Tofu mit Zuckerschoten

Tofu_Hoisin_chili

Zackbumbonjour – manchmal muss es schnell gehen. Das hier ging geradezu rasant und schmeckte sowas von Wow, dass es ab jetzt mein Mittagsrenner wird:

  • Gewürfelten Tofu mit
  • einer geriebener Knoblauchzehe und
  • geriebenem Ingwer anbraten,
  • mit Soja- und Hoisin Sauce ablöschen.
  • Chili,
  • Zuckerschoten,
  • Frühlingszwiebeln und
  • Sesam mit in die Pfanne geben,
  • kurz anschwenken bis das Gemüse genehm ist.

Fertig. Fertig? Der Herd war ja kaum an! Zu Reisnudeln serviert ist es ein Knaller.

Eigentlich schmeckt alles mit Hoisin Sauce super. Bin gerade voll süchtig danach. Demnächst mach ich sie mal selber. Dann hab ich ein bisschen mehr zu tun.

 

 

 

 

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Spaghetti mit Pimientos und Feigen

Pimientos-Feigen

Yeay!!! Ich habe gerade URLAUB gebucht! Und zwar für den nächsten Sommer. Ich hatte ja berichtet, das wir armen Nordlichter direkt vom Frühling in den Herbst gesprungen sind. Der Sommer war woanders.

Und da bin ich doch sowas von in Urlaubslaune, dass ich mir das Mittelmeer ganz schnell auf den Teller gezaubert habe. Glücklicherweise waren mir ein paar Pimientos und ne Feige im Kühlschrank behilflich. Es ging so ratzfatz, dass es fast schneller zubereitet als gegessen war:

Spaghetti kochen. Währenddessen die Pimientos anbraten. Eine Mischung von Saft einer halben Zitrone, Olivenöl, 1 EL Lavendelhonig und einigen Chiliflocken sowie Salz dazu geben und kurz einkochen. Eine geachtelte frische Feige für einen ganz kleinen Moment dazu geben und mit den abgetropften Spaghetti vorsichtig vermischen. Mit Serranoschinken und Basilikum, Pfeffer und Salz auf den Teller bringen, (ich: schnell knipsen) und rein mit der Sommersonnenpasta!

Draussen wütet übrigens ein Sturm. 3 Pflanzkübel und ein Stuhl sind umgekippt. Ich guck raus und freu mich auf den Sommer im nächsten Jahr!

Schwarze Bohnen in Schokoladensauce

Schearze_bohnen-schokosauce

Heute habe ich mal wieder gemerkt, wie gut ein anständiges Mittagessen tut! Nun ist in diesem Gerichte auch alles drin, was glücklich macht: Chili, Schokolade, Nüsse und das eine oder andere Kaloriechen ist sicherlich auch dabei. Aber das macht in Anbetracht des Genusses heute mal nichts.

Ich liebe ja schwarze Bohnen. Seitdem meine Freundin Beate in Costa Rica war und mir mit Inbrunst von Gallo Pinto vorgeschwärmt hat, muffel ich das regelmäßig in mich hinein. Nun hatte ich heute aber eine andere Idee und mein Kopfgeschmecke hat sich ausgezahlt.

Ausgegangen bin ich von Mole, diesem mexikanischen Huhn in Schokosauce Gericht. Eigentlich gehören da Anchos- Pasillas-, Mulatos- und Chipotles Chileschoten hinein. Nun habe ich die nicht, so habe ich eben Guajillochili, Chiliflocken und getrocknete Reste von den selbst angebauten verwendet. Soooo schlimm kann das nicht sein.

