Spaghetti mit Oliven und Chilibröseln

BildAch menno. Bin immer noch matschepampe und das Schmecken fällt mir schwer. Ziemlich frustrierend, weil ich einige leckere Pläne hatte. Was also tun, wenn olfaktorisch Sendepause ist?! Ich konzentriere mich auf die Texturen im Mund und denk mir die Aromen dazu. So heute Mittag. Spaghetti sind immer angenehm und die Knusperbrösel bieten einen prima Gegensatz. Meine Nachbarin aß mit und bescheinigte Leckerness.

Es war schnell und einfach zubereitet, das kam mir und meiner Schlaffheit sehr entgegen.

Ein trockenes Brötchen zerschreddern und mit Öl und Chili in einer Pfanne knusprig braten. Spaghetti kochen. Zwiebeln in Ringen, zerkleinerter Knoblauch und Oliven in Olivenöl bei mittlerer Hitze schmurgeln. Salzen, Pfeffern, Spaghettiwasser angießen. Nochmal auf gewünschte Konsistenz einkochen und mit den Spaghetti mischen. Knusperbrösel und frischen Basilikum drauf und das Mouthfeeling genießen.

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Chettinad Chicken Curry und Aprikosenchutney

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Leute, was ihr hier seht, ist der Rest von gestern. Mein Mann kümmerte heute rum und ich hatte ihm Hühnersuppe verordnet. Während also das Hühnchen vor sich hinsimmerte, freute ich mich schon mal auf das Chicken Curry, das ich gestern Abend für uns und unseren lieben Besuch bereitet hatte. Als wir heute Mittag mal ausnahmsweise gemeinsam am Tisch saßen, fragte er mich, warum er nicht das leckere Essen bekommen würde. „Die Suppe ist besser für dich“. Er war zu schwach, um sich zu wehren.

Das Rezept von dem Curry stammt aus dem Indien Kochbuch von Pushpesh Pant. Ich habe es erst letzten Freitag zubereitet, und alle waren so begeistert, dass es gestern gleich nochmal gemacht wurde.

In einem Blender eine frische Kokosnuss, 2TL Mohnsamen, 1TL Fenchelsamen, Zimt, 3-4 grüne Kardamomkapseln, 2-3 Nelken, 1TL Kurkuma mit etwas Wasser im Mixer zu einer Paste pürieren.

In einer hohen Pfanne eine große gehackte Zwiebel anrösten, 5 gehackte Knoblauchzehen, 1EL Cayennepfeffer sowie die Paste mit in die Pfanne, kurz braten. Ein ganzes, in Stücke zerteiltes Hähnchen hinein sowie 2 gehackte Tomaten (hab ich vergessen) und warten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. 1/2 l Wasser dazu geben, salzen und 30 Minuten köcheln lassen. Am Ende frische (ich hatte getrocknete) Curryblätter und Saft einer Limette dazu geben. Zum Anrichten mit gehacktem Koriandergrün bestreuen.

Das Aprikosenchutney hab ich mir ausgedacht und passte ganz prima dazu. Hierfür habe ich eine große handvoll getrocknete Aprikosen mit Schalottenwürfeln, geriebenem Ingwer und gelber Chilischote (ich wette, rote oder grüne geht auch!) in etwas Butter angehen lassen. Wasser und Weißweinessig dazu geben und ganz weich kochen. Pürieren, abschmecken.

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BildDer Herr Ottolenghi in seinem Buch „Genußvoll vegetarisch“ macht das schon ganz gut. Und Claudia von Foodviewberlin hat mit ihrem „French Twist“ noch eins drauf gesetzt. Nun wollte auch ich dieses einfache und durchaus würzige kleine Gericht ausprobieren und hatte ein wirklich delikates Mittagessen. Ich habe mich an das Rezept aus dem Buch gehalten (nichts für ungut, Claudia!), aber dafür hatte ich alle Zutaten im Hause.

