Paksoi mit Ingwerkaramell

Pak-Soi-Ingwerkaramell

Hier melde ich mich mal wieder aus dem Off. Hatte wieder Lust was zu posten und außerdem will ich dieses Rezept auf keine Fall vergessen. War an so einem gruselig-dödeligen vergnatzen Tag ein echter Stimmungsaufheller und obwohl es vielleicht ein bisschen unspektakulär aussieht, hat es doch was in sich: schicke Schärfe und frische Süße.

So gehts: Erdnüsse anrösten, beiseite stellen. Nicht zu wenig braunen Zucker in einer Pfanne mit etwas Wasser karamellisieren lassen, dann kommt ne ganze Menge geriebener Ingwer und Chiliflocken dazu. Wenn es alles zusammenklumpt, mit Reisessig ablöschen und auflösen. Dann den Baby Paksoi mit in die Pfanne geben und garen lassen. Erdnüsse dazu und fertig ist es schon. Was für auf die Schnelle und was für „dass die Sonne wieder scheint“.

PS: Oh, ich sehe grade, dass ich diese Sauce vor über 2 Jahren schon einmal beschrieben habe. Egal. Ist immer noch lecker!

Jacobsmuscheln mit Erbsenpüree und lila Kartoffelrisotto

Bild    Mann, ich bin fertig! Hab mir wieder die Nacht um die Ohren geschlagen… Diesmal nicht, weil mir nichts zu Kochen einfiel, sondern weil ich wegen des Superbowls vor der Glotze klebte und den Absprung ins Bett nicht kriegte. Dabei interessiert mich Football eigentlich überhaupt nicht. Ich wusste, dass ich mich deswegen heute ärgern werde und ich ärgere mich auch. Aber ein wenig zufrieden bin ich doch, denn ich habe gerade dieses freundliche Tellerchen verputzt. Weil es heute früh so schön sonnig und die Luft lecker frisch war, schafften es meine müden Knochen auch zum Markt. Irgendwie sollte heute was Farbenfrohes meiner Matschbirne entgegenwirken und es entstand dieses kunterbunte Mittagessen. Das war nicht nur optisch sondern auch geschmacklich ein fröhliches Durcheinander, was mich ganz glücklich machte.

Eine ziemlich ähnliche Farbgebung wie mein Gericht hat auch ein Buch, das mein Mann mir zum Nikolaus geschenkt hat: Niki Segnits Geschmacksthesaurus. Kennt ihr bestimmt wieder alle, oder? Ich finde dieses Buch sehr inspirierend und interessant. Es werden auf knapp 500 Seiten verschiedenste Geschmackskombinationen beschrieben und mit Anekdoten oder Rezepten versehen. Unter „Meeresfrüchte und Erbsen“ wird auf ein weiteres Buch über die Küche des Mittelalters hingewiesen, in dem ein Erbspüreerezept beschrieben ist, was ich sofort kochen musste: Ich habe die Zutaten mengenmässig ein bisschen Pi mal Daumen eingesetzt; Abwiegen und -messen ist heute nicht so  ein Ding.

Also: zwei Hände voll Erbsen kurz kochen. Im Mixer ein Toastbrot ohne Rinde, etwas Weißweinessig, die Erbsen, Salz, etwas Ingwer, je eine Prise Zimt, Kardamom, Piment zu einem Püree mixen. Weil mir das zu fest wurde, habe ich noch etwas Sahne hinzugegeben. Eigentlich gehören noch Mandeln und Nelken mit hinein, hab ich aber vergessen. Abschmecken und vor dem Servieren nochmal erwärmen.

Für das lila Kartoffelrisotto (mir fällt kein anders Wort dafür ein. Vielleicht Kartoffelotto!?) eine halbe Schalotte mit klein gewürfelten lila Kartoffeln in Butter anschwenken, mit etwas Weißwein und Gemüsefond ablöschen, salzen, pfeffern, bissfest garen und mit einem EL Parmesan und etwas Butter am Ende abrunden.

Serranoschinken hab ich in einer Pfanne knusprig gebraten, rausgenommen um darin die mit Piment d’Espelette bestäubten Muscheln in Schinkenaroma und Butter zu schwenken.