Aber von vorn: die o.g. Chiliarten zusammen mit Zwiebelwürfeln, Zimt, einer Nelke und  gemahlenen Mandeln in etwas Öl anbraten. Dann gehackte Tomaten und etwas Gemüsebrühe dazu geben. Knoblauchzehe hineindrücken. Einen EL ungesüßtes Kakaopulver dazu, sowie eine kleine Hand voll grob gemörserter Erdnüsse. Köcheln lassen. Das dickte so schön ein, sodass ich noch Wasser dazu gab. Zum Abrunden schmolzen dann  noch 2 Stückchen bittere Tafelschokolade darin. Ach ja, ein paar Kakaonibs hab ich auch noch drangehauen. Und dank kamen schwarzen Bohnen (heute aus er Dose) mit da hinein. Das Ganze köchelte so 15/20 Minuten. Die braune Masse machte mit Paprikastückchen, Koriander und Sesamsamen dann auch optisch noch ein bisschen was her. Dazu gabs Tortillas und Avocado. Glücklich hast gemacht, aber das hab ich ja eventuell schon erwähnt.

Morgen gibts das nochmal, oder soll ich Gallo Pinto machen– Hach ich weiß es noch nicht …

 

Kochbananen-Gnocchi mit Mohnpesto und Berberitzen

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Hallo, hier bin ich auch mal wieder. Ich wünsche euch allen ein feines und leckeres Neues Jahr! Ich habe mir vorgenommen, wieder regelmässiger zu posten. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich mittags wieder mampfenderweise vorm Rechner sitze und noch nicht einmal sehe, was ich esse. Damit muss wieder Schluss sein und was Anständiges auf die Gabel kommen. Heute habe ich damit mal angefangen. „Kochbanane“ fiel mir neulich mitten in der Nacht ein und ich schreckte hoch. Kochbanane hab ich noch nie gegessen und demnach noch nie zubereitet. Aber das sollte sich heute ändern. In einer weiteren schlaflosen Nacht fielen mir Gnocchi aus Kochbananen ein und gestern vorm Einschlummern grübelte ich über den Rest des Rezepts nach.

So habe ich es dann gemacht: eine Kochbanane schälen und mit einer Kartoffel weich dämpfen. Die Banane braucht einen Tacken länger, also kann sie früher in den Dampf. Durch eine Kartoffelpresse drücken und einem halben Ei, etwas Salz sowie einem ordentlichen EL Mehl verkneten. Zu Kugeln kugeln und mit der Gabel drüberrollen  um die typische Form zu erhalten.

Für das Pesto habe ich Mandeln und Haselnüsse blanchiert und enthäutet. Dann trocken mit Mohn und Sesam in einer Pfanne angeröstet. In einem Zerkleinerer den Pfanneninhalt mit Olivenöl, Pistazienöl, , 1TL Honig, Chilischote und Salz pestoisieren.

Berbertzen in Butter anschwenken und die Gnocchi dazugeben und nochmal erhitzen. Geschmacklich war das wow! Die milden, aber nicht kartoffeligen Gnocchi mit dem nussig-scharf-süßem Pesto und den herb-sauren Butterberberitzen. Viele Geschmäcker, mannomann! Aber zusammen echt ne Wucht. Zumindest für mich. Und es wurde natürlich nicht vorm Rechner, sondern gesittet am Tisch im Esszimmer gegessen.

Sellerie-Ingwerpüree mit Chilifisch

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Aaaah! Was war das denn eben? Eine wunderbar zarte, mildwürzige Beilage, die den Namen „Beilage“ nicht verdient. Das Püree war eher so eine Art Hauptlage, wenn ihr versteht, was ich meine. Sowas von lecker und überhaupt nicht selleriig. Es hat den Fisch in den Schatten gestellt. Ich fand mich verzückt auf den Teller starrend und das nicht aufgrund meiner gediegenen Deko.

1/4 Sellerieknolle mit einer Kartoffel, einem halbdaumengroßen Stück Ingwer und einem halben TL gemahlenem Koriander in etwas Wasser weich kochen. Abgießen, abdampfen und mit 2 EL Kokosmilch (da ist doch immer ein bisschen Dickes in der Dose, das habe ich genommen) fein pürieren. Mit Salz abschmecken und lächeln. Den Fisch habe ich mit Limette und Chiliflocken gewürzt und dazu gebraten. Zuckerschoten sorgten für frische Farbe.

