Tempeh

Aaaaalso. Meine Kinder nötige ich regelmäßig, das, was ich koche, zumindest zu probieren. Da muss auch schon mal ein 3 qmm Stückchen Kohlrabi ne halbe Stunde warten, bis es nach diversen Erpressungsversuchen und /oder Inaussichtstellung einer 5-Freunde Folge und/oder eines Kekses, im Kindermund verschwindet. Ich versteh diese Abneigung gegen das eine oder andere Neue ja ein stückweit, aber was ich koche, ist in der Regel kinderfreundlich. Ich bin, was das angeht, viel aufgeschlossener. Heute gab es für mich etwas neues: Tempeh. Nach Unterhaltungen mit Claudia und Eva war meine Gier auf dieses Sojaprodukt, so’ne Art „Kuchenwurst“ aus Sojabohnen und irgendwelchen Pilzkulturen, sehr groß. Als ich heute morgen den Nachwuchs zum Kindergarten gebracht hatte, war es soweit. Ich ergatterte einen „Parkplatz“ im Parkverbot und flitzte in den Bioladen, wo ich Tempeh schon einmal im Regal erspäht hatte. Und da war es, das heiß ersehnte Röllchen. An der Kasse stand eine Frau, die so was lapidares wie Joghurt, Karotten und Müsli einkaufte. Sie starrte fragend auf mein Tempeh, starrte mich fragend an und ich fühlte mich wie eine ganz mutige Verrücktesachenesserin. Ich nickte ihr freundlich zu und ging hoch erhobenen Hauptes aus dem Laden. Dann musste ich jedoch wieder flitzen, denn eine Politesse bewegte sich in Richtung meines Autos.

Ich hatte heute echt gut zu tun, aber Mittag sollte natürlich nicht ausfallen. Tempeh war ja in da house und ich voller Vorfreude.

Bis dahin alles hübsch. Ich machte die Packung auf, roch irgendwas angenehm brotiges und begann mit meiner Vorbereitung. Wenn ihr jetzt denkt, es kommt ein Rezept …. nun, … äh … es hat gar nicht so lecker geschmeckt, wie ich dachte…. ich habe mich da irgendwie total vertan. So asiatisch war das nicht mein Ding und ich war so traurig, so dass ich danach aus der Kamellentüte meiner Kinder zwei Nippons klauen musste. Zur Beruhigung.

Geknippst hab ich das Essen, aber toll war es nicht. Morgen gibts den Rest irgendwie anders zubereitet. Hoffentlich schmeckt es dann besser als heute …Bild

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8 Kommentare zu „Tempeh

  1. Finde auch, das sieht toll aus! Aber wie schade, dass es für Dich so enttäuschend war – das ist ja immer blöd, wenn man so neugierig auf was Neues ist und dann ist es irgendwie nix. Ist bei Tempeh ein bisschen ähnlich bei Tofu: Man sollte den entweder marinieren oder aber wenn’s schnell gehen soll dünn geschnitten und gesalzen scharf anbraten, bis er knusprig ist, dann kommt ein schönes Nussaroma raus, und dazu dann ein scharfes Frucht-Dipp oder Sojasauce. Vielleicht wäre das so was für Dich?

  2. Schaut wunderschön aus…aber ich kanns nachvollziehen.
    Ich bin wirklich kein bisschen g’schleckig und kann irgendwie allem was abgewinnen. Mit Tempeh werde ich einfach nicht warm, aber ich starte bestimmt wieder einen Versuch. Ich warte mal auf morgen…. 🙂

  3. Oh, schade 😦 wo du doch eine so schönes Wort für ihn gefunden hast „Kuchenwurst“ 😀 Aber vielleicht ist es wie bei Tofu und es gibt guten und schlechten? Ich habe es mit und ohne marinieren probiert und beides war gut…hmmm…kann deine Enttäuschung aber gut verstehen, ging mit mit den Roggenravioli ähnlich. Vielleicht klappt’s ja heute!

    1. Ehrlich gesagt, ich glaub es lag an mir. Irgendwie passte dieses „brotige“ für mich nicht zu Fischsauce und Koriander. Ich habe ihm wahrscheinlich nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt… So’n Tempeh ist ja auch nur ein Mensch … 😉

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