Es war wie auf einer Mischpalette: Ich aß die einzelnen Komponenten in unterschiedlichen Kombinationen (Püree mit Muschel, Muscheln mit Schinken, Schinken mit Kartoffeln…)  und bei jedem Happen entstand ein köstlich-buntes Treiben in meinem Mund.

Während ich da hier schreibe, lungere ich faul auf dem gleichen Sofa von letzter Nacht und nach den 3 Punkten am Ende  werde ich ein kleines farbenfröhliches Schlummerchen machen …

Linsen, Birnen und Fisch im Speck

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Der Wochenmarkt in hiesigen Breiten ist grade voll davon: von den kleinen, ein bisschen unreif aussehenden, mässig attraktiven und knüppelharten Kochbirnen. Was machen die Leute damit? Gibt es wirklich in jedem zweiten Haushalt jeden zweiten Tag „Birnen, Bohnen und Speck“? Über Kochbirnen findet man diesen immer gleichen, wenn auch nicht zu verachtenden Eintopf aus den Zeiten, als der Norddeutsche noch auf der eiszeitlichen Endmoräne stand und der Wind kalt durchs Zauselhaar blies. Andere saisonale Obst- und Gemüsesorten bieten doch auch reichhaltige Variationsmölichkeiten.

Wie auch immer. Wir waren am Wochenende bei Hanna, einer ganz lieben Kollegin meines Mannes. Wir grillten unter der Markise, die Jungs fischten kleine Fische aus dem Teich (und präsentierten sie auf Blättern bevor sie wieder frei ließen), und ich durfte mir Süß- und Kochbirnen vom Bäumchen zwacken.

Was nun damit machen, tun, herstellen? Das Internet gibt nicht so viel her, also musste ich meinen Grips anstrengen und kam auf dieses recht aparte Gericht:

Eine Variante von BB+S. Ich blieb bei Hülsenfrüchten und dem Einsatz von Geräuchertem. (Wobei ich mir hier Räuchertofu auch ganz prima vorstellen kann.)

Also: Kochirnen unten abschneiden. In mit ordentlich frischem Ingwer und Lorbeerblatt veredeltem Salzwasser etwa eine halbe Stunde kochen. Berglinsen waschen und in Gemüsebrühe kochen. Kabeljaufilet in schmale Streifen schneiden, würzen (Salz, Pfeffer, Rauchsalz) und in (Heide)-Schinken einrollen und mit einer grob geschnittenen Zwiebel in den heißen Ofen stellen. Linsen mit etwas Holunderessig, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Petersile und Bohnenkraut würzen. Nochmal kurz erhitzen und mit Birne und Fisch auf den Teller bringen.

Speziell die Birnen waren ganz toll! Was kann man noch damit anstellen? Sagt’s schnell, die Saison dauert nicht mehr lange!

Gegrilltes Lengfilet mit Kokoslinsen

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Ja, man mag sich beim Betrachten des Bildes fragen, wo denn hier der Fisch anfängt und wo die Linsen aufhören; aber was hier so monochrom aussieht, schmeckte glücklicherweise nicht so. Im Gegenteil: ein Geschmäckchen hier, eine Schärfe da, insgesamt fand ich es persönlich ein ganz feines Essen. Nicht zuletzt, da ein gewisses Urlaubsfeeling aufkam, als ich den Gasgrill anschmiss und nur so für mich, nur so zum Mittag, ein prächtiges Fischchen darauf garte.

Zuerst röstete ich Kokosraspel in einer trockenen Pfanne. Dann kochte ich rote Linsen mit Ingwer, Chilischote, Zitronengras und einem Limettenblatt. Salzen, abschmecken, Kokosraspel dazu.

