Spargel-Mousse mit Räucherforellensalat

Bild

Meine Omi hat immer „Sparjel“ gesagt. (mit einem spitzem „Sp..“) Das mochte ich sehr. Meine Omi mochte ich natürlich auch sehr. Und immer wenn ich an Spargel denke, denke ich an Sparjel und an meine Omi. In diesen Tagen besonders oft und besonders gerne. Denn ich könnte täglich Spargel essen und bemühe mich auch, es zu tun. Gestern Abend gab es ein wahres Spargelfest: mit Kratzete und Hollandaise. Für vorweg hatte ich ihn anders zubereitet, nämlich als zart schmelzende Mousse:

Dazu habe ich 300g weißen Spargel gekocht und püriert.

150g Ricotta mit etwas Joghurt und dem Mark einer halben Vanilleschote, Salz, Limettensaft, einer Prise Cayennepfeffer und Pfeffer verrührt.

Das abgekühlte Spargelpüree dazu, sowie 300ml geschlagene Sahne.

4,5 Blatt Gelatine aufgelöst und darunter gerührt. In eine Form (ich hatte eine kleine Springform) geben und mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Für den Salat habe ich geräucherte Räucherforelle mit Gurke, Birne, Frühlingszwiebel, Zitronensaft und neutralem Öl vermischt und mit Salz/Pfeffer abgeschmeckt. Etwas Kresse dazu.

Ach Omi, das hättest du auch gerne gegessen, auch wenn du vielleicht „Sparjelpudding“ dazu gesagt hättest.

Advertisements

12 Kommentare zu „Spargel-Mousse mit Räucherforellensalat

  1. etwas das mir auch schon laaaange im Kopf rumschwirrt. Spargelmousse. Das schaut himmlich lecker aus! 🙂

    meine Oma sagt im Übrigen auch Sparjel… eigentlich aber: sacht meine Omma Sparjel … denn so spricht man bei uns daheim in Ostwestfalen 🙂

    1. Oh, vielen Dank, das freut mich sehr! Aber ich sehe an deiner Seite ja auch immer, dass wir wohl einen ähnlichen Geschmack haben. Mich umschwirrte das auch schon so lange. Und gestern hab ich mich einfach mal dran gemacht. War eine feine kleine Vorspeise.
      „Omma sacht …“ ist auch schön! Meine Omi, ein braunschweiger Urgestein ging auch gerne in den „Gachten“. 😉 liebe Grüße!

  2. Klingt, als käme deine Oma auch aus Ostpreußen. Was um Himmels Willen ist Katzete?
    Von dem Spargelpudding bitte unbedingt was für mich aufheben. 😉 Oder, ich mache es selbst… nach Dänemark. Spargel gibt’s ja zum Glück noch bis zum 26. 6. …

    1. Meine Omi kam aus Braunschweig, so wie ich auch. Gut, dass du mich drauf aufmerksam gemacht hast!! Es muss natürlich Kratzete heißen! Habs schon verbessert – wie peinlich… Ein bisschen ist noch da, aber das hau ich jetzt gleich noch weg. 😉
      Verfahrt euch nicht in Dänemark und nach so viel Bewegung kannst du bis zum 26. noch ordentlich Kratzete und Hollandaise schaufeln!

  3. Und was ist Kratzete?????
    Nach dem Genuß deines Blogs bin ich immer wieder platt, was man aus Nahrungsmitteln alles machen kann. Ich habe ja so ein angelerntes Vorurteil, dass Kochen schwierig und kompliziert ist , aber bei dir klingt alles genial einfach – genial UND einfach.

    1. Hallo Martina! Na, das geht ja runter wie Öl! Danke sehr, da bin ich aber nun wiederum platt über so viel liebe Worte! Ich beschäftige mich sehr gerne mit Nahrungsmitteln und habe großen Spass am Rumexperimentieren. Und da der Rest der Familie immer nur Standards essen will, hab ich hier meine kleine kulinarische Oase. Meine Art zu kochen ist überhaupt nicht kompliziert. Und wenn man dann doch mal mehr Zeit hat, darf es ja auch etwas länger dauern. Vieles kann ja auch gut vorbereitet werden. Und die besten Dinge, z.B. Pasta mit Pesto aus irgendwelchen Vorräten ratzfatz zusammenpüriert schmecken eh am leckersten. Wie kochst du denn so und was?

      Kratzete ist so ein Art Kaiserschmarrn und kommt aus dem Badischen. Ein fluffiger Pfannkuchen, der mit Sauce Hollandaise göttlich schmeckt und sich 1zu1 auf den Hüften absetzt 😉 Liebe Grüße!!

  4. Das ist ja eine Spargelorgie! Eine wunderbare, zum Spargel-Hauptgericht gleich noch eine Spargel-Vorspeise zu servieren. Ich bemühe mich auch grade, die Saison voll auszureizen; es dauert so lange bis zur nächsten….

  5. Das schöne an Deinen Posts ist, dass es nicht nur immer ein kreatives Feuerwerk auf dem Teller ist, sondern auch ein Fest für eine Wortsammlerin wie mich. Kratzete kannte ich noch nicht (und hätte im Leben nicht gedacht, dass ein fluffiger Pfannkuchen so einen stacheligen Namen tragen könnte). Und Spargel-Mousse – sei froh, dass ich weit weg in Berlin herumhüpfe, sonst stünde ich eines Mittags vor deiner Tür mit einem Teller in der Hand und würde sagen: Einmal von allem bitte, bitte ;-).

    1. Kratzete kannte ich vor ein paar Jahren auch noch nicht. Aber meine Freundin mit der ich in Genf war, kommt aus Baden und schwört darauf. Sie meinte, es wäre die beste Kratzete außerhalb Badens bei jemanden zuhause. Das ehrte mich sehr. Ist tatsächlich einfach herzhafter Kaiserschmarren. Also was ganz Simples. Einmal von allem? Gerne!

  6. Dein Spargelpudding klingt ganz wunderbar 🙂 Ich hatte dieses Jahr schon mehrere Versuche gestartet, eine Spargelterrine zu machen, alle schmeckten gut, hielten aber nicht zusammen oder wurden gar nicht erst fest. Dein Spargelmousse wird jetzt auch noch getestet, damit ich vor Ende Juni noch ein Erfolgserlebnis habe 🙂
    Liebe Grüße!
    Julia

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s