Tofu mit Zuckerschoten

Tofu_Hoisin_chili

Zackbumbonjour – manchmal muss es schnell gehen. Das hier ging geradezu rasant und schmeckte sowas von Wow, dass es ab jetzt mein Mittagsrenner wird:

  • Gewürfelten Tofu mit
  • einer geriebener Knoblauchzehe und
  • geriebenem Ingwer anbraten,
  • mit Soja- und Hoisin Sauce ablöschen.
  • Chili,
  • Zuckerschoten,
  • Frühlingszwiebeln und
  • Sesam mit in die Pfanne geben,
  • kurz anschwenken bis das Gemüse genehm ist.

Fertig. Fertig? Der Herd war ja kaum an! Zu Reisnudeln serviert ist es ein Knaller.

Eigentlich schmeckt alles mit Hoisin Sauce super. Bin gerade voll süchtig danach. Demnächst mach ich sie mal selber. Dann hab ich ein bisschen mehr zu tun.

 

 

 

 

Advertisements

Offene Pilzlasagne

BildIch bin in letzter Zeit mittags irgendwie schlapp. Ohne ein winziges Schläfchen geht es zuweilen gar nicht. Aber so ganz hängen lassen ist ja auch blöde. Also gab ich  mir einen Ruck und dachte, Nudelnselbermachen würde mich über den toten Punkt hieven. Und während ich so den Teig knetete merkte ich, dass ich keine Lust auf Nudelmaschinenmotorumgebaue habe. Denn nach jeder Nudelplatte muss ich den Motor rausoperieren und ihn in ein anders Loch friemeln um ihn dann sogleich wieder umzubauen. Ich Faule! Aber da fiel mir die Lösung ein: einfach nur eine Platte durchziehen und die Mononudel schick als offene Lasagne verkaufen. Schon war ich wieder guter Dinge.

Zuerst bereitete ich die Pilze und die Sauce zu.

Pilze: Geschnittene Austernpilze und eingeweichte Herbsttrompeten mit einer klein gemachter Schalotte und Knoblauch anbraten. Rosmarin dazu geben und mit dem Pilzeinweichwasser ablöschen. Würzen.

Sauce: Weißwein mit Thymian reduzieren lassen, mit Kalbsfond (oder Gemüsefond) auffüllen, wieder reduzieren, Creme double und ein Spritzer Cognac dazu und ggf mit etwas Mehlbutter abbinden. Mit Salz, Pfeffer, Cayenne würzen.

Die Nudelplatte vorsichtig  2 Minuten in kochendem Wasser garen, herausnehmen und mit Olivenöl versehen um ein die Wirkung von Kohäsion und/oder Adhäsion zu vermeiden. Dann die Platte auf einem Teller langlegen, die Pilze portionsweise einschlagen und mit Sauce umspülen. Noch ein paar frische Kräuter drauf. Das hat mich so erschöpft, dass ich mich auch langlegte, und mich in eine Decke schlug. Inspirierend, so eine Lasagne.

Fonduta mit Herbsttrompeten und Steinpilzen

Fonduta mit Pilzen

Die liebe Claudia hat wieder gerufen. Sie möchte im Rahmen ihres Blogevents mit uns über Trüffeln sprechen ich flüster ein bisschen mit. Trüffeln zu kaufen macht in diesem Haushalt nicht so viel Sinn. Ich habe ja schon häufiger erwähnt, dass ich eher mit einer Schnitzel- als mit einer Gourmetfraktion mein Leben teile. Zwar bringt mein lieber Mann dann und wann Mailänder Trüffelsalami für mich mit, aber für ihn „ist das so nix“. Und alleine so einen Trüffel besitzen will ich auch nicht. Sowas muss man teilen, zelebrieren, bewundern. Aber da Claudia auch die Herbsttrompete mag und in ihr Blogevent einschließt, komme ich hier auch auf den Plan. Herbsttrompeten hatte ich letztes Jahr aus Frankreich mitgebracht und die kann man auch mit gutem Gewissen alleine verputzen.

Fonduta, also Käsefondue, ist zwar in meinen Augen eine gesellige Angelegenheit, aber diese einfach zuzubereitende Köstlichkeit hätte ich nicht teilen mögen, die war einfach zu lecker.