Cima-Quitten-Cannelloni

cannelloni Cima di rapa Quitte

Nachbarn sind schon was Feines! Und noch dazu welche, die einen Kleingarten haben. Veronika und Familie hat einen Garten und einen Quittenbaum. Und nun habe ich einen Haufen dieser herrlichen Früchte rumliegen, der die ganze Wohnung parfümiert. Ich bin jetzt nicht so die Expertin, werde aber gerade zu einer ausgesprochenen Liebhaberin dieser eigenartigen Frucht. Und so wird alles erdenkliche ausprobiert, z.B. dieses hier: Neulich beim Gemüsemann sah ich mal wieder Cima di Rapa und griff intuitiv zu. Ich erinnere mich, im letzen Jahr gab es einen wahren Hype um dieses Gemüse – „wo gibts den denn?“, „ich finde keinen“,“will auch“, „habe nur ollen gefunden“ waren die verzweifelten Kommentare im Bloggerorbit.

Juht. Ich hab ihn mit den Quitten kombiniert und fand es eine absolut perfekte Mischung … das süßsauer-herbe von der Quitte mit dem Bitteren des Stängelkohls. Ich freute mich total über den Geschmack aber vor allem auch, ENDLICH mal wieder was Anständiges mitttags auf den Tisch gebracht zu haben.

Eine kleine handvoll grob zerkleinerter Haselnüsse anrösten, beiseite stellen. 1/2 kein geschnittene Zwiebel in Butter angehen lassen. Eine fein gewürfelte ungeschälte Quitte dazu geben, nach 5 Minuten den zerkleinerten Cima di Rapa sowie eine halbe oder so (je nach Schärfe) Chilischote. Mit den Nüssen zusammenbringen, abschmecken und fertige Cannellonihülsen befüllsen. Dann Sahne mit Weißwein aufkochen, geriebenen Parmesan dazu, würzen und über die Rollen schütten. Im Ofen garen lassen. Leckest.

Als nächstes gibts Quittenbrot, Quittenlikör, Quittegeöns. Ich freu mich schon!

Flageolets mit Bröseln und Minze

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Wenn ich mittags so da sitze und vor mich hin muppel, schnapp ich meistens ne Donna Hay oder irgendein Kochbuch. Gestern hab ich Jamie gegriffen und fand was Herrliches für die Flageolets, die ich kürzlich aus Frankreich mitgebracht habe. Ich mag diese zarten Bohnenkerne sehr gerne und frag mich, warum wir hier so gar nicht an sie rankommen. Also, wenn jemand ne Quelle weiß, ich freu mich über Tipps. Aber nun zum Mittagessen:

Die Flageolets habe ich über Nacht einweichen lassen. Dann etwa 35 Minuten gekocht. in der Zwischenzeit habe ich eine Scheibe trockenes Graubrot ohne Rinde zu Bröseln zerhackt. Zwiebelchen in Olivenöl angebraten, Chiliflocken dazu, sowie die Brösel. Gebrutzelt, bis sie knusper waren.

Zu den Böhnchen hab ich einfach nur Olivenöl, Zitronensaft, ein fitzelbißchen Holundersirup, Pfeffer, Salz und frische Minze gegeben. Auf dem Teller fand sich dann noch ein Klecks purer griechischer Joghurt ein und fertig war mein wirklich boden- und  grundanständiges Mittagessen.

Knusper-Spargel mit Süsskartoffeln

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Ich war am Wochenende in Genf. Und es war sehr schön. Ein wunderbar entspanntes Zusammendrein mit liebsten Freundinnen. Das Wetter lud weniger zu Wandertouren auf den Bergen als zu Storechecks in die französischen und schweizerische Supermärkte ein. Aber da wir alle Freundinnen feiner Produkte sind, ging das für uns absolut in Ordnung.

An einem Grillabend bei Freunden meiner Freundin gab es als Beilage Süßkartoffelchips aus dem Ofen. Sie sollten knusprig sein, waren es aber nicht. Aber das war das Herrliche daran. Ich verputzte das halbe Blech. Ein Wunder, denn ich hatte bereits 2 Merguez, 2 Lammkoteletts und 10 Rippchen, Brot und Salate intus, aber ich war wie im Wahn. Hab ich mal von meiner fehlenden Fresssperre erzählt? Hier kam sie wieder voll zum Tragen.

