Cima-Quitten-Cannelloni

cannelloni Cima di rapa Quitte

Nachbarn sind schon was Feines! Und noch dazu welche, die einen Kleingarten haben. Veronika und Familie hat einen Garten und einen Quittenbaum. Und nun habe ich einen Haufen dieser herrlichen Früchte rumliegen, der die ganze Wohnung parfümiert. Ich bin jetzt nicht so die Expertin, werde aber gerade zu einer ausgesprochenen Liebhaberin dieser eigenartigen Frucht. Und so wird alles erdenkliche ausprobiert, z.B. dieses hier: Neulich beim Gemüsemann sah ich mal wieder Cima di Rapa und griff intuitiv zu. Ich erinnere mich, im letzen Jahr gab es einen wahren Hype um dieses Gemüse – „wo gibts den denn?“, „ich finde keinen“,“will auch“, „habe nur ollen gefunden“ waren die verzweifelten Kommentare im Bloggerorbit.

Juht. Ich hab ihn mit den Quitten kombiniert und fand es eine absolut perfekte Mischung … das süßsauer-herbe von der Quitte mit dem Bitteren des Stängelkohls. Ich freute mich total über den Geschmack aber vor allem auch, ENDLICH mal wieder was Anständiges mitttags auf den Tisch gebracht zu haben.

Eine kleine handvoll grob zerkleinerter Haselnüsse anrösten, beiseite stellen. 1/2 kein geschnittene Zwiebel in Butter angehen lassen. Eine fein gewürfelte ungeschälte Quitte dazu geben, nach 5 Minuten den zerkleinerten Cima di Rapa sowie eine halbe oder so (je nach Schärfe) Chilischote. Mit den Nüssen zusammenbringen, abschmecken und fertige Cannellonihülsen befüllsen. Dann Sahne mit Weißwein aufkochen, geriebenen Parmesan dazu, würzen und über die Rollen schütten. Im Ofen garen lassen. Leckest.

Als nächstes gibts Quittenbrot, Quittenlikör, Quittegeöns. Ich freu mich schon!

Cima di Rapa Graupensuppe

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Ich drömelte heute mal kurz auf meinen Lieblingsblogs herum und himmelte irgendwann die Kohlroulade von der Wilden Henne an. Sowas wäre es jetzt. Buchweizen hab ich nicht und Weißkohl ist aus. Was hab ich denn so, was so ähnlich ist? Graupen und Cima die Rapa. Hmm.

Nicht, dass das, was ich dann gemacht habe, irgendwas mit ihrer köstlichen Kohlroulade zu tun hätte, aber irgendwie hat sie mich um drei Ecken immerhin zu dieser Suppe inspiriert, die ich mir grade wohlwollend einverleibt habe.

Eine kleine Zwiebel und kleingeschnittenen Cima die Rapa (Stängelkohl) in etwas Olivenöl angehen lassen. Fleisch- oder Gemüsebrühe dazu geben und 15-20 Minuten kochen lassen. Zwischendurch ein paar halbierte Kirschtomaten, rote Chili, Thymian und Pfeffer dazu. Abschmecken. Ich konnte wieder nicht anders und musste noch ein Tröpfchen Orangenöl (ich befinde mich doch grade in einer Zitrusfrüchtephase) dazu geben. Auf dem Teller gabs auch noch einen Klecks Tapenade, also Paste aus schwarzen Oliven und schon war meine „Kohlroulade“ bereitet.

Nachschlag: heute, einen Tag später, gabs die Aufwärmung mit einer abgegniddelten Hähnchenkeule vom gestrigen Abend. AUCH NICHT SCHLECHT!!

Brotsuppe mit Cima di Rapa, 4.0

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Gestern musste ich zur Post und entschied mich in das kleine Postamt im Schanzenviertel zu gehen. Ich habe dort lange Jahre gewohnt und ich nahm mir die Zeit, einen Bummel durch die vertrauten Strassen zu machen. Am Ende blieb ich bei „meinem“ türkischen Gemüsehändler stehen und bewunderte die Auslage. Cima di Rapa! Den gibt’s aber selten. Er wurde sofort gekauft und nach Hause gebracht. Nun unternahm ich heute Recherche, wie man ihn denn lecker zubereiten kann. Zuerst stieß ich bei Claudio, dann bei der Wilden Henne und schließlich noch bei Robert auf das Rezept der Stunde. Recherche beendet, die Suppe kommt heute auf den Tisch. Vielen Dank!

Hierbei soll unbedingt altes Brot verwendet werden. Leider hatte ich aber keins, So hab ich mir frisches Weißbrot in grobe Stücke zerpflücken und in Olivenöl erst einmal knusprig gebraten. Aus der Pfanne genommen, und in weiterem Olivenöl Knoblauch, Peperoncini und Thymian zum Zischen gebracht. Den klein geschnittenen Cima di Rapa dazu geben und kurz mit anschwenken. Dann Gemüsebrühe dazu  und 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Anrichten ein bisschen Röstbrot auf einen Suppenteller gegeben, dann die Suppe, dann weitere Brotbrocken. Ich mag es, wenn das Brot nicht komplett durchgeweicht ist, sondern noch hier und da ein bisschen kracht. Parmesanspäne drüber. Das war’s schon. Es war tolltolltoll und meine Premiere mit Cima die Rapa fand ich voll gelungen.