Kohlrabi-Scamorza Turm mit Nusskruste und Hagebuttensauce

Kohlrabi_scamorza_hagebutte

Dieses Gericht entstand heute im Kopf irgendwo zwischen Sportplatz und Altglascontainer. Wurde zwischendurch im Supermarkt 4 mal umdisponiert und am Hagebuttenstrauch, der schnell seiner Früchte erledigt wurde, finalisiert. Heraus kam dieses wunderbar leckere Herbstkomposition. Hagebutten hatte ich nun schon mehrmals am Wickel aber diese Sauce war super lecker. „Kohlrabi-Scamorza Turm mit Nusskruste und Hagebuttensauce“ weiterlesen

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Süßkartoffelrösti mit pochiertem Eigelb, Weichkäse und Trüffelöl

Süßkartoffelrösti

Nicht erschrecken! Was hier aussieht wie ein explodiertes Huhn wäre etwas für ein Dunkelrestaurant. Nicht schön anzuschauen aber unheimlich lecker. Viele Texturen, viele Geschmäcker, die wahnsinnig gut harmonieren. Das meldeten zumindest meine Rezeptoren im Hirn, die es schafften, die Optik irgendwie auszublenden. „Ein bisschen viel Ei für das bisschen Rösti“ mag man auf Anhieb meckern, aber ich hatte natürlich noch ein paar weniger ansehnliche Exemplare auf dem Teller daneben.

So hab ich es gemacht: Eine Süßkartoffel (ich hatte sie aus dem Asialaden, sie war hell und nicht so orange wie die, die es sonst gibt) raspeln und mit 1 EL Mehl und einem Eiweiß, Salz und Pfeffer vermischen. In reichlich Fett braten.

Das Eigelb vorsichtig in geessigtes kochendes Wasser gleiten lassen und sofort von der Platte ziehen, so dass es nicht sprudelt. 2-3 Minuten darin lassen.

Jetzt kommt alles zusammen: Rösti, dann der französische Weichkäse, dann das Ei, dann ein paar Tröpfchen Trüffelöl, dann Pfeffer (nicht im Bild) und Salz. Nüsschen und Rosmarin passen auch gut dazu.

Schnell fotografiert, die unansehnlichen Rösti mit auf den Teller, Pfeffer drauf. Ich piekste vorsichtig ins Eigelb, das unanständig über alles drüber lief. Herrlich! Es war wirklich ne Wucht. Zart, knusprig, aber auch würzig und vor allem mächtig. Das Trüffelöl verband alle Zutaten zu einem leckeren Ganzen.

Das war die Belohnung für 6 Wochen Ferien mit zwei stets zankenden Vorpubertierenden an der Backe. Endlich konnte ich mal sagen: So, jetzt bin ich dran.

Kartoffel-Kerbel-Knusper-Püree mit Spargel

Knusperpueree

Ich gebe zu, optisch eher ein Weggucker, aber die erste Servierdarbietung war noch schlimmer …

Ich  ging vorhin zum Markt und war auf Spargelpirsch. Wollte was Neues posten. Aber mit Butter und Schinken hol ich hier ja niemanden von der Sonnenliege runter. Ich machte mithilfe Kartoffeln, Milch, Joghurt, Salz, Pfeffer und frischer Kerbel ein würziges, aber leichtes Püree. Dann briet ich mit allerhand Butter fitzelig geschnippelte Weißbrotwürfel bis sie so richtig knusprig waren. Der Spargel wurde ohne Chi-Chi einfach konventionell gekocht.

Auf dem Teller sah das dann so aus: langer Spargel an Püreenocken und Croûtons darauf. Wie wir Norddeutschen sagen: dröge.  Hier ein Ausschnitt des traurigen Mahls:

Ausschnitt-puereeIch ärgerte mich schon, weil es so nicht zu veröffentlichen wäre. Aber dann probierte ich es und fand doch großen Gefallen daran. Zumindest, wenn ich nicht hinschaute. Da das Püree mit den knusprigen Croûtons zusammen so lecker schmeckte (knusprig in weich, buttrig in kartoffelig), genehmigte ich mir eine zweite Portion. Dafür kamen die Knusperstückchen direkt in den Kartoffelbrei und die Spargel mundgerecht noch einmal kurz in die Butterpfanne. Das Arrangement seht ihr oben. Ich bildete mit ein, es war jetzt noch leckerer als vorher!

