Linsen mit Paprika und Büffelmozzarella

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An manchen Tagen passt nichts, an manchen alles. Was hilft es, wenn dein Gehirn sagt: „Iß Sellerie!“, dein Körper aber nach einem Schweinebraten schreit? Nicht, dass mein Körper heute „Linsen!“ brüllte, aber ich habe heute vielleicht rein intuitiv alles richtig gemacht, denn mir hat es hier, heute, gerade eben so ausgezeichnet geschmeckt, so dass ich, jedenfalls zumindest kurzzeitig, rundum zufrieden bin.

Es gab mal wieder einiges zu verbrauchen: die Linsen waren bereits abgelaufen und die Paprika schon schrumpelig. Gestern Abend hab ich die Paprika geviertelt, mit der Innenseite nach unten auf einen geölten Teller geben und die Haut unterm Grill verkokeln lassen. Wenn man die Paprika dann rausnimmt und ein feuchtes Küchenkrepp drüber legt, lässt sich die Haut prima abziehen.

Heute hab ich die (Puy-) Linsen in Wasser mit einem Lorbeerblatt gekocht. Als sie gar waren, wurden sie abgegossen und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Aceto Balsamico, Granatapfelsirup und der Gewürzmischung Za’atar (hab ich heute aus Thymian, Sumach, Oregano, Majoran und gerösteten Sesamkörnern gemischt) gewürzt.

Die Paprika von gestern hab ich in Streifen geschnitten. Die kamen dann mit roten Zwiebeln und Olivenöl in eine Pfanne. Salzen, pfeffern. Linsen und Paprika und ein ganzer Büffelmozzarella kamen auf den Teller. Dort wurde noch Olivenöl, Petersilie und Pfeffer drüber gegeben. Dazu hatte ich Brot, mehr brauchte ich nicht zum Glücklichsein. Ich habe mich selbst vor Freude glucksen hören.

Bei mir waren Linsen und Paprika noch warm, aber als Salat ist das auch sicherlich denkbar.

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Rinderfilet mit Weinbergkäse und Rübengemüse

SAMSUNGWas war das gestern für eine ausschweifende Party! Es fing alles ganz harmlos an und endete mit Ausdruckstanz im Esszimmer. Sehr lustig! Ich hatte ziemliche Angst vor heute morgen, aber wir waren überraschenderweise topfit. Schnell war das Chaos beseitigt, wir gammelten gemütlich den ganzen Tag im Schlafanzug rum und aßen die Überbleibsel vom Vorabend. Dabei war ein saftiges Rinderfilet zusammen mit einem Stück Weinbergkäse unser erstes kulinarische Highlight des Jahres.

Rinderfilet würzen und scharf anbraten. Im Ofen bei 85 Grad eine halbe Stunde oder so rosa ziehen lassen. Möhren in Würfel schneiden und in Butter schmoren. Gekochte gewürfelte Rote Bete dazu geben und mit einem Spritzer Sherryessig ablöschen. Vor dem Anrichten in Stück Weinbergkäse auf dem Fleisch schmelzen lassen und das Jahr mal so richtig lecker beginnen!

Überbackener Bleichsellerie

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Am Wochenende hab ich Fisch gekocht. Das Rezept verlangte nach einer Stange Bleichsellerie. Da man diese Gemüse ja nur im Ganzen kaufen kann, saß ich heute da mit 14 weiteren Stangen, nicht wissend, was man damit machen könnte. Nur so knuspern fand ich aufgrund trüben Regenwetters nicht herz- und körpererwärmend genug. Auflauf ist in so einer Situation immer eine gute Wahl, und so kam es zu diesem wirklich delikaten Essen:

Bleichsellerie putzen und in kleine Stückchen schneiden. Ebenso Kartoffeln und Porree. Das Gemüse in einem Topf anbraten, mit etwas Sahne (oder ohne), Orangensaft, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer so lange kochen, bis die Flüssigkeit reduziert ist und das Gemüse gar. In einer Schale ein Ei mit körnigem Frischkäse verrühren, ordentlich würzen und unter das Gemüse heben. Dann das Ganze in eine Auflaufform und in den Ofen und warten, bis es lecker blubbert und fertig aussieht. Wer mag, drapiert noch Tomatenstückchen darauf. Sieht zumindest besser aus.

Linsensalat mit Ziegenkäse

Heute Mittag gabs was Feines auf die Gabel. Das war besonders schön, da ich nicht allein auf der Terrasse sass, sondern mit meiner verschnupften, aber ganz lieben Nachbarin. Ich hoffe, sie hat was geschmeckt!?

Für den Linsensalat schwarze Linsen aufsetzen. Mit Thymian, Schalotte, Pfeffer und Essig kochen, bis sie bissfest sind. Abgießen und Abspülen. Dann Dressing aus Argan- oder Walnussöl, Balsamico, Salz, Pfeffer, etwas Senf, etwas Zucker rühren und mit den Linsen vermischen, ziehen lassen.

Filo- oder Yufkateig  zurechtschneiden mit Öl einpinseln und in 3-4 Lagen in gefettete Muffinformen falten. Dann von einer Ziegekäserolle ein fingerbreites Stück in die Teigförmchen legen. Etwas Honig und Thymian darüber und im Ofen backen. Dazu hatten wir Rote Bete und (selbstgezogenen!) Salat.