Prawn Pakoras mit Koriander Chutney

SAMSUNGMir ist heute durch und durch nach indischen Genüssen. Vormittags Ingwertee, eben gerade diese Pakoras und zum Nachtisch zünd ich mir ein Räucherstäbchen an. Auf die Pakoras kam ich, weil ich immer wieder auf dem Markt wie ferngesteuert ein Büschel Koriander mitnehme. Das wird dann immer vergessen und vor dem totalem Zerfall doch noch gerettet. In letzter Sekunde mixte ich gestern Abend noch das Chutney, leicht abgewandelt von Jamie. Nur davon wird man ja nicht satt, also kamen die Pakoras auf den Plan; das Kichererbsenmehl hatte ich neulich schon besorgt, es konnte also losgehen:

Pakoras: Rohe Garnelen grob hacken. Zwiebelwürfel mit den Garnelen, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala und Salz mischen. Nun nach und nach Kichererbsenmehl dazu geben und rühren, bzw kneten. Wenn die Mischung durchgefeuchtet und formbar und ist, kleine Bällchen rollen, die im tiefen Fett ausgebacken werden.

Für das Chutney Korianderblättchen zupfen. Mit Kokosraspeln, Joghurt, Ingwer, grüner Chili, geröstetem Koriander, Limettensaft, Zucker und Salz zu einem frischen, etwas scharfen Dip pürieren.

Wem muss ich da noch sagen, wie sagenhaft das schmeckte?

gemütlich
gemütlich

Entenragout

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Das Eisfach muss abgetaut werden, es geht kein Weg mehr drum herum. Und fast alles, was im Eisfach ist, muss in nächster Zukunft in unsere Mägen, da man draußen bei 8 Grad plus ja wohl kaum seine Sachen lagern kann. Was hätten wir denn da? Entenbrüste zum Beispiel. Die sind heute dran und brauchen ein anständiges Rezept. Das fand ich bei Astrid in ihrem phänomenalen Blog arthurstochterkocht.blogspot.de. Ich hatte die eine oder andere von ihr verwendete Zutat nicht zur Hand, also musste mit Bordmitteln gearbeitet werden. Für meine vergleichsweise bescheidene Art zu kochen, reichte das völlig aus und es entstand ein Essen, das seinesgleichen sucht. Vielen Dank, liebe Astrid, es war göttlich!

Entenbrüste vom Fett befreien und in Ingweröl mit dem darin eingelegten Ingwer leise anbraten. Mit Rotwein und Sojasauce ablöschen. Getrocknete Cranberries und Kalbsfond dazu geben und etwas eine halbe Stunde köcheln lassen. Eine halbe Birne in kleine Stücke schneiden und sich köchelnderweise in der Sauce auflösen lassen. Mit Salz, etwas Balsamico und zerstoßenem Langpfeffer würzen. Ohhhh, das war was!

Da fielen die am Morgen vorbereiteten Polentagnocchi ein bisschen gegen ab, obwohl sie eine ganz ok-e Saucenaufnahmebeilage waren.

Thunfisch-Sashimi mit Ingweröl

SAMSUNGGestern Abend ließ mich der Gedanke an Ingweröl nicht los. Kurzerhand wurde es hergestellt: 
Olivenöl und neutrales Öl mit geriebenen Ingwer erhitzen, aber nicht kochen und mindestens über Nacht ziehen lassen. Für heute Abend habe ich Thunfisch besorgt, den ich mir dazu gut vorstellen kann. Um später kulinarisch keinen Reinfall zu erleben und um das eh schön spärliche Tageslicht zum Fotografieren zu nutzen, habe ich schonmal einen kleinen Schmeckhappen bereitet, der Lust auf mehr machte.

Thunfisch fein aufschneiden, mit Ingweröl beträufeln. Dann mit Limettenabrieb, geröstetem Sesam, Daikonkresse und Meersalz bekrümeln. Sehr fein und zart, ich denke, heute Abend, mit einem kleinen Salat wird’s ne Wucht!

Am Abend wurde doch nochmal ein bisschen umdisponiert: Carpaccio ist das neue Sashimi!SAMSUNG

So richtig anders sieht es gar nicht aus, ein bisschen dünner geschnitten, ein Salat dazu, aber der Clou: unter dem Fisch befindet sich eine leckere Sauce aus Wasabi mit Créme Fraîche, Limettensaft und etwas Honig. Wie soll man das jetzt nennen? Asiatisches Carpaccio oder mediterranes Sashimi? Egal. Wir fanden’s super.

Schwarze Reisnudeln mit Garnelen, Ingwersabayon und Korianderpesto

SAMSUNGIch wollte Tintenfisch machen und bekam keinen. Stattdessen kaufte ich am Marktstand nebenan aus Frust ein Büschel Koriander. Kann man ja immer gebrauchen. Ich hatte eine vages Bild von köstlich aussehender Pasta von lebonheurgouteux im Kopf, sowas in der Art wollte ich machen. Eigentlich sollte ich in der letzten Woche vor Weihnachten kochtechnisch mal die Bälle flacher halten, aber es gelingt mir irgendwie nicht. Vor drei Tagen fand ich im Adventskalender, den mein Mann mir gebastelt hat, einen schicken neuen Schneebesen, der eingeweiht werden wollte.