Erstmal wurden getrocknete Herbsttrompeten und Steinpilze eingeweicht. Dann hab ich geriebenen Raclettekäse in etwas Weißwein aufgelöst, mit Salz, Pfeffer und Piment d’espelette gewürt und einem Eigelb legiert. Die Pilze hab ich abgetrocknet und in Butter mit etwas Knoblauch geschwenkt. Auf geröstetem Brot erst den Käse und dann die feinen Pilze gegeben. Nochmal frischen Pfeffer drüber und fertig war mein Blogeventbeitrag. Ich hoffe, liebe Claudia, er ist angemessen!?

blog-event-truffles

Spaghetti mit Rosa Sauce

Immer wieder mecker ich, dass meine Kinder so schlecht essen. Tun sie auch. Bis auf ihr absolutes Lieblingsessen. Da hauen sie rein wie die Ortsarmen. Sie hatten es bestimmt 4 Tage nicht, also wurde es heute mal wieder allerhöchste Zeit. Das Rezept ist eigentlich keins. Aber es schmeckt zugegebenermaßen tatsächlich leider lecker. Wie man hier sieht …

Bild

Schneller gekocht als verspeist: Tomatenmark mit Sahne verquirlen und mit etwas Wasser aufkochen. Eine Knoblauchzehe reindrücken und Salz, „bloß kein Pfeffer“.

Mama? Warum gibts das nicht immer?

Bin satt. kannich aufstehn?
Bin total satt. Kann ich aufstehn?

Blitz-Gazpacho

GazpachoIch habe jetzt Schulkinder. Mit zitterndem Kinn und mächtig viel Stolz haben wir sie gestern hinaus in die Welt geschickt. Hach …..

Und heute morgen hab ich das erste Mal Schulbutterbrotdosen befüllt. Kein leichtes Unterfangen bei zwei mäkeligen Kindern. Einer wollte Brot mit Kräutern. Als ich ihm gerade eins mit Pesto beschmiert hatte, schnappte er sich ne Schere, rannte auf den Balkon und schnitt einen Schnittlauch ab. Er wollte kein Pesto, sondern schließlich „mit Kräutern“, und ich schmierte hauchdünn Butter auf eine neue Scheibe, auf die er erst den Schnittlauch und dann noch etwas Kresse bastelte.

Da saß ich nun auf dem Pestobrot. Aber auch noch auf ein paar klein geschnittenen Gemüsen. Es ist immer noch warm draußen und ich hatte überhaupt keine Zeit und nur die paar Reste. So zauberte ich die folgende Gazpacho, die sehr schnell ging. Eigentlich.

Eine kleine Dose Tomaten mit einem halben TL Piment d’Espelette, einer Frühlingszwiebel, ein bisschen Gurke sowie Paprika, Sherryessig, Salz, 2 Knoblauchzehen, Pfeffer und ein bisschen gecrushtem Eis pürieren.

Das wäre die ganz schnelle Version gewesen. Der Genuss verzögerte sich noch ein bisschen, da ich beim Öffnen des Eisschranks ich erst einmal 2 geplatzte Bierflaschen entdeckte, die sich über das gesamte Gefriergut ergossen haben. Grrrr. Nun, nachdem das zähneknirschend beseitigt war, konnte es weitergehen. Ich würfelte das verschmähte Brot und briet es mit Buttter knusprig.

Suppe in Teller, Paprika, Frühlingszwiebeln und Gurken dazu, schönes Olivenöl drüber, Croutons daneben und lecker!

Übrigens habe ich das Kräuterbrot gerade unangerührt in der Brotdose gefunden ….

Flens

Spargelpesto mit lila Bratkartoffeln

Bild

Ich weiß gar nicht, ob Spargelpesto der richtige Begriff ist. Aber Petra nennt es so, und Sabine auch. Und da ich es einfach stumpf von ihnen nachgemacht habe, sag ich es halt auch. Eigentlich ist es eine Art göttliche Creme. Und alle, die es probiert haben, wollen sich reinknien, reinlegen, suhlen. So wie ich. Nach 1,5 Tagen war der ganze große Pott aufgefuttert. Von mir ganz alleine. Zu Brot, zu Couscous, vom Finger, vom Löffel, mit Bratkartoffeln.

Das Spargelpesto war blitzschnell zubereitet:

1 Pfund grüner Spargel, 7-10 Minuten gekocht und klein geschnitten, eine Handvoll Parmesan, eine kleine Chilischote, eine Handvoll enthäutete Mandeln, Salz, 1 Knoblauchzehe, Pfeffer, Zitronenabrieb, etwas Zitronensaft im Mixer zerkleinern.

Ich dachte, ich besorge mal ein paar schicke lilane Kartöffelchen, die machen sich farblich ja sehr hübsch. Gebraten machen diese Kartoffeln, (jedenfalls die Sorte, die ich erwischt habe) nicht so viel Sinn. Sie waren eher mehlig kochend und sicher großartig für Pü geeignet. Aber: zusammen mit der göttlichen Spargelcreme war alles wieder im Lot und ich glücklich.

Die Kartoffeln habe ich roh gebraten, das mag ich lieber. Zum Finish kamen noch frischer Thymian und geriebene Zitronenschale drüber. Danke Sabine, Danke Petra. Dank euch hab ich ne Rolle mehr am Bauch! 😉

Gegrillte Aubergine mit Olivencouscous

Bild

Gasgrilli und ich sind gute Kumpels. Gestern mittag war uns mediterran zumute und wir hatten Lust auf frisches Gemüse. So kamen Auberginen und Tomaten aufs Feuer. Grilli machte alles heiß und ich durfte es essen. Wir sind schon ein gutes Team.