 

Süßkartoffelpüree mit Stremellachs

suesskartoffel_Stremellachs

Gestern habe ich mich total verkocht. Es war so furchtbar, dass ich noch Stunden später „Buäh-buäh-buäh!“-schimpfend durch die Wohnung wackelte. Sollten Süßkartoffel-Rote Bete Rösti werden und waren ekelhaft. Aber gut erzogen wie ich bin, aß ich alles auf. Gar nicht gut. Es waren keine Rösti sondern angebratener Matsch, zudem wahnsinnig versalzen. Ich konnte gar nicht so viel trinken wie mir durstig war.

Anders heute. Total anders und sehr sehr befriedigend. Ausgegangen bin ich nochmal  von Süßkartoffel und Roter Bete. Bei dem Trauma von gestern hilft nur Konfrontationstherapie.

Eins nach dem anderen:

  • Rote Bete in Stückchen schneiden und mit Wasser, Weißweinessig und einem Löffelchen Lavendelhonig al dente kochen. Salzen.
  • Eine Süßkartoffel und eine kleine Pastinake weich kochen lassen. Mit Butter, Muskat und etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Saure Sahne leicht würzen und mit frischem Dill vermischen
  • Stremellachs im Ofen was anwärmen und zerrupfen.

Es waren so viele leckere Geschmackskombis auf dem Teller: Räucher mit sauer, Sauer mit süss, süß mit frisch, frisch mit Fisch, Fisch mit süß…… alles war gut.

Jacobsmuscheln mit Erbsenpüree und lila Kartoffelrisotto

Bild    Mann, ich bin fertig! Hab mir wieder die Nacht um die Ohren geschlagen… Diesmal nicht, weil mir nichts zu Kochen einfiel, sondern weil ich wegen des Superbowls vor der Glotze klebte und den Absprung ins Bett nicht kriegte. Dabei interessiert mich Football eigentlich überhaupt nicht. Ich wusste, dass ich mich deswegen heute ärgern werde und ich ärgere mich auch. Aber ein wenig zufrieden bin ich doch, denn ich habe gerade dieses freundliche Tellerchen verputzt. Weil es heute früh so schön sonnig und die Luft lecker frisch war, schafften es meine müden Knochen auch zum Markt. Irgendwie sollte heute was Farbenfrohes meiner Matschbirne entgegenwirken und es entstand dieses kunterbunte Mittagessen. Das war nicht nur optisch sondern auch geschmacklich ein fröhliches Durcheinander, was mich ganz glücklich machte.

Eine ziemlich ähnliche Farbgebung wie mein Gericht hat auch ein Buch, das mein Mann mir zum Nikolaus geschenkt hat: Niki Segnits Geschmacksthesaurus. Kennt ihr bestimmt wieder alle, oder? Ich finde dieses Buch sehr inspirierend und interessant. Es werden auf knapp 500 Seiten verschiedenste Geschmackskombinationen beschrieben und mit Anekdoten oder Rezepten versehen. Unter „Meeresfrüchte und Erbsen“ wird auf ein weiteres Buch über die Küche des Mittelalters hingewiesen, in dem ein Erbspüreerezept beschrieben ist, was ich sofort kochen musste: Ich habe die Zutaten mengenmässig ein bisschen Pi mal Daumen eingesetzt; Abwiegen und -messen ist heute nicht so  ein Ding.

