Rettichravioli mit Zanderfüllung

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Gestern Ravioli, heute Ravioli, fällt der denn garnichts anderes ein? Auch wenn die Optik sich gleicht, das hier ist ne ganz andere Chose. Es ist zwar noch ein bisschen Nudelteig von gestern da, aber ich habe den Jungs heute Spaghetti versprochen.

Das hier ist eher eine Reaktion auf die Marktfrau, der ich heute einen schwarzen Rettich abgekauft habe. Eins von diesen Gemüsen, bei dem ich vermute, das es eher in die Kategorie „Special interest“ gehört, aber da ich ja spezial Interessierte bin und sowas noch nicht verwendet habe, hab ich mal nachgefragt „Was kann man denn damit machen?“ „Hustensaft.“ sagte die nette Frau hinterm Gemüse. Das war das Einzige, was ihr einfiel. Ok, ich habe ihn zwar immer noch bitter nötig, aber etwas Delikateres dürfte heute Mittag schon auf den Tisch kommen. Und da ich ja so in Raviolilaune bin, wurde raviolt. Als Vorspeise würde das hier auf einem kleinen Salat einen prima Start ins Menu machen. Ich hatte eine Dillsauce dazu, das war auch ganz prima.

Den Rettich in feine Scheiben hobeln und eine ganze Weile in Salzwasser elastisch garen. Auf einem Küchenhandtuch ausbreiten. Eine Farce aus Zanderfilet, Eiweiß, Salz und einem Hauch Meerettich herstellen. Einen Klecks zwischen zwei Rettichscheiben geben und vorsichtig fest drücken. In Butter leise aufbraten. Dazu hab ich in meinem Milchaufschäumer Sahne, Limettensaft, Salz und Dill verschäumt und auf dem Teller mit angerichtet.

Aus dem Rettichrest mache ich übrigens grade Hustensaft.

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15 Kommentare zu „Rettichravioli mit Zanderfüllung

    1. Ja, den hab ich bei dir gesehen, aber mir war nach warm… Für den Rest wäre der natürlich was gewesen. Ach, ich disponier nochmal um und verzichte auf den Hustensaft.

  1. Wow! Ganz großes Kino, optisch und bestimmt auch geschmacklich. Ich habe in meinem neuen Hildmann-Kochbuch auch so ein Rezept, allerdings mit Kohlrabi, der macht mich nicht so an. Aber Deine Rettich-Wunder hier schon, sehr sogar! Und die schwarze Schale lässt Du dran? Wie schmeckt denn die? Ich wusste gar nicht, dass man die essen kann, aber ich weiß so vieles nicht, wie ich immer wieder merke… Und möge der selbstgemachte Hustensaft der Resterkältung den Garaus machen 😉

    1. Oh, meinst du, die Schale muss ab?!?! Ich hab nämlich auch keine Ahnung, war aber nicht störend. Und optisch macht das ja sonst keinen Sinn 😉 Das war milder als man denkt, ehrlich gesagt, erinnert der Rettich im gegarten Zustand ziemlich an Kohlrabi, aber nicht so kohlig, wenn de weißt was ick meine. Ich habe schon etwa 12 Tropfen Hustensaft gewonnen und überlege stark, ob ich nicht noch auf Rettichsalat umsteigen sollte…

      1. Die Schale sah mir bislang einfach so pelzig aus, aber ich habe das immer sehr bedauert, die abzuschälen, der Look ist dann ja dahin. Daher finde ich das toll, dass Du sie dran gelassen hast – und da ich Dir ja so gern alles nachmache, lasse ich sie künftig auch dran ;-).
        Schon 12 Tropfen Hustensaft, das ist ja gewaltig ;-). Aber vielleicht hat diese homöpathische Menge ja eine ungeahnte Wirkung!

      2. Hups, ich glaube der Server hat meine Antwort verschluckt, ich hatte vorhin doch was geschrieben… Oder doch nicht abgeschickt, ich bin ja auch wieder ein Jahr älter und fange wohl schon an zu tattern. Mit Schale finde ich jedenfalls super, ich hatte mich nur nicht getraut, die dran zu lassen. Mache ich jetzt aber auch mal so, sieht sehr schick aus!

      3. doch, du hast es schon geschrieben, aber ich muss hier immer alle Posts noch genehmigen, das hatte ich noch nicht gemacht 😉 Also ich fand die Pelle ok, aber es war ja auch nur ein winziger Rand …

      4. Also, ich will jetzt auch so schicke Ravioli mit schwarzem Rand haben, wird nachgekocht! Vielleicht mit einer Ottolenghi-Jerusalem-Füllung, die Rezepte findet Arne so toll (wir waren völlig hin und weg von Ruths gefüllten Paprika), und da haben wir dann endlich mal was, was nicht französisch-sahnig oder trüffelig ist, das ist leider, leider nicht so seins ;-).
        Was sind denn das eigentlich für hübsche Blättchen, mit denen Du das dekoriert hast?

      5. Na dann mal los! Ottolenghi ist immer ne gute Wahl. Ich kann mir was Nussiges gut darin vorstellen. Aber du machst das schon. Bin gespannt. Vielleicht schaffst du es auch besser als ich, dass die Scheibchen zusammen kleben. Bei mir rutschten sie ein bisschen auseinander. Ruths gefüllte Paprika? Hin und web hört sich gut an, will ich aus sein! Die Blättchen sind Mini Basilikum, sagte die Marktfrau. Schmecken aber ganz anders, irgendwie erdig. Sag mal, im Überschwang hab ich eine handvoll Bärlauch gekauft. Was könnte ich damit anstellen? Mal außer Pesto. Haste ne Idee?

      6. Erdig klingt gut – und ungewöhnlich bei einem Kräutchen! Sehr spannend mal wieder, was Du alles aufstöberst.

        Bärlauch, witzig, dass Du fragst. Ich habe am Wochenende gebärlaucht auf Anregung von Antje hin und werde das auch demnächst mal posten. Ich habe einerseits Pesto gemacht und andererseits Antjes Bärlauch-Butter probiert, die ist der Hammer. Ich musste ein bisschen improvisieren, weil ich nicht alle Gewürze da hatte, aber im Großen und Ganzen habe ich mich dran gehalten. Findest Du hier: http://antje-radcke.blogspot.de/2013/03/barlauchbutter-auf-topfbrot.html

        Das Zusammenkleben der Rettichscheiben stelle ich mir auch schwierig vor. Vielleicht eine homöpathische Dosis Eiweiß innen auf den Rändern verstreichen vor dem Zusammensetzen? Aber muss ja vielleicht auch gar nicht. Ich finde das eigentlich sehr dekorativ, wie die Scheibchen bei Dir ein bisschen auseinandergehen am Rand, das sieht sehr hübsch und handgemacht aus.

  2. Ich würde auf alle Fälle lieber Deine Ravioli essen, als den Rettich als Hustensaft zu mir zu nehmen 🙂 Bin noch traumatisiert von den Zwiebelpäckchen gegen Mittelohrentzündung bei meinem Großen; schüttel…

  3. Die Ravioli sehen wunderbar aus. Sooooo chic.Und Fisch mit so erdigen Rüben passt ganz gut, gell. Ich hatte diesen Winter doch mal Rote Bete, weisse Rüben und Fisch kombiniert – das hatte mir auch gut gefallen.

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