Olivencouscous machte ich so: Couscous mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Orangenöl und Olivenöl würzen. Dann klein geschnittene grüne und schwarze Oliven, Basilikum und frische Minze dazu geben. Keine Zitrone oder so. Irgendwie schmeckt mein Couscous dann sonst immer „metallisch“, ich kann das nicht anders beschreiben.

Joghurtsauce einfach aus Joghurt, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen. Die Auberginen habe ich in Streifen geschnitten und in Olivenöl und mit einem georgischen Gewürzsalz (den Namen hab ich leider vergessen) von meiner Nachbarin gewürzt. Baharat oder ähnliches geht natürlich auch. Ab auf den Grill. Das Ganze wurde am Ende in ein dünnes Fladenbrot gewickelt.

In 5 Wochen geht es in den Urlaub. So sollte er schmecken!

Brennesselnudeln mit Speck und Garnelen

Bild

Spitze. Es regnet seit geschlagenen 2 Tagen ohne Pause und ich bin mit den Nerven am Ende. Nach dem Winter haben wir das definitiv nicht verdient. Übers Wetter meckern ist sowas von gähn, aber ich werde echt irre. Vorhin habe ich meine Wollpuschen angezogen. Das nur dazu.

Ich brauche was Wärmendes, Feistes, Belohnendes. Speck statt Salätchen. Fett statt Vinaigrette. Und wenn ich morgen 80 Kilo mehr wiegen würde, wäre mir das egal.

Mit Wut und Hunger im Bauch briet ich in Olivenöl klein geschnittenen Bacon an. Dazu kam Chili und Knoblauch. Später die Garnelen und Frühlingszwiebeln. Zuletzt das Olivenkraut, dass seinen Namen wirklich verdient hat.

Die Nudeln hab ich gestern schon hergestellt. 1 Ei mit 100g Mehl und etwas Hartweizengries, sowie blanchierten und pürierten Brennesselblättern verkneten. Da die Blätter etwas Feuchtigkeit mitbrachten, hab ich noch das eine oder andere Bisschen Mehl dazu genommen. Ruhen lassen, durch die Nudelmaschine orgeln. Die gekochten Nudeln mit in die Pfanne geben und alles mit Pfeffer, geriebenem Parmesan und fettglänzendem Kinn verputzen.

Das Innere von Sommerrollen im Reisblattkörbchen

Bild

Man ahnt beim Titel dieses Gerichts schon, dass da irgendwas nicht geklappt hat. Ich hatte mich so drauf gefreut: meine ersten selbst gemachten Sommerrollen. Beim Einschlafen gestern malte ich es mir so schön aus: Schwarze Reisnudeln und buntes Gemüse in Reisblätter gewickelt, in die schwarzer Sesam eingelassen war. Im Geiste rollte ich, dippte und biss ich diese kleinen Köstlichkeiten, bis mich die Realität einholte.

Dabei war alles gut:

Karotten und Gurken durch die V-Reibe gestemmt, mit Fischsauce, Limettensaft und Sesamöl gewürzt.

Reisnudeln gekocht.

Garnelen ausgelöst, klein geschnitten, mit Ingwer und Knoblauch angebraten, abkühlen lassen.

Grünen Salat, Koriander und Minze zerkleinert und mit allen vorherigen Zutaten gemischt.

Dip aus Reisessig, Reiswein, Zucker, Chili und Limettensaft gekocht.

Reisblatt mit Wasser benetzt und auf ein Küchentuch gelegt. ……….. und gewartet, dass es weich wird …… wurde nicht weich….. war wie Autoreifen …… völlig uneinrollbar.

Panik machte sich breit.

Irgendjemand im Internet behauptete, in der Mikrowelle würde es nach einer Minute knusprig. Und tatsächlich, es klappte. Puh. Schnell wurde umdisponiert und die Sommerrollenfüllung nannte sich jetzt Sommersalat der Dip wurde zum Dressing und die Rollenhülle zum Teller. Geht doch!?

Zucchini mit Polenta

BildIch hatte mal wieder Spargel vorbereitet. Der musste jedoch warten, denn die karamellisierten Zucchini von Claudia kamen mir heute Mittag dazwischen. Eigentlich sind sie einfach nur mit etwas Zucker angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt, an eine Salbei-Polentaschnitte und knoblauchierten Joghurt mit Granatapfelsirup platziert, aber es war ein echtes Mittagshighlight.

Das ungewöhnlichste an diesem Essen war dieses mir neue Kraut (das da auf den Zucchinischeiben) Es nennt sich Olivenkraut und riecht und schmeckt so, wie es heißt. Jaja, ihr anderen Blogger kennt das bestimmt mal wieder alle, oder?