Also: zwei Hände voll Erbsen kurz kochen. Im Mixer ein Toastbrot ohne Rinde, etwas Weißweinessig, die Erbsen, Salz, etwas Ingwer, je eine Prise Zimt, Kardamom, Piment zu einem Püree mixen. Weil mir das zu fest wurde, habe ich noch etwas Sahne hinzugegeben. Eigentlich gehören noch Mandeln und Nelken mit hinein, hab ich aber vergessen. Abschmecken und vor dem Servieren nochmal erwärmen.

Für das lila Kartoffelrisotto (mir fällt kein anders Wort dafür ein. Vielleicht Kartoffelotto!?) eine halbe Schalotte mit klein gewürfelten lila Kartoffeln in Butter anschwenken, mit etwas Weißwein und Gemüsefond ablöschen, salzen, pfeffern, bissfest garen und mit einem EL Parmesan und etwas Butter am Ende abrunden.

Serranoschinken hab ich in einer Pfanne knusprig gebraten, rausgenommen um darin die mit Piment d’Espelette bestäubten Muscheln in Schinkenaroma und Butter zu schwenken.

Es war wie auf einer Mischpalette: Ich aß die einzelnen Komponenten in unterschiedlichen Kombinationen (Püree mit Muschel, Muscheln mit Schinken, Schinken mit Kartoffeln…)  und bei jedem Happen entstand ein köstlich-buntes Treiben in meinem Mund.

Während ich da hier schreibe, lungere ich faul auf dem gleichen Sofa von letzter Nacht und nach den 3 Punkten am Ende  werde ich ein kleines farbenfröhliches Schlummerchen machen …

Spargelpesto mit lila Bratkartoffeln

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Ich weiß gar nicht, ob Spargelpesto der richtige Begriff ist. Aber Petra nennt es so, und Sabine auch. Und da ich es einfach stumpf von ihnen nachgemacht habe, sag ich es halt auch. Eigentlich ist es eine Art göttliche Creme. Und alle, die es probiert haben, wollen sich reinknien, reinlegen, suhlen. So wie ich. Nach 1,5 Tagen war der ganze große Pott aufgefuttert. Von mir ganz alleine. Zu Brot, zu Couscous, vom Finger, vom Löffel, mit Bratkartoffeln.

Das Spargelpesto war blitzschnell zubereitet:

1 Pfund grüner Spargel, 7-10 Minuten gekocht und klein geschnitten, eine Handvoll Parmesan, eine kleine Chilischote, eine Handvoll enthäutete Mandeln, Salz, 1 Knoblauchzehe, Pfeffer, Zitronenabrieb, etwas Zitronensaft im Mixer zerkleinern.

Ich dachte, ich besorge mal ein paar schicke lilane Kartöffelchen, die machen sich farblich ja sehr hübsch. Gebraten machen diese Kartoffeln, (jedenfalls die Sorte, die ich erwischt habe) nicht so viel Sinn. Sie waren eher mehlig kochend und sicher großartig für Pü geeignet. Aber: zusammen mit der göttlichen Spargelcreme war alles wieder im Lot und ich glücklich.

Die Kartoffeln habe ich roh gebraten, das mag ich lieber. Zum Finish kamen noch frischer Thymian und geriebene Zitronenschale drüber. Danke Sabine, Danke Petra. Dank euch hab ich ne Rolle mehr am Bauch! 😉

Schweinefilet mit Rhabarber

Schweinefilet SalbeiRhabarber ist ja so’ne Sache. Nur ein Gedanke daran, schon piekt es im hinteren äußeren Bereich meines Mundraums. Das gleiche Gefühl habe ich, wenn ich an diese pockigen Himbeerbonbons denke. Sauer, herb. Aber er will ja auch nur lieb sein und hat auch seine Daseinsberechtigung. Hier habe ich ein Rezept von Jamie Oliver ausprobiert und wir fanden, dass Fleisch an Rhabarber ziemlich gut geht.