Kreuzkümmel ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Olivenöl und Zwiebeln dazu geben, anbraten. Geschnippelte rote und gelbe Paprika dazu geben. Ebenso etwas Safran, 1Tl Zucker, Thymian,Salz, Pfeffer, 1 Lorbeerblatt, (Petersilie, aber die hatte ich nicht) und ein bisschen rote Chili. Dann kamen noch grob geschnittene Tomaten (frische oder aus der Dose) hinzu und das Ganze brodelte schön weich. Ggf. muss  noch ein bisschen Wasser dazu gegeben werden, es soll eine Art Tomatensauce werden. Abschmecken. Dann vorsichtig zwei Eier in die Sauce gleiten lassen, Deckel auf die Pfanne und vorsichtig stocken lassen. Frischen Koriander drauf, das war’s schon. Dazu gabs bei mir Baguette.

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Cima di Rapa Graupensuppe

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Ich drömelte heute mal kurz auf meinen Lieblingsblogs herum und himmelte irgendwann die Kohlroulade von der Wilden Henne an. Sowas wäre es jetzt. Buchweizen hab ich nicht und Weißkohl ist aus. Was hab ich denn so, was so ähnlich ist? Graupen und Cima die Rapa. Hmm.

Nicht, dass das, was ich dann gemacht habe, irgendwas mit ihrer köstlichen Kohlroulade zu tun hätte, aber irgendwie hat sie mich um drei Ecken immerhin zu dieser Suppe inspiriert, die ich mir grade wohlwollend einverleibt habe.

Eine kleine Zwiebel und kleingeschnittenen Cima die Rapa (Stängelkohl) in etwas Olivenöl angehen lassen. Fleisch- oder Gemüsebrühe dazu geben und 15-20 Minuten kochen lassen. Zwischendurch ein paar halbierte Kirschtomaten, rote Chili, Thymian und Pfeffer dazu. Abschmecken. Ich konnte wieder nicht anders und musste noch ein Tröpfchen Orangenöl (ich befinde mich doch grade in einer Zitrusfrüchtephase) dazu geben. Auf dem Teller gabs auch noch einen Klecks Tapenade, also Paste aus schwarzen Oliven und schon war meine „Kohlroulade“ bereitet.

Nachschlag: heute, einen Tag später, gabs die Aufwärmung mit einer abgegniddelten Hähnchenkeule vom gestrigen Abend. AUCH NICHT SCHLECHT!!

Spaghetti mit Aubergine, Ricotta und Zitrone

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Es gab bestimmt 3 Wochen keine Spaghetti. Das kann so nicht weiter gehen und deshalb kamen sie heute auf den Tisch. Irgendwas cremiges musst dazu, aber auch was frisches. Und die Aubergine, die ich vorhin gekauft habe, will ich essen und der Ricotta muss weg. Irgendwie zwangsläufig lief es auf dieses Gericht hinaus. Es war zwar eine komische Kombi, aber ich mochte sie sehr gerne.

Spaghetti kochen. Auberginenwürfel mit etwas Olivenöl, Chilipulver und Fünf-Gewürz-Pulver anbraten, salzen. Mit etwas Weißwein ablöschen. Dann etwas griechischen Joghurt und ein Löffel Ricotta unterrühren. Würzig abschmecken. Frischen Basilikum unterheben und mit den fertigen Spaghetti mischen. Eine halbe Zitrone filetieren und in Stückchen geschnitten über die angerichteten Nudeln geben.

Bratkartoffeln mit Tkemali

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Eine meiner lieben Nachbarinnen kommt aus Georgien. Als wir einmal bei uns grillten, brachte sie Tkemali (ausgesprochen Tremali) mit. Es scheint sowas wie ein georgisches Nationalheiligtum zu sein. Den ganzen Abend drehte es sich um diese wirklich außergewöhnlich schmeckende Sauce. Und noch Wochen danach begrüßten wir uns mit einem lauten „TREEEEMMMAALLIII!!“ Diese einmalige Sauce schmeckt würzig, sauer, scharf und süß, jedoch wiederum überhaupt nicht wie „süß-saure Sauce“. Wie soll man sie bloß beschreiben? Hmm, auf alle Fälle schmeckt sie zu praktisch zu allem, also zu Fleisch, allem brotigem und wie meine Nachbarin meint, besonders gut zu Bratkartoffeln. (Ich liebe sie zu Quesadilla)