Schwarze Reisnudeln und eingefrorene Garnelen waren noch im Hause. Jetzt fehlte nur noch Ingwer. Den hatte ich vergessen zu besorgen und startete eine Umfrage in der Nachbarschaft. Biete Mittagessen gegen Ingwer gegen. Nach 3 Minuten kam die erste SMS – „Ich bin grade einkaufen, kann dir was mitbringen“. So kam meine liebe Nachbarin mit Ingwer und genügend Zeit zu gemeinsamen kochen und quatschen.

Bevor sie kam machte ich das Korianderpesto: Ein Büschel Koriander mit einer handvoll gerösteter ungesalzener Erdnüsse, grüner Chili, 1 Knoblauchzehe, Limettensaft und neutralem Öl pürieren. Ein wenig Salz und ein Tröpfchen Sesamöl dazu, fertig.

Für die Sabayon habe ich eine Schalotte mit Ingwer und den Schalen der Garnelen, sowie Schubecks „Karibisches Scampi- und Fischgewürz“ in etwas Butter angehen lassen. Mit Fischfond abgelöscht und ziemlich einreduziert. Durch ein feines Sieb gegeben um den Sud zu erhalten. Den habe ich mit zwei Eigelb im Wasserbad schaumig aufgeschlagen. Etwas Salz dazu, auch fertig. Auf den verbliebenen Herdplatten wurden einerseits die Reisnudeln gekocht, andererseits die Garnelen gebraten und am Ende alles zu Teller gebracht. War ich froh das ich nicht alleine war und das feine Essen teilen konnte!

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Asiatische Aubergine

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Ich mag Auberginen ja sehr gerne. Aber die Frage von Nicht-Mögern, was denn daran so toll sei, kann ich nicht wirklich beantworten. Die Konsistenz ist irgendwie gut. Asiatisch hab ich sie noch nie zubereitet, also war das heute mal fällig.

Aubergine in halbe Scheiben schneiden und in Pflanzenöl anbraten. Weil die Biester ja so viel Öl schlucken, gare ich sie nach dem Anbraten mit ein ganz bisschen Wasser weiter, bis dieses komplett verdunstet ist. Dann wird das Ganze nicht so wahnsinnig fettig. Frühlingszwiebel dazu geben und noch etwas weiter brutzeln lassen. Eine Sauce aus braunem Zucker, Sojasauce, gehacktem Ingwer und Knoblauch, Chili, Sesamöl und Reisessig anrühren und in die Pfanne über die Auberginen geben und schön karamellisieren lassen bis die Flüssigkeit in die Auberginen gezogen ist. Gerösteten Sesam und Schnittlauch darüber. Das ging sehr schnell und schmeckte sehr schön!

Lachs in Wirsingblatt mit Ingwer-Karamellsauce

 

Ich kann mir schlecht Namen merken. Und auch manchmal Gesichter. Da fehlt mir was im Synapsenapparat. Für Geschmäcker scheine ich ein Langzeitgedächtnis zu haben. Das Rezept für diese sensationelle, ziemlich scharfe, herrlich süße, vor Jahren einmal bereitete Ingwersauce konnte ich aus dem Gedächtnis abrufen wie die Namen meiner Kinder. Die Sauce brauchte natürlich etwas Passendes zum Umfließen, so ließ ich mir die Wirsingrolle dazu einfallen.

Zur Sauce: gut 2 EL Zucker mit einem gut daumengroßen Stück kleingehacktem Ingwer karamellisieren lassen. Mit 75ml Reisessig ablöschen. Fischfond dazu geben und auf die Hälfte reduzieren. Kurz vor dem Servieren die Sauce durch ein Sieb giessen, um die Ingwerstückchen loszuwerden.

Wirsingblätter vorsichtig vom Kopf pulen, in kochendem Wasser blanchieren, eiskalt abschrecken und die dicken Strunke plattschneiden.

Ein schönes Stück Lachsfilet mit getrocknetem Zitronengras, Salz, getrocknetem und frischem Koriander würzen. Mit Crème fraiche bestreichen und in ein oder zwei Wirsingkohlblätter wickeln. Mit Zahnstochern zusammenpieken. In einer gebutterten Form und Butterflöckchen obenauf bei 175 Grad eine halbe Stunde im Ofen belassen. Ab und zu mit Fischfond bestreichen, damit der Kohl nicht trocken wird.

Eigentlich war das nichts für so einen einfachen Montagmittag. Das hätte einen schöneren Rahmen verdient … wer kommt nächstes Mal zum Essen?