Das Lengfilet legte ich in neutralem Öl und Schubecks „karibisches Scampi-und Fischgewürz“ (bestehend aus: Kurkuma, Paprika edelsüß, Senfkörner, Knoblauch, Kreuzkümmel, Kardamom, Chillies, Ingwer, Zwiebeln) ein und legte ihn vorsichtig auf den Grill. Erstaunlicherweise blieb der Fisch ganz. Das Linsen/Grillfisch Mimikry wurde farblich noch mit Koriander und geschmacklich mit etwas Limettensaft aufgepeppt. Das war gestern. Aber gleich schmeiß ich den Grill wieder an. Nur so für mich. Nur so zum Mittag!

Das Innere von Sommerrollen im Reisblattkörbchen

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Man ahnt beim Titel dieses Gerichts schon, dass da irgendwas nicht geklappt hat. Ich hatte mich so drauf gefreut: meine ersten selbst gemachten Sommerrollen. Beim Einschlafen gestern malte ich es mir so schön aus: Schwarze Reisnudeln und buntes Gemüse in Reisblätter gewickelt, in die schwarzer Sesam eingelassen war. Im Geiste rollte ich, dippte und biss ich diese kleinen Köstlichkeiten, bis mich die Realität einholte.

Dabei war alles gut:

Karotten und Gurken durch die V-Reibe gestemmt, mit Fischsauce, Limettensaft und Sesamöl gewürzt.

Reisnudeln gekocht.

Garnelen ausgelöst, klein geschnitten, mit Ingwer und Knoblauch angebraten, abkühlen lassen.

Grünen Salat, Koriander und Minze zerkleinert und mit allen vorherigen Zutaten gemischt.

Dip aus Reisessig, Reiswein, Zucker, Chili und Limettensaft gekocht.

Reisblatt mit Wasser benetzt und auf ein Küchentuch gelegt. ……….. und gewartet, dass es weich wird …… wurde nicht weich….. war wie Autoreifen …… völlig uneinrollbar.

Panik machte sich breit.

Irgendjemand im Internet behauptete, in der Mikrowelle würde es nach einer Minute knusprig. Und tatsächlich, es klappte. Puh. Schnell wurde umdisponiert und die Sommerrollenfüllung nannte sich jetzt Sommersalat der Dip wurde zum Dressing und die Rollenhülle zum Teller. Geht doch!?

Vichy Karotten mit Giersch-Pesto

Vichy Karotten

Ich war schon wieder in der Heimat. Es galt Fussballspiele zu besuchen, Geburtstage zu feiern, Fahrradtouren zu machen und bei einem Reitturnier zuzuschauen. Letzteres war mein erstes dieser Art und die ganze Familie erwartete den Auftritt der knapp 10-Jährigen Nichte, Schwester, Tochter, Enkelin. Es zog sich gewaltig. Wir alle hatten schon eine Bratwurst und ein Stück Torte intus und starrten auf herausgeputze Zossen und Kinder im adretten Dress, die ihre Kreise drehten und „Teehhrab“ machten. Ich schaute mich ein bisschen um und erspähte Giersch. Ich hatte eine Aufgabe. Während die anderen weiter zuschauten, machte ich mich begeistert über die gerade geschlüpften kleinen Blättchen her und sammelte gerade soviel, dass es für ein mittelgroßes Glas Pesto reichte. Nachdem endlich auch meine Nichte an die Reihe kam und ihre Sache prima gemacht hatte, trug ich freudestrahlend meine Beute nach Hause. Dem Rest der Familie war das ein bisschen unangenehm, aber mir war das ein bisschen egal.

Giersch, dieses von Gärtnern verhasste Kraut, schmeckt kräftig, ein bisschen nach Petersilie und ein bisschen nach Karotte. Zum Pesto verarbeitete ich ihn mit Mandeln, neutralem Öl und einem halb-daumengroßen Stück Ingwer.

Mir war heute nach frischen Karotten und so entstand dieses einfache Mittagserlebnis: eine halbe Zwiebel würfeln und mit Butter abschwenken. Karotten, Frühlingszwiebeln und ein bisschen Zucker dazu. Dann mit Mineralwasser angießen, salzen und warten, bis das Wasser und die Butter sich zu einer homogenen Sauce verbunden haben und die Karotten gar sind. Schnell ein Löffelchen vom Giersch-Pesto dazu und mit Kartoffeln und Spiegelei (ich hatte einen Zwilling 🙂  anrichten. Ich fürchte, das mittelgroße Glas ist bald alle. Gut, dass am Wochenende auch Bärlauchjagd abgesagt war und von dem daraus gefertigten Pesto auch noch das eine oder andere Gläschen im Kühlschrank lauert.

