Schwarze Bohnen in Schokoladensauce

Schearze_bohnen-schokosauce

Heute habe ich mal wieder gemerkt, wie gut ein anständiges Mittagessen tut! Nun ist in diesem Gerichte auch alles drin, was glücklich macht: Chili, Schokolade, Nüsse und das eine oder andere Kaloriechen ist sicherlich auch dabei. Aber das macht in Anbetracht des Genusses heute mal nichts.

Ich liebe ja schwarze Bohnen. Seitdem meine Freundin Beate in Costa Rica war und mir mit Inbrunst von Gallo Pinto vorgeschwärmt hat, muffel ich das regelmäßig in mich hinein. Nun hatte ich heute aber eine andere Idee und mein Kopfgeschmecke hat sich ausgezahlt.

Ausgegangen bin ich von Mole, diesem mexikanischen Huhn in Schokosauce Gericht. Eigentlich gehören da Anchos- Pasillas-, Mulatos- und Chipotles Chileschoten hinein. Nun habe ich die nicht, so habe ich eben Guajillochili, Chiliflocken und getrocknete Reste von den selbst angebauten verwendet. Soooo schlimm kann das nicht sein.

Aber von vorn: die o.g. Chiliarten zusammen mit Zwiebelwürfeln, Zimt, einer Nelke und  gemahlenen Mandeln in etwas Öl anbraten. Dann gehackte Tomaten und etwas Gemüsebrühe dazu geben. Knoblauchzehe hineindrücken. Einen EL ungesüßtes Kakaopulver dazu, sowie eine kleine Hand voll grob gemörserter Erdnüsse. Köcheln lassen. Das dickte so schön ein, sodass ich noch Wasser dazu gab. Zum Abrunden schmolzen dann  noch 2 Stückchen bittere Tafelschokolade darin. Ach ja, ein paar Kakaonibs hab ich auch noch drangehauen. Und dank kamen schwarzen Bohnen (heute aus er Dose) mit da hinein. Das Ganze köchelte so 15/20 Minuten. Die braune Masse machte mit Paprikastückchen, Koriander und Sesamsamen dann auch optisch noch ein bisschen was her. Dazu gabs Tortillas und Avocado. Glücklich hast gemacht, aber das hab ich ja eventuell schon erwähnt.

Morgen gibts das nochmal, oder soll ich Gallo Pinto machen– Hach ich weiß es noch nicht …

 

Flageolets mit Bröseln und Minze

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Wenn ich mittags so da sitze und vor mich hin muppel, schnapp ich meistens ne Donna Hay oder irgendein Kochbuch. Gestern hab ich Jamie gegriffen und fand was Herrliches für die Flageolets, die ich kürzlich aus Frankreich mitgebracht habe. Ich mag diese zarten Bohnenkerne sehr gerne und frag mich, warum wir hier so gar nicht an sie rankommen. Also, wenn jemand ne Quelle weiß, ich freu mich über Tipps. Aber nun zum Mittagessen:

Die Flageolets habe ich über Nacht einweichen lassen. Dann etwa 35 Minuten gekocht. in der Zwischenzeit habe ich eine Scheibe trockenes Graubrot ohne Rinde zu Bröseln zerhackt. Zwiebelchen in Olivenöl angebraten, Chiliflocken dazu, sowie die Brösel. Gebrutzelt, bis sie knusper waren.

Zu den Böhnchen hab ich einfach nur Olivenöl, Zitronensaft, ein fitzelbißchen Holundersirup, Pfeffer, Salz und frische Minze gegeben. Auf dem Teller fand sich dann noch ein Klecks purer griechischer Joghurt ein und fertig war mein wirklich boden- und  grundanständiges Mittagessen.

