Räucherforellenterrine mit Rote Bete

BildIch bin hier im Haushalt ja allein auf weiter Flur. Nur Männer um mich rum. Annunfürsich ja was Feines, aber farbtechnisch muss ich meinen Prinzessinentraum alleine leben. Mein kleines Arbeitszimmer hab ich zwar einst rosa gestrichen und gestern habe ich „Sternenzauber Spray für leichtes Kämmen ohne Ziepen“ in einer schicken pinken Verpackung gekauft, aber das sind ja nur kümmerliche Versuche, sich das Leben ein bisschen rosaroter zu gestalten. Ach ja. Wie groß war da meine Freude, als ich diese Terrine aufschnitt. Prinzessinenterrine! dachte ich und war hoch zufrieden. Manchmal ist es so einfach, sich selbst eine Freude zu machen. Und selten so einfach:

200g Räucherforelle mit saurer Sahne, Joghurt, Zitronenabrieb und -Saft, Wasabi, Salz und Pfeffer vermixen. Geschlagene Sahne unterziehen und 6 Blatt aufgelöster Gelatine (oder dementsprechende Menge Agar-Agar) unterrühren. Lauchblätter blanchieren. (Die Innenseiten werden dabei etwas schleimig und deshalb habe ich sie mit Küchenkrepp etwas abgewischt.) Die Terrinenform damit ausschlagen. Dann die Paste, dann dünn geschnittene Rote Bete und dann wieder Paste einfüllen. Mit den überstehenden Lauchblättern verschließen und im Kühlschrank fest werden lassen. Schicki.

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Flageolets mit Bröseln und Minze

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Wenn ich mittags so da sitze und vor mich hin muppel, schnapp ich meistens ne Donna Hay oder irgendein Kochbuch. Gestern hab ich Jamie gegriffen und fand was Herrliches für die Flageolets, die ich kürzlich aus Frankreich mitgebracht habe. Ich mag diese zarten Bohnenkerne sehr gerne und frag mich, warum wir hier so gar nicht an sie rankommen. Also, wenn jemand ne Quelle weiß, ich freu mich über Tipps. Aber nun zum Mittagessen:

Die Flageolets habe ich über Nacht einweichen lassen. Dann etwa 35 Minuten gekocht. in der Zwischenzeit habe ich eine Scheibe trockenes Graubrot ohne Rinde zu Bröseln zerhackt. Zwiebelchen in Olivenöl angebraten, Chiliflocken dazu, sowie die Brösel. Gebrutzelt, bis sie knusper waren.

Zu den Böhnchen hab ich einfach nur Olivenöl, Zitronensaft, ein fitzelbißchen Holundersirup, Pfeffer, Salz und frische Minze gegeben. Auf dem Teller fand sich dann noch ein Klecks purer griechischer Joghurt ein und fertig war mein wirklich boden- und  grundanständiges Mittagessen.

Gegrillte Aubergine mit Olivencouscous

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Gasgrilli und ich sind gute Kumpels. Gestern mittag war uns mediterran zumute und wir hatten Lust auf frisches Gemüse. So kamen Auberginen und Tomaten aufs Feuer. Grilli machte alles heiß und ich durfte es essen. Wir sind schon ein gutes Team.

Olivencouscous machte ich so: Couscous mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Orangenöl und Olivenöl würzen. Dann klein geschnittene grüne und schwarze Oliven, Basilikum und frische Minze dazu geben. Keine Zitrone oder so. Irgendwie schmeckt mein Couscous dann sonst immer „metallisch“, ich kann das nicht anders beschreiben.

Joghurtsauce einfach aus Joghurt, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen. Die Auberginen habe ich in Streifen geschnitten und in Olivenöl und mit einem georgischen Gewürzsalz (den Namen hab ich leider vergessen) von meiner Nachbarin gewürzt. Baharat oder ähnliches geht natürlich auch. Ab auf den Grill. Das Ganze wurde am Ende in ein dünnes Fladenbrot gewickelt.

In 5 Wochen geht es in den Urlaub. So sollte er schmecken!