Also wurde eine meiner eingekochten Flaschen aufgeploppt und heute mit Bratkartoffeln als Mittagssnack genossen. Grundlage für Tkemali sind Mirabellen. Ja, ich weiß, jetzt ist absolut keine Saison und das Rezept aufzuschreiben macht grade keinen wirklichen Sinn, aber ich mach es einfach trotzdem mal.

1 Kilo Mirabellen, möglichst nicht so ganz reife. Sie sollten ruhig noch ein bisschen sauer sein. Bei uns gegenüber auf dem Spielplatz wachsen welche, die sind perfekt: außen süß, am Kern sauer.

2-3 Büschel Koriander

6 Knoblauchzehen

2 TL Koriandersamen

2 TL Fenchelsamen

3-4 frische Chilischoten
Salz

Die Mirabellen mit den Kernen kochen bis sie ganz weich sind, und sich die Kerne lösen. Dann die Kerne heraus sammeln und die Früchte pürieren. In einem Mörser die Gewürze und Kräuter zu einer Paste zerstoßen und mit den Mirabellen mischen. Abschmecken und in sterile Flaschen abfüllen. Die Sauce sollte eindeutig sauer schmecken. Wenn die Mirabellen zu süß waren, muss mit Zitronensaft nachgesäuert werden.

Mangoldpizza

SAMSUNGHeute ist nicht mein Tag. Einfach nur so. Da hilft leider auch nicht diese oberleckere Pizza drüber hinweg. Kurzfristig vielleicht. Immerhin ein kleiner Lichtblick an diesem ansonsten freudlosen Tag. Nein, sie kann wahrlich keine Wunder bewirken, obwohl sie sich echt Mühe gegeben hat: knuspriger Teig, üppige Belegung, schönes Zusammenspiel zwischen scharf und erdig und saftig … leider viel zu schnell verputzt. 8 Minuten vielleicht, ein kurzer Spaß.

Pizzateig  (ich hatte noch welchen von gestern übrig), flach ausrollen.

Pinienkerne rösten. Mangold schnippeln und mit roter Chili in eine Pfanne geben. Ideal ist es, wenn möglichst wenig Feuchtigkeit austritt. Eine gehackte Knoblauchzehe sowie die Pinienkerne dazu geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Passata dünn auf den Pizzafladen streichen und das Mangoldgemüse darauf verteilen. Etwas Ziegenkäse und mehr Mozzarella drüber geben und in den knallheißen Ofen damit. Sie ist gut, wenn sie gut aussieht.

Schwarze Reisnudeln mit Garnelen, Ingwersabayon und Korianderpesto

SAMSUNGIch wollte Tintenfisch machen und bekam keinen. Stattdessen kaufte ich am Marktstand nebenan aus Frust ein Büschel Koriander. Kann man ja immer gebrauchen. Ich hatte eine vages Bild von köstlich aussehender Pasta von lebonheurgouteux im Kopf, sowas in der Art wollte ich machen. Eigentlich sollte ich in der letzten Woche vor Weihnachten kochtechnisch mal die Bälle flacher halten, aber es gelingt mir irgendwie nicht. Vor drei Tagen fand ich im Adventskalender, den mein Mann mir gebastelt hat, einen schicken neuen Schneebesen, der eingeweiht werden wollte.

Schwarze Reisnudeln und eingefrorene Garnelen waren noch im Hause. Jetzt fehlte nur noch Ingwer. Den hatte ich vergessen zu besorgen und startete eine Umfrage in der Nachbarschaft. Biete Mittagessen gegen Ingwer gegen. Nach 3 Minuten kam die erste SMS – „Ich bin grade einkaufen, kann dir was mitbringen“. So kam meine liebe Nachbarin mit Ingwer und genügend Zeit zu gemeinsamen kochen und quatschen.