Asiatisches Gemüse mit Alge und Gurkensalat

BildEigentlich wollte ich was ganz anderes machen. Nachdem ich nun alle um mich herum schon ganz wuschig mit dem Wakamesalat gemacht habe, wollte ich heute unbedingt Evas Rezept (nochmal lieben Dank dafür!) ausprobieren. Ich hatte alles soweit im Hause. Bis auf die nicht so unwichtigen Algen. Gestern im Asialaden Fehlanzeige. Auf Evas Rat hin, machte ich mich heute in den Bioladen auf und fand „Meeresspaghetti“, genauer gesagt, französische braune Meeresalgen. „Alle Viecher schwimmen im selben Meer“, sagte ich mir und wollte diese Algen statt der japanischen Wakame verwenden. Alles war soweit bereit gelegt. Ich hab nur nochmal schnell aufs Kleingedruckte geschaut: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfahl nicht mehr als ein Gramm dieser getrockneten Alge pro Tag zu verzehren. Das entspricht einem Algenspaghetto!!! Wie um Himmels Willen soll ich denn davon einen Salat zubereiten?? Mal ehrlich, was soll das denn? Was soll ich mit den 400 weiteren Algensträngen in der Packung wohl anstellen? Jeden Tag eine Alge irgendwo untermogeln bis das Haltbarkeitsdatum (27.10.2014) erreicht ist? Und vergifte ich mich, wenn ich mal über die Stränge schlage und mich für 4 Algen entscheide? Hat hier irgendjemand ne Idee was ich damit noch machen kann?

Nun, ich musste zähneknirschend umdisponieren. Wenn ihr in den  nächsten Tagen nichts mehr von mir hört, verabschiede ich mich an dieser Stelle schon einmal. Ich wagte es nämlich, tatsächlich 4 Algenspaghetti in meinem Mittagessen unterzubringen…

Etwas freudlos briet ich Shiitakepilze, Lauch und Edamame, mischete Misopaste und die eingeweichten 4 Algen unter, würzte mit Sojasauce, Gemüsebrühe und richtete es zu Reis an. Schmeckte ganz passabel. Um aber nicht ganz von meinem Vorhaben abzukommen, bereitete ich mir den Algen-Gurkensalat von Eva nur mit Gurken zu. Das war köstlich und hat mich wieder in bisschen versöhnt.

Wollt ihr wissen, wie denn diese vermaledeite Alge wohl schmeckte? Ich sag es ungern, aber sie schmeckte nach nix.

Tagliatelle mit Bacon Bits

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Heute Mittag bekam ich schon wieder Besuch. Ach wie schön. Schon das dritte Mal in dieser Woche. (ich glaube, ich sollte ein Pop Up Lunch Restaurant eröffnen). Meine schwangere Freundin Claudia kam vorbei und es gelüstete ihr nach Fleisch. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es keinen Sinn macht, Menschen in diesem Zustand zu widersprechen, also plante ich gleich die doppelt gemoppelte Packung: Steak und Speck. Für Karnivoren immer erste Sahne. Der Clou und der für mich heimliche Star dieser Mahlzeit waren die selbst gemachten Bacon Bits, die es in den USA aus Knuspergedöns und Fleischaroma hergestellt, auch fertig gibt.

Dafür hab ich einfach eine Packung Frühstücksspeck bis zur totalen Knusperness ausbraten lassen. Auf Küchenkrepp abtropfen und abkühlen lassen um ihn dann einfach zu zerstoßen.

Den Nudelteig aus 200g Mehl und 2 Eiern hab ich gestern hergestellt. Mit der Nudelmaschine wurden die hübschen Tagliatelle geschnitten, und sogleich gekocht. Edamame (grüne Sojabohnen) hab ich vorgegart und aus den Schalen geschnippt. In einem Topf wurde dann die Bärlauchbutter von vorgestern aufgelöst, mit den Bohnen und den Nudeln vermischt.

Damit Claudia auch was zwischen die Zähne bekam, hab ich ein Huftsteak angebraten und bei 80 Grad im Ofen nachgaren lassen. Das klappte nicht so richtig. Das Fleisch war nicht so dolle (entschuldige Claudia) und man hätte auch gut und gerne drauf verzichten können. Aber „TATATATA“ die Bacon Bits waren ja noch da und hoben das Essen noch mit einer geballten Ladung Umami.

Bacon Bits

Asiatische Nudelsuppe mit viel Grün

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Attacke! Ich habe den Kanal gestrichen voll! Heute mach ich mich gesund, auf Gedeih und Verderb. Aus den Augenwinkeln sah ich letzte Woche, als noch üppige, köstliche, österreichische Krawummsspezialitäten auf dem Speiseplan standen, dass sich Eva  „Phở bò – Vietnamesisches Lebenselixier“ gekocht hat. Was für den Vietnamesen gilt, gilt sicherlich auch für die Mutti und so kochte ich heute diese sowas von delikate Suppe. Ich spür praktisch schon, wie sie wirkt. 

