Lachs mit Evas Sauce

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War das nicht ein herrliches Wochenende? Endlich mal Sonne, Wärme, Sonnenbrille, bare Füße, keine Pullis … Und der Grill war am Start. Man mampfte ohne Fressbremse bis der Gummizug spannte. Das letze Stück Lachs meiner Nachbarin ging nicht mehr rein. Und so wanderte es in unseren Kühlschrank. Zu meiner großen Freude, denn das kam mir heute sehr zupass. (Entschuldige, liebe B., ich hätte dich fragen sollen, ich revanchiere mich bei Gelegenheit) Zupässlicher kam mir dann auch noch Evas Kurkuma-Senf-Dill Sauce, die es dazu geben sollte. Außerdem wollte ich mir ein paar Stangen Spargel kaufen gehen. Das wurde aber nichts, denn es kam mir ein riesiger Wäscheberg dazwischen.

In den Kommentaren von Evas flachgelegtem Spargel fand eine amüsante Konversation über Kinderkleidung in den 70ern statt und da wollte ich mich doch kurz einklinken. Das Gelb-Grüne auf Evas Foto erinnerte mich an einen schlimmen Kratzepulli aus Plastikgarn, den meine Omi liebevoll gestrickt hatte. Für meine Schwester gab es das gleiche Exemplar in rot-grün, das sicherlich ebenso kratzte. Er war am Hals so eng, dass im Nacken ein Reißverschluß eingearbeitet wurde, der das Jucken am Hals noch verstärkte. Was haben sie uns eigentlich damals angetan? Nun, ich fand im Album tatsächlich ein Bild von mir und meiner großen Schwester in dem Übeltäter:

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Jetzt schwenk ich wieder zur grün-gelben Sauce, die vorzüglich zu dem Fisch und den gedämpften (Eva, in diesem Punkt hast du auch so recht) Kartoffeln passte. Es sollte erst zu einer Hollandaise umgearbeitet werden, aber Evas mahnende Worte und mein Gummizug von gestern ließen mich auf die etwas leichtere Variante zurückgreifen.

Ich arbeitete mit den Vorräten, die im Hause waren, also gab es weder Spargelwasser, noch frischen Dill noch Dijonsenf. Aber es ging auch so:

Etwas Mehl in Butter aufschäumen lassen, mit Gemüsebrühe ablöschen. 1Tl (Pastis)- Senf und 1/4 TL Kurkuma so wie ein TL Ahornsirup dazu. Ich habe noch ein Schwuppelchen Sahne dazu gegeben, da es mir etwas zu kräftig wurde. Mit Salz, Pfeffer und (entschuldigt) TK Dill abgeschmeckt, kam eine herrliche Sauce dabei heraus. Mit dem gebratenen Lachs und den gedämpften Kartöffelchen hab ich dann auf der Terrasse das erste MittagimGrünen des Jahres genossen.

Der Kratzepulli meiner Schwester war vermutlich das einzige Kleidungsstück, dass ich nicht auftragen musste …

Rosenkohl Tarte Tatin

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Heute bin ich mal dran. Am Wochenende hatten meine Jungs Geburtstag. Und weil ich vor 6 Jahren ganz besonders witzig sein wollte, bekam ich sie an 2 Tagen. So gab es jetzt zwei Kuchen, zwei Feiern, zweimal viele kleine Jungs und Mädchen, die die Bude zerzausten. Ich war matschepampe und kam heute früh kaum hoch. Egal, heute sind alle wieder ausgeflogen und ich mach es mir schön. Ich freute mich schon den ganzen Vormittag über meine Rosenkohl-Tarte Tatin Idee, die ich ein kleines Bisschen von Yotam Ottolenghi’s Kochbuch „Genussvoll Vegetarisch“ abgekupfert habe.

Rosenkohl putzen und halbieren. In eine Tarte-Form Backpapier legen und mit Ahornsirup, Olivenöl, Salz und Pfeffer ausstreichen. Darauf den Rosenkohl mit der Schnittfläche nach unten legen. In die Lücken klein geschnittene Cocktailtomaten und Fitzelchen von Frühstücksspeck drücken. Mit Alufolie bedecken und ca. 20 Minuten im Ofen vorgaren lassen. Rausnehmen, mit Za’atar (Thymian/Sesam/Sumach-Gewürzmischung), Ziegenkäserollenkrümeln und nochmal Salz und Pfeffer würzen. Blätterteig darüberlegen und an den Rändern nach unten drücken. Weitere 20 Minuten in den Ofen damit. Wenn man beim Reinpieken merkt, dass der Rosenkohl durch ist, nimmt man die Form aus dem Ofen, legt ein Brett oder großen Teller über die Tarte, stürzt alles und zieht vorsichtig das Backpapier ab. Ta-ta-ta Taaaarte!

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Couscous mit Spinat und süßem Joghurt

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Die Kombination hört sich schräg an, ist aber ganz ganz lecker!

Spinat waschen und putzen und in einer Pfanne zusammenfallen lassen. Etwas Hühnerbrühe dazu und mit arabisch angehauchten Gewürzen abschmecken. Trockenen Couscous dazu geben und so lange schmurgeln bis er gar ist. Etwas ungesüßten Joghurt unterrühren. Auf einem Teller mit einem Klecks Joghurt anrichten. Dann das Ganze vorsichtig mit Ahornsirup beträufeln und gerösteten Pinienkernen bewerfen.