Logisch, dass das heute nochmal auf den Tisch musste. Also hobelte ich (leider nur) eine Süßkartoffel in feine Scheiben, gab Olivenöl und Salz darauf und stellte sie in den Ofen. Unterdessen kochte ich Spargel al dente, briet ihn kurz an und schwenkte ihn noch in mit getrocknetem Chili und Knoblauch versetzten Semmelbröseln. Zusammen auf den Teller, Salzen, Pfeffern. Mehr war es nicht. Aber auch nicht weniger. Mir reichte es zum Glücklichsein.

Brennesselnudeln mit Speck und Garnelen

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Spitze. Es regnet seit geschlagenen 2 Tagen ohne Pause und ich bin mit den Nerven am Ende. Nach dem Winter haben wir das definitiv nicht verdient. Übers Wetter meckern ist sowas von gähn, aber ich werde echt irre. Vorhin habe ich meine Wollpuschen angezogen. Das nur dazu.

Ich brauche was Wärmendes, Feistes, Belohnendes. Speck statt Salätchen. Fett statt Vinaigrette. Und wenn ich morgen 80 Kilo mehr wiegen würde, wäre mir das egal.

Mit Wut und Hunger im Bauch briet ich in Olivenöl klein geschnittenen Bacon an. Dazu kam Chili und Knoblauch. Später die Garnelen und Frühlingszwiebeln. Zuletzt das Olivenkraut, dass seinen Namen wirklich verdient hat.

Die Nudeln hab ich gestern schon hergestellt. 1 Ei mit 100g Mehl und etwas Hartweizengries, sowie blanchierten und pürierten Brennesselblättern verkneten. Da die Blätter etwas Feuchtigkeit mitbrachten, hab ich noch das eine oder andere Bisschen Mehl dazu genommen. Ruhen lassen, durch die Nudelmaschine orgeln. Die gekochten Nudeln mit in die Pfanne geben und alles mit Pfeffer, geriebenem Parmesan und fettglänzendem Kinn verputzen.

Asiatische Nudelsuppe mit viel Grün

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Attacke! Ich habe den Kanal gestrichen voll! Heute mach ich mich gesund, auf Gedeih und Verderb. Aus den Augenwinkeln sah ich letzte Woche, als noch üppige, köstliche, österreichische Krawummsspezialitäten auf dem Speiseplan standen, dass sich Eva  „Phở bò – Vietnamesisches Lebenselixier“ gekocht hat. Was für den Vietnamesen gilt, gilt sicherlich auch für die Mutti und so kochte ich heute diese sowas von delikate Suppe. Ich spür praktisch schon, wie sie wirkt. 

1 l Rinder- oder Gemüsebrühe, 2 Sternanis, 2 Pimentkörner, 1 Zimstange, 1 Kardamomkapsel, 1  Stück Ingwer, geschält, in Scheiben geschnitten, 1 EL Fischsauce und eine winzige Prise Zucker eine halbe Stunde köcheln lassen. Ich hab noch eine halbe gehäckselte Chilischote und einige Limettenblätter dazu gegeben. Durchseihen und wieder auf den Herd stellen. Statt Fleisch hab ich nun allerlei Grünzeug dazu gesellt: Frühlingszwiebeln, Edamame (grüne Sojabohnen), Zuckerschoten, sowie 2 nicht so grüne Champignons und eingeweichte Reisnundeln. Nochmal kurz durchziehen lassen. Der Duft hat mich schon gleich aus den Latschen gehoben! Ahh! Ich rieche wieder was! Direkt vor dem Essen habe ich noch Limettensaft drüber geträufelt. Sie war sehr sehr gut und wandert in mein ewiges Lieblingsgerichtegedächtnis! Danke liebe Eva, ich glaube, du hast mich gerettet!