Ein halbes Bund Salbei mit 3 Zehen Knoblauch und Olivenöl im Mörser zerstampfen. Gesalzenes, gepfeffertes Schweinefilet damit einreiben und eine Weile marinieren. 2 geputzte Rhabarberstangen mit 2 EL Zucker bestreuen, ebenfalls ziehen lassen, in einen Bräter legen. Das Fleisch mit Frühstücksspeck einwickeln und auf dem Rhabarber mit dem Rest der Marinade und weiterem Salbei bei 220 Grad zugedeckt 15 Minuten braten. Dann nochmals 15 Minuten ohne Abdeckung weiter garen, bis der Schinken schön knusprig ist. Dazu gab es neue Kartoffeln, ebenfalls aus dem Ofen, mit Meersalz und Lorbeer gebacken. Das Fleisch war herrlich saftig und mit dem Rhabarber schön frisch und frühlingshaft.

Lachs mit Evas Sauce

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War das nicht ein herrliches Wochenende? Endlich mal Sonne, Wärme, Sonnenbrille, bare Füße, keine Pullis … Und der Grill war am Start. Man mampfte ohne Fressbremse bis der Gummizug spannte. Das letze Stück Lachs meiner Nachbarin ging nicht mehr rein. Und so wanderte es in unseren Kühlschrank. Zu meiner großen Freude, denn das kam mir heute sehr zupass. (Entschuldige, liebe B., ich hätte dich fragen sollen, ich revanchiere mich bei Gelegenheit) Zupässlicher kam mir dann auch noch Evas Kurkuma-Senf-Dill Sauce, die es dazu geben sollte. Außerdem wollte ich mir ein paar Stangen Spargel kaufen gehen. Das wurde aber nichts, denn es kam mir ein riesiger Wäscheberg dazwischen.

In den Kommentaren von Evas flachgelegtem Spargel fand eine amüsante Konversation über Kinderkleidung in den 70ern statt und da wollte ich mich doch kurz einklinken. Das Gelb-Grüne auf Evas Foto erinnerte mich an einen schlimmen Kratzepulli aus Plastikgarn, den meine Omi liebevoll gestrickt hatte. Für meine Schwester gab es das gleiche Exemplar in rot-grün, das sicherlich ebenso kratzte. Er war am Hals so eng, dass im Nacken ein Reißverschluß eingearbeitet wurde, der das Jucken am Hals noch verstärkte. Was haben sie uns eigentlich damals angetan? Nun, ich fand im Album tatsächlich ein Bild von mir und meiner großen Schwester in dem Übeltäter:

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Jetzt schwenk ich wieder zur grün-gelben Sauce, die vorzüglich zu dem Fisch und den gedämpften (Eva, in diesem Punkt hast du auch so recht) Kartoffeln passte. Es sollte erst zu einer Hollandaise umgearbeitet werden, aber Evas mahnende Worte und mein Gummizug von gestern ließen mich auf die etwas leichtere Variante zurückgreifen.

Ich arbeitete mit den Vorräten, die im Hause waren, also gab es weder Spargelwasser, noch frischen Dill noch Dijonsenf. Aber es ging auch so:

Etwas Mehl in Butter aufschäumen lassen, mit Gemüsebrühe ablöschen. 1Tl (Pastis)- Senf und 1/4 TL Kurkuma so wie ein TL Ahornsirup dazu. Ich habe noch ein Schwuppelchen Sahne dazu gegeben, da es mir etwas zu kräftig wurde. Mit Salz, Pfeffer und (entschuldigt) TK Dill abgeschmeckt, kam eine herrliche Sauce dabei heraus. Mit dem gebratenen Lachs und den gedämpften Kartöffelchen hab ich dann auf der Terrasse das erste MittagimGrünen des Jahres genossen.