1 l Rinder- oder Gemüsebrühe, 2 Sternanis, 2 Pimentkörner, 1 Zimstange, 1 Kardamomkapsel, 1  Stück Ingwer, geschält, in Scheiben geschnitten, 1 EL Fischsauce und eine winzige Prise Zucker eine halbe Stunde köcheln lassen. Ich hab noch eine halbe gehäckselte Chilischote und einige Limettenblätter dazu gegeben. Durchseihen und wieder auf den Herd stellen. Statt Fleisch hab ich nun allerlei Grünzeug dazu gesellt: Frühlingszwiebeln, Edamame (grüne Sojabohnen), Zuckerschoten, sowie 2 nicht so grüne Champignons und eingeweichte Reisnundeln. Nochmal kurz durchziehen lassen. Der Duft hat mich schon gleich aus den Latschen gehoben! Ahh! Ich rieche wieder was! Direkt vor dem Essen habe ich noch Limettensaft drüber geträufelt. Sie war sehr sehr gut und wandert in mein ewiges Lieblingsgerichtegedächtnis! Danke liebe Eva, ich glaube, du hast mich gerettet!

Bohnen mit Wurst

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Was sich da im italienischen Megakochbuch „Silberlöffel“ so unattraktiv anhört, ist meiner Meinung nach eine ganz vorzügliche Schlemmerei. Da mir fast klar war, dass ich heute keine Zeit zum Einkaufen hätte, war ich froh, aus Bordmitteln (Tüten, Dosen und Eingefrorenem) dieses prima Mittagessen bereiten zu können.

Die weißen Bohnen hab ich schon gestern Abend ins Wasser gelegt. Heute wurden sie dann weich gekocht und mit einer Dose Kirschtomaten (von Mutti, wie es sich gehört), 2-3 Sardellen, etwas Weißwein, 2 Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer vermengt. In einer Pfanne hab ich aufgetaute Salsicce vorsichtig mit den letzten kümmerlichen Resten Salbei von draußen gebraten, dann eingepiekt und zu den Bohnen gegeben. Noch mal ne halbe Stunde geköchelt. Noch ein bisschen Olivenöl drüber und Bohnen mit Wurst war fertig. Nur was dazu? Gestern Abend hab ich einen Hefeteig für heute Abend gemacht, da wurde was von abgezwackt und wie bei Magentratzerl ein prima Fladenbrot gebraten.

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Minestrone mit Salsiccia und Graupen

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Als Kind mochte ich keine Graupensuppe. Nicht so der Rest der Familie. Also gab es sie, ob ich wollte oder nicht. Es ging so weit, dass ich meiner Mutter zum Muttertag einen Gutschein über „10 x Graupensuppeessen ohne Meckern“ schenkte. Sie freute sich sehr. Die Graupensuppe ist nach wie vor ein Standard bei meinen Eltern und mittlerweile freue ich mich, wenn wir zu Besuch sind und irgendwo noch ein Rest rumsteht, den ich verputzen kann.  Ich kann sie leider nicht so gut kochen wie meine Mami, also koch ich hier mal mein eigenes (Graupen-) süppchen:

Grüne Bohnen, Kartoffeln, Zucchini putzen, klein schneiden und in Gemüsebrühe kochen lassen. Aus einer frischen Salsiccia-Wurst habe ich das Brät herausgedrückt, zu kleinen Knüdeln geformt und dazu gegeben. Thymian und Pfeffer ebenfalls. Parallel kochen Graupen in einem anderen Topf. Sind Graupen und Gemüse gar? Dann werden sie zusammengebracht und aufgetischt. Ich hab noch etwas Olivenöl und Parmesan darüber gegeben. Ich habe so viel gemacht, da kann ich drei Tage von essen. Mach ich auch gerne!

Salat mit grünen Bohnen und Thunfisch

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Ich brauch mal dringend Spargel-Pause. Mich lachten vorhin grüne Bohnen an und schwupps, sind sie auch schon auf dem Teller. Das liest sich jetzt aufwändig, ist es aber nicht.

In einem Topf folgendes kochen:

1 Ei

grüne Bohnen

2 Knoblauchzehen

Das Ei herausfischen und das -Gelb mit den

weichen Knoblauchzehen

etwas Olivenöl

(Sherry)- Essig

1 Sardelle

Pfeffer

etwas Wasser

etwas Zucker

zu einer Salatsauce verrühren.

Mit den abgeschreckten Bohnen vermischen

und mit

roten Zwiebeln

Thunfisch

gehacktem Eiweiß

Tomaten

frischem Basilikum

anrichten.