Asiatisches Gemüse mit Alge und Gurkensalat

BildEigentlich wollte ich was ganz anderes machen. Nachdem ich nun alle um mich herum schon ganz wuschig mit dem Wakamesalat gemacht habe, wollte ich heute unbedingt Evas Rezept (nochmal lieben Dank dafür!) ausprobieren. Ich hatte alles soweit im Hause. Bis auf die nicht so unwichtigen Algen. Gestern im Asialaden Fehlanzeige. Auf Evas Rat hin, machte ich mich heute in den Bioladen auf und fand „Meeresspaghetti“, genauer gesagt, französische braune Meeresalgen. „Alle Viecher schwimmen im selben Meer“, sagte ich mir und wollte diese Algen statt der japanischen Wakame verwenden. Alles war soweit bereit gelegt. Ich hab nur nochmal schnell aufs Kleingedruckte geschaut: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfahl nicht mehr als ein Gramm dieser getrockneten Alge pro Tag zu verzehren. Das entspricht einem Algenspaghetto!!! Wie um Himmels Willen soll ich denn davon einen Salat zubereiten?? Mal ehrlich, was soll das denn? Was soll ich mit den 400 weiteren Algensträngen in der Packung wohl anstellen? Jeden Tag eine Alge irgendwo untermogeln bis das Haltbarkeitsdatum (27.10.2014) erreicht ist? Und vergifte ich mich, wenn ich mal über die Stränge schlage und mich für 4 Algen entscheide? Hat hier irgendjemand ne Idee was ich damit noch machen kann?

Nun, ich musste zähneknirschend umdisponieren. Wenn ihr in den  nächsten Tagen nichts mehr von mir hört, verabschiede ich mich an dieser Stelle schon einmal. Ich wagte es nämlich, tatsächlich 4 Algenspaghetti in meinem Mittagessen unterzubringen…

Etwas freudlos briet ich Shiitakepilze, Lauch und Edamame, mischete Misopaste und die eingeweichten 4 Algen unter, würzte mit Sojasauce, Gemüsebrühe und richtete es zu Reis an. Schmeckte ganz passabel. Um aber nicht ganz von meinem Vorhaben abzukommen, bereitete ich mir den Algen-Gurkensalat von Eva nur mit Gurken zu. Das war köstlich und hat mich wieder in bisschen versöhnt.

Wollt ihr wissen, wie denn diese vermaledeite Alge wohl schmeckte? Ich sag es ungern, aber sie schmeckte nach nix.

Asiatische Nudelsuppe mit viel Grün

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Attacke! Ich habe den Kanal gestrichen voll! Heute mach ich mich gesund, auf Gedeih und Verderb. Aus den Augenwinkeln sah ich letzte Woche, als noch üppige, köstliche, österreichische Krawummsspezialitäten auf dem Speiseplan standen, dass sich Eva  „Phở bò – Vietnamesisches Lebenselixier“ gekocht hat. Was für den Vietnamesen gilt, gilt sicherlich auch für die Mutti und so kochte ich heute diese sowas von delikate Suppe. Ich spür praktisch schon, wie sie wirkt. 

1 l Rinder- oder Gemüsebrühe, 2 Sternanis, 2 Pimentkörner, 1 Zimstange, 1 Kardamomkapsel, 1  Stück Ingwer, geschält, in Scheiben geschnitten, 1 EL Fischsauce und eine winzige Prise Zucker eine halbe Stunde köcheln lassen. Ich hab noch eine halbe gehäckselte Chilischote und einige Limettenblätter dazu gegeben. Durchseihen und wieder auf den Herd stellen. Statt Fleisch hab ich nun allerlei Grünzeug dazu gesellt: Frühlingszwiebeln, Edamame (grüne Sojabohnen), Zuckerschoten, sowie 2 nicht so grüne Champignons und eingeweichte Reisnundeln. Nochmal kurz durchziehen lassen. Der Duft hat mich schon gleich aus den Latschen gehoben! Ahh! Ich rieche wieder was! Direkt vor dem Essen habe ich noch Limettensaft drüber geträufelt. Sie war sehr sehr gut und wandert in mein ewiges Lieblingsgerichtegedächtnis! Danke liebe Eva, ich glaube, du hast mich gerettet!

