Gegrillter Saibling mit wildem Spargel und Holunderschaum

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Mein kleiner Fischmann auf dem Markt verkaufte mir einen kleinen Saibling. Und gegenüber gab’s wilden Spargel. Das sollte heute mal alles gemeinsam auf den Grill. Und irgendwas holunderiges wollte ich dazu machen. Holunderblüten sind im Moment mein Allerliebstes. Ich habe schon literweise Sirup eingekocht und Essig bereitet. Dieser Duft – aahhhh! Ich geh vor Freude kaputt bei diesem Duft! Zum Fisch wollte ich heute mal was ausprobieren.

In den Saiblingsbauch habe ich schonmal ein paar Blüten reingelegt. Dann wurde der Fisch gewürzt und in ein Fischgrillgitter verbracht. Den wilden Spargel habe ich vorgekocht, eingeölt und zusammen mit dem Gitterfisch auf den Grill gelegt. Ich sag mal so: Das hätte vollkommen gereicht.

Trotzdem hab ich mich an Holunderschaum gemacht.  Und zwar hab ich Weißwein mit Holunderblüten und Salz stark reduzieren lassen. Blüten entfernt und mit Milch, Orangenöl, Sahne und Pfeffer im Milchschäumer aufgeschäumt. Vor dem Essen über (besser wäre an) das Grillgut gegeben. Eigentlich war dieser Schaum viel zu zart gegenüber dem gegrillten Fisch und dem herzhaften Spargel, auch optisch hat man das Gefühl, man hat so ein „Eins von den Dingen passt nicht zu den anderen“-Bildern vor Augen. Aber als ich das feine Fleisch freigelegt hatte, empfand ich den Schaum doch eigentlich recht apart.

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Gegrillte Aubergine mit Olivencouscous

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Gasgrilli und ich sind gute Kumpels. Gestern mittag war uns mediterran zumute und wir hatten Lust auf frisches Gemüse. So kamen Auberginen und Tomaten aufs Feuer. Grilli machte alles heiß und ich durfte es essen. Wir sind schon ein gutes Team.

Olivencouscous machte ich so: Couscous mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Orangenöl und Olivenöl würzen. Dann klein geschnittene grüne und schwarze Oliven, Basilikum und frische Minze dazu geben. Keine Zitrone oder so. Irgendwie schmeckt mein Couscous dann sonst immer „metallisch“, ich kann das nicht anders beschreiben.

Joghurtsauce einfach aus Joghurt, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen. Die Auberginen habe ich in Streifen geschnitten und in Olivenöl und mit einem georgischen Gewürzsalz (den Namen hab ich leider vergessen) von meiner Nachbarin gewürzt. Baharat oder ähnliches geht natürlich auch. Ab auf den Grill. Das Ganze wurde am Ende in ein dünnes Fladenbrot gewickelt.

In 5 Wochen geht es in den Urlaub. So sollte er schmecken!

Gegrilltes Lengfilet mit Kokoslinsen

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Ja, man mag sich beim Betrachten des Bildes fragen, wo denn hier der Fisch anfängt und wo die Linsen aufhören; aber was hier so monochrom aussieht, schmeckte glücklicherweise nicht so. Im Gegenteil: ein Geschmäckchen hier, eine Schärfe da, insgesamt fand ich es persönlich ein ganz feines Essen. Nicht zuletzt, da ein gewisses Urlaubsfeeling aufkam, als ich den Gasgrill anschmiss und nur so für mich, nur so zum Mittag, ein prächtiges Fischchen darauf garte.

Zuerst röstete ich Kokosraspel in einer trockenen Pfanne. Dann kochte ich rote Linsen mit Ingwer, Chilischote, Zitronengras und einem Limettenblatt. Salzen, abschmecken, Kokosraspel dazu.

Das Lengfilet legte ich in neutralem Öl und Schubecks „karibisches Scampi-und Fischgewürz“ (bestehend aus: Kurkuma, Paprika edelsüß, Senfkörner, Knoblauch, Kreuzkümmel, Kardamom, Chillies, Ingwer, Zwiebeln) ein und legte ihn vorsichtig auf den Grill. Erstaunlicherweise blieb der Fisch ganz. Das Linsen/Grillfisch Mimikry wurde farblich noch mit Koriander und geschmacklich mit etwas Limettensaft aufgepeppt. Das war gestern. Aber gleich schmeiß ich den Grill wieder an. Nur so für mich. Nur so zum Mittag!

Grillen bei Mutti

Meine Mutter liebt Bratwurst. Überall, wo eine Würstchenbude ist, ist meine Mama und isst ihre Thüringer. Das war schon immer so. Und weil sie die Wurst so liebt, hatte ich das als Kind auch zu tun. Ich schielte jedoch immer auf die saftigen, in schlabberiger, köstlich brodelndender Sauce schwimmenden Schaschliks. Es gab aber Bratwurst. „Die ist besser“, sagte sie. Was wusste sie schon. Es gibt so Kindheitstraumata. Nicht, dass ich Bratwurst nun verachte, es gibt in der Tat sehr leckere, aber ich habe ein Faible für Spieße. In allen Formen, mit allem, was sich aufspießen lässt. Heute habe ich ein paar Spieße zum Grillen vorbereitet. Und wir grillen heute bei Steffen. Steffen war mein erster Mitbewohner. Wir wohnten zusammen vor vielen Jahren auf dem Kiez. Dort gibt es einige Imbisse. Befreit aus mütterlichen Händen und Wurstzwängen sind wir manche Abende durch die finstersten Bratbuden getingelt und haben das „Schlimmste Schaschlik der Welt“ gesucht. Und auch irgendwo zwischen Großer Freiheit und Davidstrasse gefunden. Es war wirklich schlimm. Trotzdem hat es mich nie zur Wurst konvertieren lassen.

Spargelsalat

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Sonne in Hamburg! Heute wird angegrillt, und zum Fleisch gibt’s zur Feier des Tages mal was Schickes.

 

Spargel in Stücke schneiden, mit Einsatz im Top dämpfen oder einfach kochen.

dann:

etwas Spargelwasser 

neutrales Öl

Weinessig

eine kleine Zwiebel in klitzekleine Würfel geschnitten

Senf

Zucker

Salz

Estragon

mischen und über den warmen Spargel gießen, vorsichtig mischen.

Nun zieht das ein paar Stündchen durch und dann bin ich mal gespannt, obs schmeckt.