, wie es besser geht?!). Jetzt irgendwann Spaghetti kochen, abgießen und etwas Kochwasser zurückbehalten. Die Maronen halbieren und in etwas Olivenöl anrösten, mit Kalbs- oder Gemüsefond sowie Noilly Prat ablöschen und reduzieren.

Parallel Wirsing und Zwiebeln in Streifen und etwas rote Chilischote in Ringe schneiden. Im ehemaligen Spaghettitopf in etwas Öl anbräunen. Wenn der Kohl noch Biss hat, mit der Maronen-Wermut Reduktion und etwas Kochwasser mischen und die Spaghetti dazu geben. Nochmal richtig durchziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, Schinkenchips dazu und etwas Olvenöl drüberträufeln.  Das war fein. Oh so sehr!