Der Kratzepulli meiner Schwester war vermutlich das einzige Kleidungsstück, dass ich nicht auftragen musste …

Vichy Karotten mit Giersch-Pesto

Vichy Karotten

Ich war schon wieder in der Heimat. Es galt Fussballspiele zu besuchen, Geburtstage zu feiern, Fahrradtouren zu machen und bei einem Reitturnier zuzuschauen. Letzteres war mein erstes dieser Art und die ganze Familie erwartete den Auftritt der knapp 10-Jährigen Nichte, Schwester, Tochter, Enkelin. Es zog sich gewaltig. Wir alle hatten schon eine Bratwurst und ein Stück Torte intus und starrten auf herausgeputze Zossen und Kinder im adretten Dress, die ihre Kreise drehten und „Teehhrab“ machten. Ich schaute mich ein bisschen um und erspähte Giersch. Ich hatte eine Aufgabe. Während die anderen weiter zuschauten, machte ich mich begeistert über die gerade geschlüpften kleinen Blättchen her und sammelte gerade soviel, dass es für ein mittelgroßes Glas Pesto reichte. Nachdem endlich auch meine Nichte an die Reihe kam und ihre Sache prima gemacht hatte, trug ich freudestrahlend meine Beute nach Hause. Dem Rest der Familie war das ein bisschen unangenehm, aber mir war das ein bisschen egal.

Giersch, dieses von Gärtnern verhasste Kraut, schmeckt kräftig, ein bisschen nach Petersilie und ein bisschen nach Karotte. Zum Pesto verarbeitete ich ihn mit Mandeln, neutralem Öl und einem halb-daumengroßen Stück Ingwer.

Mir war heute nach frischen Karotten und so entstand dieses einfache Mittagserlebnis: eine halbe Zwiebel würfeln und mit Butter abschwenken. Karotten, Frühlingszwiebeln und ein bisschen Zucker dazu. Dann mit Mineralwasser angießen, salzen und warten, bis das Wasser und die Butter sich zu einer homogenen Sauce verbunden haben und die Karotten gar sind. Schnell ein Löffelchen vom Giersch-Pesto dazu und mit Kartoffeln und Spiegelei (ich hatte einen Zwilling 🙂  anrichten. Ich fürchte, das mittelgroße Glas ist bald alle. Gut, dass am Wochenende auch Bärlauchjagd abgesagt war und von dem daraus gefertigten Pesto auch noch das eine oder andere Gläschen im Kühlschrank lauert.

Senfeier

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Schon klar. Senfeier. Demnächst zeigt sie uns, wie man Toast toastet oder ne Pfanne auf den Herd stellt. Jahaa, ich weiß, und ich erwarte keine Ohhs und Ahns. Hab sie mir halt gemacht und  es war so schön.

Das war nicht immer so. Ich kann ich mich als Kind nur an einen einzigen Ausraster meinerseits erinnern: meine Mutter wagte es, uns Senfeier vorzusetzen. Das war das Schlimmste und Ekligste, was es überhaupt nur geben kann. Viel zu scharf, viel zu senfig. Ich habe ihr als 6-Jährige das Versprechen abgenommen, das nie wieder zu tun und ich habe geheult und gebrüllt. Wir haben uns letztes Wochenende mal wieder drüber unterhalten und meine Schwester pflichtete mir bei. Wie so oft im Leben macht es irgendwann Klick. Wann das bei mir war, weiß ich nicht mehr. Aber nun liebe ich sie und deshalb bin ich in diesem Moment mit meiner Eier-Senf-Wampe sehr sehr glücklich. Eigentlich nenne ich sie Sempfeier, das klingt noch leckerer, noch gewaltiger.

Löffelchen Mehl mit einem Löffelchen Butter anschwitzen. Mit Milch ablöschen, Klümpchen vermeiden. Senf nach Geschmack dazu geben. Bei mir darf es ein bisschen beißen. Mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Estragon würzen. Noch etwas Sahne und Gemüsebrühe (da freut man sich doch über die selbst gemachte) angießen. 10 Minuten köcheln lassen und aufpassen, dass man genug übrig lässt, denn ab hier regiert bei mir die Gier. Dazu gekochte Eier und Salzkartoffeln. (Wenn ihr ganz lieb seid, erkläre ich euch, wie die gehen!) Sempfeier esse ich unanständigerweise immer mit Löffel und ich begleite mich selber mit lauten Ohhs und Ahhs.