Bevor sie kam machte ich das Korianderpesto: Ein Büschel Koriander mit einer handvoll gerösteter ungesalzener Erdnüsse, grüner Chili, 1 Knoblauchzehe, Limettensaft und neutralem Öl pürieren. Ein wenig Salz und ein Tröpfchen Sesamöl dazu, fertig.

Für die Sabayon habe ich eine Schalotte mit Ingwer und den Schalen der Garnelen, sowie Schubecks „Karibisches Scampi- und Fischgewürz“ in etwas Butter angehen lassen. Mit Fischfond abgelöscht und ziemlich einreduziert. Durch ein feines Sieb gegeben um den Sud zu erhalten. Den habe ich mit zwei Eigelb im Wasserbad schaumig aufgeschlagen. Etwas Salz dazu, auch fertig. Auf den verbliebenen Herdplatten wurden einerseits die Reisnudeln gekocht, andererseits die Garnelen gebraten und am Ende alles zu Teller gebracht. War ich froh das ich nicht alleine war und das feine Essen teilen konnte!

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Spaghetti mit Meerbarbe, Chilibröseln und Tomaten

BildSpaghetti gehen ja immer. Wer könnte sie nicht jeden zweiten Tag essen? Nun habe ich aber mal so gemacht wie noch nie. Ich hab mal Brösel darauf gestreut und fands super. Viel besser als diesen standardmäßigen Parmesan, der hier absolut nichts zu suchen gehabt hätte. Und einfach war’s auch, was will man mehr?

Zuerst habe ich ein altbackenes, knüppelhartes Brötchen gerieben und mit Olivenöl, getrocknetem Chili und Knoblauch ein einer Pfanne knusprig gebraten. Cherrytomaten und Zwiebeln  und Öl ebenfalls in einer Pfanne erhitzt und mit einem Schuß Rotwein blubbern lassen. Meerbarbenfilet vorsichtig nur ganz kurz gebraten, die ist in Sekunden praktisch fertig. Zwischendurch habe ich die Vollkornspaghetti gekocht, die zum Schluß mit den Tomaten und den Bröseln und dem Fisch und ein bisschen grüner Deko zu einem herrlichem Pastagericht kombiniert werden.

Brotsuppe mit Cima di Rapa, 4.0

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Gestern musste ich zur Post und entschied mich in das kleine Postamt im Schanzenviertel zu gehen. Ich habe dort lange Jahre gewohnt und ich nahm mir die Zeit, einen Bummel durch die vertrauten Strassen zu machen. Am Ende blieb ich bei „meinem“ türkischen Gemüsehändler stehen und bewunderte die Auslage. Cima di Rapa! Den gibt’s aber selten. Er wurde sofort gekauft und nach Hause gebracht. Nun unternahm ich heute Recherche, wie man ihn denn lecker zubereiten kann. Zuerst stieß ich bei Claudio, dann bei der Wilden Henne und schließlich noch bei Robert auf das Rezept der Stunde. Recherche beendet, die Suppe kommt heute auf den Tisch. Vielen Dank!

Hierbei soll unbedingt altes Brot verwendet werden. Leider hatte ich aber keins, So hab ich mir frisches Weißbrot in grobe Stücke zerpflücken und in Olivenöl erst einmal knusprig gebraten. Aus der Pfanne genommen, und in weiterem Olivenöl Knoblauch, Peperoncini und Thymian zum Zischen gebracht. Den klein geschnittenen Cima di Rapa dazu geben und kurz mit anschwenken. Dann Gemüsebrühe dazu  und 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Anrichten ein bisschen Röstbrot auf einen Suppenteller gegeben, dann die Suppe, dann weitere Brotbrocken. Ich mag es, wenn das Brot nicht komplett durchgeweicht ist, sondern noch hier und da ein bisschen kracht. Parmesanspäne drüber. Das war’s schon. Es war tolltolltoll und meine Premiere mit Cima die Rapa fand ich voll gelungen.