Spargel-Mousse mit Räucherforellensalat

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Meine Omi hat immer „Sparjel“ gesagt. (mit einem spitzem „Sp..“) Das mochte ich sehr. Meine Omi mochte ich natürlich auch sehr. Und immer wenn ich an Spargel denke, denke ich an Sparjel und an meine Omi. In diesen Tagen besonders oft und besonders gerne. Denn ich könnte täglich Spargel essen und bemühe mich auch, es zu tun. Gestern Abend gab es ein wahres Spargelfest: mit Kratzete und Hollandaise. Für vorweg hatte ich ihn anders zubereitet, nämlich als zart schmelzende Mousse:

Dazu habe ich 300g weißen Spargel gekocht und püriert.

150g Ricotta mit etwas Joghurt und dem Mark einer halben Vanilleschote, Salz, Limettensaft, einer Prise Cayennepfeffer und Pfeffer verrührt.

Das abgekühlte Spargelpüree dazu, sowie 300ml geschlagene Sahne.

4,5 Blatt Gelatine aufgelöst und darunter gerührt. In eine Form (ich hatte eine kleine Springform) geben und mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Für den Salat habe ich geräucherte Räucherforelle mit Gurke, Birne, Frühlingszwiebel, Zitronensaft und neutralem Öl vermischt und mit Salz/Pfeffer abgeschmeckt. Etwas Kresse dazu.

Ach Omi, das hättest du auch gerne gegessen, auch wenn du vielleicht „Sparjelpudding“ dazu gesagt hättest.

Rhabarber

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Heute Mittag hatte ich was so Schlimmes, das kann ich euch nicht zeigen. Noch nicht einmal verraten, denn sonst kommt niemand mehr hier vorbei. Es war nicht nur schlimm, es war auch wenig, so dass ein Nachtisch reinpasste. Den muss ich euch nicht vorenthalten, denn der war sehr passabel. Auch wenn er aus Restematsch bestand. Ich habe vorgestern nämlich Vanille-Rhabarbersirup gemacht. Und zwar so:

1kg klein geschnittenen Rhabarber mit 1 Liter Wasser und 300g Zucker, sowie 2 Vanillestangen  und einem EL Zitronensäure weich kochen lassen. Das Ganze durch ein Tuch geseiht, nochmal aufgekocht und in sterile Flaschen gefüllt. Das schmeckt verdünnt als Limo sehr lecker und sicherlich auch in Prosecco. Zurück bleibt unattraktiver Rhabarbermatsch, der, wie hier zu sehen ist, noch einmal upgecycled wurde und seine Bestimmung in diesem Nachtisch fand:

Naturjoghurt mit Rhabarbermatsch vermischen, vanillierte Erdbeeren drauf (schnapsierte wären sicher auch fein), Vanillesauce (Die Jungs sagen „Familiensauce“) drüber. Sehr einfach, sehr lecker. Nüscht Neues, aber immer wieder gut.

Zucchini mit Polenta

BildIch hatte mal wieder Spargel vorbereitet. Der musste jedoch warten, denn die karamellisierten Zucchini von Claudia kamen mir heute Mittag dazwischen. Eigentlich sind sie einfach nur mit etwas Zucker angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt, an eine Salbei-Polentaschnitte und knoblauchierten Joghurt mit Granatapfelsirup platziert, aber es war ein echtes Mittagshighlight.

Das ungewöhnlichste an diesem Essen war dieses mir neue Kraut (das da auf den Zucchinischeiben) Es nennt sich Olivenkraut und riecht und schmeckt so, wie es heißt. Jaja, ihr anderen Blogger kennt das bestimmt mal wieder alle, oder?

gebratene Okraschoten

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Heute muss mal wieder alles Zack Zack gehen. Schnell wurde das Haben & Wegmüssen gecheckt und so gabs grade diesen leckeren Snack. Die Okraschoten habe ich gestern besorgt und ich erinnerte mich an eine Zubereitung, die verhältnismäßig schleimfrei vonstatten geht. Ich habe zunächst die Schoten in Salzwasser blanchiert und dann gebraten. Mit braunen Senfkörnern und Salz gewürzt und einfach mit Ajvar und mit Knoblauch und Zitrone gemischtem Joghurt angerichtet. Obenauf kam noch frischer Koriander. Ich stellte fest: je mehr brat, desto weniger glitsch. Und außerdem fix fertig und sehr lecker. Was will man mehr?