Chettinad Chicken Curry und Aprikosenchutney

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Leute, was ihr hier seht, ist der Rest von gestern. Mein Mann kümmerte heute rum und ich hatte ihm Hühnersuppe verordnet. Während also das Hühnchen vor sich hinsimmerte, freute ich mich schon mal auf das Chicken Curry, das ich gestern Abend für uns und unseren lieben Besuch bereitet hatte. Als wir heute Mittag mal ausnahmsweise gemeinsam am Tisch saßen, fragte er mich, warum er nicht das leckere Essen bekommen würde. „Die Suppe ist besser für dich“. Er war zu schwach, um sich zu wehren.

Das Rezept von dem Curry stammt aus dem Indien Kochbuch von Pushpesh Pant. Ich habe es erst letzten Freitag zubereitet, und alle waren so begeistert, dass es gestern gleich nochmal gemacht wurde.

In einem Blender eine frische Kokosnuss, 2TL Mohnsamen, 1TL Fenchelsamen, Zimt, 3-4 grüne Kardamomkapseln, 2-3 Nelken, 1TL Kurkuma mit etwas Wasser im Mixer zu einer Paste pürieren.

In einer hohen Pfanne eine große gehackte Zwiebel anrösten, 5 gehackte Knoblauchzehen, 1EL Cayennepfeffer sowie die Paste mit in die Pfanne, kurz braten. Ein ganzes, in Stücke zerteiltes Hähnchen hinein sowie 2 gehackte Tomaten (hab ich vergessen) und warten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. 1/2 l Wasser dazu geben, salzen und 30 Minuten köcheln lassen. Am Ende frische (ich hatte getrocknete) Curryblätter und Saft einer Limette dazu geben. Zum Anrichten mit gehacktem Koriandergrün bestreuen.

Das Aprikosenchutney hab ich mir ausgedacht und passte ganz prima dazu. Hierfür habe ich eine große handvoll getrocknete Aprikosen mit Schalottenwürfeln, geriebenem Ingwer und gelber Chilischote (ich wette, rote oder grüne geht auch!) in etwas Butter angehen lassen. Wasser und Weißweinessig dazu geben und ganz weich kochen. Pürieren, abschmecken.

Prawn Pakoras mit Koriander Chutney

SAMSUNGMir ist heute durch und durch nach indischen Genüssen. Vormittags Ingwertee, eben gerade diese Pakoras und zum Nachtisch zünd ich mir ein Räucherstäbchen an. Auf die Pakoras kam ich, weil ich immer wieder auf dem Markt wie ferngesteuert ein Büschel Koriander mitnehme. Das wird dann immer vergessen und vor dem totalem Zerfall doch noch gerettet. In letzter Sekunde mixte ich gestern Abend noch das Chutney, leicht abgewandelt von Jamie. Nur davon wird man ja nicht satt, also kamen die Pakoras auf den Plan; das Kichererbsenmehl hatte ich neulich schon besorgt, es konnte also losgehen:

Pakoras: Rohe Garnelen grob hacken. Zwiebelwürfel mit den Garnelen, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala und Salz mischen. Nun nach und nach Kichererbsenmehl dazu geben und rühren, bzw kneten. Wenn die Mischung durchgefeuchtet und formbar und ist, kleine Bällchen rollen, die im tiefen Fett ausgebacken werden.

Für das Chutney Korianderblättchen zupfen. Mit Kokosraspeln, Joghurt, Ingwer, grüner Chili, geröstetem Koriander, Limettensaft, Zucker und Salz zu einem frischen, etwas scharfen Dip pürieren.

Wem muss ich da noch sagen, wie sagenhaft das schmeckte?

gemütlich
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